Social Impact Award 2017: Wie junge Österreicher Veränderung bewirken
Nach vier Inkubations-Monaten wurde nun der Social Impact Award 2017 verliehen. Die Gewinner sind: Tetragon, refugees{code}, MTOP, Themencheck und Ingenieure ohne Grenzen.
Social Entrepreneurship, also Unternehmertum, das sozialen oder ökologische Wirkung erzeugt, hat in den letzten zehn Jahren auch in Österreich stark an Bedeutung gewonnen. Am Donnerstag wurden im Rahmen des Social Impact Awards 2017 die fünf vielversprechendsten heimischen Social Entrepreneurship-Projekten des Jahres ausgezeichnet.
Die Gewinner
Die Zeremonie war das Ergebnis von vier intensiven Inkubations-Monaten. Zehn Teams wurden beim „Ausbrüten“ ihrer Projekte gecoacht unter vielseitig unterstützt. Dann war es soweit: Im Impact HUB Vienna erhielten die engagierten Teams die Möglichkeit, ihre Ideen vorzustellen. Die Award-Gewommer sind: Tetragon, refugees{code}, MTOP, Themencheck und Ingenieure ohne Grenzen. Mehr als 150 Investoren, Partner, Mentoren, Unterstützer und Fans waren bei der Preisverleihung vor Ort. Neben der Preisverleihung ging es bei der Veranstaltung vor allem auch darum, Ideen auszutauschen und sich von anderen inspirieren zu lassen.
„Inspiring Students to make a difference“ – lautet übrigens das Versprechen des Social Impact Award. Das soll durch ein ganzjähriges Angebot, das kostenlose Ideengenerierungs-Workshops in ganz Österreich, Social Hackathons und weitere Formate wie Coaching, Mentoring und Boot Camps umfasst, verwirklicht werden. Das Ziel ist es, „junge Menschen dazu zu ermutigen und zu befähigen, selbst die Veränderung zu werden, die sie in der Welt sehen möchten“ sagt Markus Engelberger, der Koordinator des Social Impact Award Österreich.
Erste Mission ausgebucht: Wiener Startup stellt Satelliten-Hardware in unter neun Monaten fertig
Das Wiener Spacetech-Startup Tumbleweed hat die Hardware für seine erste Satellitenmission „Oasis Alpha“ in unter neun Monaten fertiggestellt. Das 2024 gegründete Unternehmen vereinfacht mit vorzertifizierten Transportboxen den industriellen Zugang zur Forschung in der Schwerelosigkeit. Die erste Mission ist bereits ausgebucht.
Erste Mission ausgebucht: Wiener Startup stellt Satelliten-Hardware in unter neun Monaten fertig
Das Wiener Spacetech-Startup Tumbleweed hat die Hardware für seine erste Satellitenmission „Oasis Alpha“ in unter neun Monaten fertiggestellt. Das 2024 gegründete Unternehmen vereinfacht mit vorzertifizierten Transportboxen den industriellen Zugang zur Forschung in der Schwerelosigkeit. Die erste Mission ist bereits ausgebucht.
Wer im Orbit forschen oder produzieren will, sieht sich meist mit langwierigen Freigabeprozessen und Branchenbürokratie konfrontiert, heißt es in einer Aussendung des Wiener Space-Tech Startups. Tumbleweed will diese Prozesse nun beschleunigen und hat in unter neun Monaten die Hardware für die erste kommerzielle Mission „Oasis Alpha“ fertiggestellt. Die Übergabe an den Startdienstleister Exolaunch, der bereits über 790 Satelliten-Transporte abgewickelt hat, ist erfolgt.
Tumbleweed nutzt für seine Missionen sogenannte „Pods“. Dabei handelt es sich um standardisierte Behälter, die wie Frachtcontainer für den Weltraum funktionieren. Kunden können ihre Experimente direkt in diese Boxen einsetzen, ohne tiefgehendes raumfahrttechnisches Fachwissen besitzen zu müssen. Die gesamte technische Integration sowie die behördlichen Zulassungsverfahren werden von Tumbleweed übernommen, wie es von Unternehmensseite heißt.
Laut dem Startup reduziert sich der Gesamtaufwand für Kunden dadurch um das Siebenfache im Vergleich zu einer selbst organisierten Weltraummission. Guillaume Brault, CTO des Startups, erklärt den strategischen Ansatz dahinter: „Unser Ziel ist es, den Weg in die Schwerelosigkeit so einfach zu machen wie den Paketversand auf der Erde“. Die Kundenpreise für den kleinsten „Pod Nano“ Behälter mit den Maßen 10 x 10 x 2.5 cm beginnen auf der Website des Unternehmens bei 15.000 Euro.
Unterschiedliche Anwendungsfälle
Die Anwendungsfälle für die Forschung in der Mikrogravitation sind vielfältig, da physikalische, biologische und chemische Prozesse dort ohne schwerkraftbedingte Einflüsse wie Auftrieb oder Sedimentation ablaufen. Unternehmen nutzen diese Bedingungen gezielt, um beispielsweise neue Medikamente zu entwickeln, hochwertigere Proteinkristalle zu züchten oder neuartige Materialien wie ultradünne ZBLAN-Glasfaserkabel und künstliche Netzhäute herzustellen.
Die erste Satellitenmission ist bereits komplett ausgebucht. Zu den vier internationalen Kunden aus der Pharma-, Biotech- und Materialforschung zählen die Technische Universität Delft (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), das Spring Institute for Forests on the Moon sowie das Unternehmen MassBalance.
Von der Mars-Forschung zum Erdorbit
Das Unternehmen wurde im November 2024 gegründet und beschäftigt derzeit ein 15-köpfiges Expertenteam an den Standorten Wien und Delft in den Niederlanden. Bevor sich das Startup auf die kommerzielle Mikrogravitationsforschung im Erdorbit konzentrierte, wurde zum Beispiel an windbetriebenen Mars-Robotern im Rahmen des Projekts „Tumbleweed Mars“ gearbeitet.
Während Oasis Alpha für den Start vorbereitet wird, nimmt Tumbleweed bereits Buchungen für die Folgemission „Oasis Beta“ entgegen. Julian Rothenbuchner, CEO von Tumbleweed, betont die Notwendigkeit schnellerer Prozesse: „Wenn das Weltall eine Plattform für die Produktion werden soll, muss es sich auch im Tempo der Industrie bewegen“.
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