13.07.2015

Social Mobility: Deutsche Bahn und Opel investieren in Mitfahrzentrale „flinc“

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© flinc: Das Management-Team Vorstand (von links): Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner

„Wir wollen die Mobilität revolutionieren“, mit diesem Motto von Benjamin Kirschner fing alles an. Der Co-Gründer der Mitfahrzentrale flinc lernte seine Co-Founder Michael Hübl und Alexander Kuhn bereits an der Hochschule Darmstadt kennen. Hübl schrieb dort passenderweise an seiner Diplomarbeit über „Dynamic Ridesharing Systems“.

„Als wir die Idee Mitte 2008 entwickelten, hatten wir unsere eigenen Bedürfnisse als Studenten im Blick: Mobil sein, spontan und flexibel von A nach B kommen, ohne das Studentenbudget und die Umwelt zu sehr zu belasten“, so Hübl. „Auf dieser Basis wollten wir das Thema Mitfahrgelegenheiten ganz neu aufrollen und ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und innovatives Angebot erschaffen.“

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Unmittelbar nach dem Abschluss des Studiums holten sie sich noch einen geeigneten CEO an Board:  Klaus Dibbern überzeugte die Idee, die Dynamik sozialer Netzwerke für eine neue Form der Mitfahrzentrale zu nutzen. „Alle anderen Plattformen waren statisch. flinc ist die einzige Plattform, die GPS-Navigation mit dem Smartphone und Vorzügen eines sozialen Netzwerks vereint.“

Und der Erfolg gibt ihnen recht: Heute hat flinc mehr als 250.000 Nutzer, monatlich laufen über 650.000 Angebote über die Plattform. Das Prinzip ist einfach und sehr auf den sozialen Faktor bezogen, denn anders als herkömmliche Mitfahrzentralen vermittelt flinc in Echtzeit und auf kurzen Strecken gemeinsame Fahrten mit Freunden, Bekannten und Menschen, die den gleichen Weg und das gleiche Ziel haben – „finden statt suchen“. Die Mitfahrzentrale soll sowohl für die tägliche Fahrt in die Arbeit oder die Uni wie auch für den Wochenendtrip genutzt werden. Laut Unternehmensangaben seien über 200.000 Nutzer mit flinc gemeinsam unterwegs.

Nun verkündet das Social Mobility Network neue Investoren: Die Deutsche Bahn und GM Ventures werden sich demnach finanziell und mit ihrem Wissen beteiligen. Für die Deutsche Bahn ist es das erste Investment in ein Internet-Startup und somit Teil der Digitalisierungsoffensive. Ulrich Homburg vom DB-Vorstand: „Es ist gut angelegtes Geld, denn es ist eine Investition in die Zukunft und damit eine Investition zum Wohle des gesamten DB-Konzerns und insbesondere unserer Kunden.“ General Motors ist ebenfalls dabei. Mit Opel, ein Tochterunternehmen von General Motors, wurde bereits früher kooperiert.

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„Es wird in Zukunft immer wichtiger für Automobilhersteller, auch Mobilitätsdienstleister zu sein“, sagte Tina Müller, Opel-Marketingchefin. „Die Technologie von flinc hat das Potenzial, eine wichtige Rolle bei der Ausweitung des Opel-Angebots an Mobilitätsdiensten für Kunden in ganz Europa zu spielen. Das ist ein strategisches Investment für Opel und GM.“

Bilder Copyright: flinc, Quelle

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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