08.08.2022

Softbank: Mega-VC machte 23 Milliarden Euro Quartalsverlust

Der japanische Startup-Investment-Riese Softbank legte tiefrote Quartalszahlen vor. Gründer Masayoshi Son gibt sich auch für die nahe Zukunft pessimistisch.
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SoftBank CEO Masayoshi Son
SoftBank CEO Masayoshi Son | Screenshot: https://group.softbank/en/event/earnings_2022q1

Nein, wir haben nicht Millionen und Milliarden verwechselt. Der japanische Venture Capital-Riese Softbank vermeldete für Q2 tatsächlich sagenhafte 23,4 Milliarden Euro (3,16 Billionen Yen) Quartalsverlust. Es ist das bislang größte Minus in der Geschichte des Unternehmens. Wichtiger Treiber dafür ist ein Kurssturz bei einigen börsennotierten Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, wie der E-Commerce-Plattform Coupang und dem Essenslieferdienst DoorDash.

Slide aus dem Quartalsbericht | (c) Softbank
Slide aus dem Quartalsbericht | (c) Softbank

Softbank CEO Son auch für nächste Zeit pessimistisch

Und Softbank-Gründer und CEO Masayoshi Son gibt sich in Sachen Börsen-Unternehmen weiterhin pessimistisch. Noch länger dürfte aus seiner Sicht aber die Krise bei den nicht-gelisteten Unternehmen andauern. In diesem Bereich musste der VC zuletzt etwa bei den Abwertungen von Klarna und der TikTok-Mutter Bytedance herbe Buch-Verluste hinnehmen. „Die Unicorn-CEOs glauben immer noch an ihre Bewertungen und würden nicht akzeptieren, dass diese möglicherweise niedriger ausfallen, als sie denken“, sagt Son in einem Statement. Umso mehr werde man sich in diesem Bereich zurückhalten.

Investierte Summe sank auf ein Dreißigstel

Das tat Softbank bereits zuletzt eindrücklich. Die investierte Summe sank im zweiten Quartal mit rund 600 Millionen US-Dollar auf etwa ein Dreißigstel der 20,6 Milliarden im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei wurden laut Masayoshi Son zuletzt auch deutlich kleinere Anteile an den Unternehmen erworben.

Slide aus dem Quartalsbericht | (c) Softbank
Slide aus dem Quartalsbericht | (c) Softbank

„Wurde übermütig“

Der CEO gibt sich in seiner Erklärung pathetisch und vergleicht sich mit einem berühmten Shogun aus der japanischen Geschichte: „Als wir große Gewinne erzielten, wurde ich übermütig, und wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich ziemlich beschämt und reumütig“. Nun, wo der Aktienmarkt am Boden liegt, scheine es der perfekte Zeitpunkt zu sein, um zu investieren, und er verspüre das Bedürfnis, dies zu tun, sagt Son weiter: „Aber wenn ich es tue, könnten wir einen irreversiblen Schaden erleiden, und das ist inakzeptabel“. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren mehrmals mit verfehlten Mega-Investments Schlagzeilen gemacht, etwa jenem in WeWork.

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Beim S&B Award 2026 wurden vielversprechende Spinoffs prämiert | (c) Hannes Winkler
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„Nächstes Jahr haben wir die 100 voll“, sagt Elisabeth Mayerhofer. Sie moderierte auch dieses Jahr die Vergabe des S&B Awards des Rudolf Sallinger Fonds – gemeinsam mit Philipp Horvath. Mit 100 meint Mayerhofer Finalisten-Spinoffs, die beim Award gegeneinander antreten. Stand 2026 gab es bislang nämlich 99 davon – der Award wurde nun zum zehnten Mal vergeben.

Prominente Alumni

Welchen Impact der S&B Award hat, erläuterte nicht nur die frühere Casinos-Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner, die als langjährige Vorsitzende des Kuratoriums des Rudolf Sallinger Fonds im vorigen Jahrzehnt den entscheidenden Anstoß zu dessen Schaffung gegeben hatte. Auch prominente Alumni kamen bei der Award Ceremony zu Wort.

Bettina Glatz-Kremsner (m.) erzählte Moderatorin Elisabeth Mayerhofer (r.), wie alles begann | (c) Hannes Winkler

„Das Preisgeld hat uns damals die Finanzierung eines entscheidenden Patents ermöglicht und die Aufmerksamkeit, die wir bekommen haben, war gerade in der Anfangsphase enorm wichtig“, erzählt Cubicure-Gründer Robert Gmeiner, der mit seinem Spinoff im 3D-Druck-Bereich die erste Ausgabe des Awards gewonnen hat und mittlerweile auf einen 79 Millionen Euro schweren Exit zurückblickt.

