12.02.2021

Social Held: Wiener Startup matcht Ehrenamtliche, NPOs und Unternehmen

Das Wiener Startup Social Held hat eine Plattform gegründet, über die Ehrenamtliche mit gemeinnützigen Organisationen und Projekten vernetzt werden. Zudem können Unternehmen im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten den Mitarbeitern Arbeitszeit für soziales Engagement zur Verfügung stellen.
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Social Held
Gründerin und CEO Karolina Kartus | (c) Social Held

Gemeinnützige Organisationen sind stark auf Freiwillige angewiesen und mehr als die Hälfte von ihnen kämpft laut dem Wiener Startup Social Held mit der Suche und Bindung von Ehrenamtlichen. Das Startup rund um Karolina Kartus und Aga Król, das 2019 gegründet wurde, hat sich genau dieser Problematik angenommen.

Online-Plattform zur Vernetzung

Über eine eigene Online-Plattform bringt das Startup Freiwillige und Organisationen gezielt nach Kompetenzen und Interessen zusammen. Das soziale Engagement lässt sich laut dem Startup mit nur wenigen Klicks organisieren.

„Wir möchten soziales Engagement noch populärer machen – indem wir es so einfach und wirkungsstark wie möglich gestalten. In der heutigen Welt sind Smartphones immer in unserer Tasche. Es ist höchste Zeit, diese Entwicklung zu nutzen, um mehr Menschen zur Freiwilligenarbeit zu motivieren“, so Karolina Kartus, CEO und Mitgründerin von Social Held, über die Zielsetzung der Plattform

Social Held: Mehr als 35 NPOs

Die Plattform zählt laut Social Held mittlerweile mehr als 35 Non-Profit Partner und vermittelt Wiener Ehrenamtliche basierend auf ihren individuellen Präferenzen und Talenten. Dadurch soll der perfekte Freiwilligen-Match gelingen.

Basierend auf  individuellen Präferenzen und Talenten werden die ehrenamtlich Engagierten mit konkreten Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit in Wien zusammengebracht. Je nach Talent und verfügbarer Zeit werden nicht nur NPOs, die dringend Hilfe brauchen, sondern zusätzlich noch konkrete Aufgaben vorgeschlagen. Social Held bringt die Freiwilligen anschließend mit den richtigen Ansprechpartnern in Kontakt. 

Zudem können Unternehmen im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten ein individuelles Unternehmensprofil erstellen und ihren Mitarbeitern ermöglichen, Arbeitszeit für gute Zwecke zur Verfügung zu stellen.


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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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