Das auf Lieferketten-Monitoring spezialisierte KI-Unternehmen Prewave, das mittlerweile zu den größten Scaleups des Landes zählt, holte sich beim Antritt 2018 zwar nicht den Sieg. Profitiert habe man aber dennoch sehr – sowohl von der Sichtbarkeit als auch von der Nachschärfung des eigenen Modells und Pitchs im Rahmen der Bewerbung, erzählt Co-Founder und CEO Harald Nitschinger. Sein Tipp an die aktuellen Finalist:innen: „Think big!“

Die Alumni Harald Nitschinger (l.) und Robert Gmeiner (m.) gaben den Finalist:innen Tipps aus ihrer Erfahrung | (c) Hannes Winkler

Es ist ein Ratschlag, den sich die Forscher:innen hinter den zehn diesjährigen Finalisten-Projekten – brutkasten berichtete im Vorfeld – gewiss zu Herzen nehmen. Denn zwar sind sie mit ihren Spinoffs mitunter noch in einer sehr frühen Phase, doch die forschungsbasierten Produkte haben denkbar großes Potenzial.

„Furchtbare“ Auswahl aufgrund durchwegs hoher Qualität

Entsprechend schwer war die Auswahl für die Jury, bei der Ceremony vertreten durch Rudolf Dömötör (WU Wien), Gertraud Leimüller (winnovation) und Josef Glössl (BOKU). Juryvorsitzender Dömötör verriet mit einem Augenzwinkern: „Es war furchtbar! Also nicht die Projekte, sondern bei dieser enormen Qualität einen Sieger zu ermitteln,“ und doch habe es, wie immer, nur einen geben können.

Rudolf Dömötör fungierte als Juryvorsitzender | (c) Hannes Winkler

Hauptpreis für Diamens

Den Hauptsieg und damit ein Preisgeld von 20.000 Euro holte sich schließlich das JKU-Linz-Spinoff Diamens (brutkasten berichtete bereits mehrmals). Das HealthTech-Startup entwickelt eine neue, nicht-invasive Diagnose-Methode für Endometriose, an der weltweit rund 190 Millionen Frauen leiden. Der Weg zum Award-Sieg sei ein spannender Prozess gewesen, sagt Co-Founderin und CEO Marlene Rezk-Füreder gegenüber brutkasten: „Die Jury war sehr kompetent und hat nicht die Fragen gestellt, die man sonst immer bekommt.“ Mit dem Preisgeld habe man bereits einen konkreten Plan: „Wir werden damit unser zweites Patent einreichen, um unsere Technologie weiter schützen zu können.“

Das Gründerinnen-Team von Diamens (v.l.n.r.): Clara Ganhör, Angelika Lackner, Marlene Rezk-Füreder und Eva Scharnagl | (c) Hannes Winkler

brutkasten-Sonderpreis für Duramea

Auch dieses Jahr vergab brutkasten einen Sonderpreis über 5.000 Euro Medienvolumen, dessen Sieger per Online-Voting ermittelt wurde. Diesen holte sich das TU-Graz-Spinoff Duramea, das eine Membran-Technologie für die effiziente Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt. „Wir wollen damit grünen Wasserstoff günstiger machen, als Wasserstoff, der aus Erdöl produziert wird“, erklärt Gründer Sebastian Rohde. Vom S&B Award habe man sich vor allem Sichtbarkeit versprochen. Auch wie man die zusätzliche Sichtbarkeit über das brutkasten-Medienvolumen einsetzen wolle, verrät Rohde bereits: „Wir sind aktuell noch sehr gut durch Förderungen finanziert. Aber mit der weiteren Entwicklung werden wir früher oder später auch auf Investorensuche gehen.“

Duramea vertreten durch Jean Claude Koffi (2.v.l.) und Sebastian Rohde (2.v.r.) holte sich den brutkasten-Sonderpreis | (c) Hannes Winkler

Sonderpreis von Onsight Ventures für Cairos

Und noch ein weiterer Sonderpreis wurde dieses Jahr vergeben – von Onsight Ventures rund um Tech-Pionier und Investor Hermann Hauser. Das Siegerteam erhält ein Ticket für das Hermann Hauser Frontier Lab im Oktober in Graz. Den Preis holte sich das Montanuniversität-Leoben-Spinoff Cairos, das ein Verfahren zur Herstellung von erneuerbarem synthetischen Erdgas entwickelt. „Unser nächstes großes strategisches Ziel ist die erste kommerzielle Anlage und dafür werden wir Kapital brauchen. Da wird uns die Teilnahme am Hermann Hauser Frontier Lab definitiv weiterhelfen“, kommentiert Co-Founder Martin Peham gegenüber brutkasten.

Cairos von Andreas Krammer (2.v.l.) und Martin Peham (2.v.r.) sicherte sich den Sonderpreis von Onsight Ventures | (c) Hannes Winkler
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