08.03.2022

So will Wien Energie seine ambitionierten Solar-Ziele umsetzen

Wien Energie betreibt bereits die größte Photovoltaik-Anlage des Landes. Aber das soll erst der Anfang sein. Unterstützung für die großen Ziele kommt auch von den diesjährigen Innovation Challenge-Siegerprojekten.
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Montage der Photovoltaik-Module auf das Dach des Haus des Meeres - Wien Energie Innovation Challenge
Montage der Photovoltaik-Module auf das Dach des Haus des Meeres | (c) Wien Energie / Johannes Zinner
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320 Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von mehr als 85 Megawatt, darunter die größte Photovoltaikanlage Österreichs in Wien-Donaustadt. Damit ist Wien Energie schon jetzt der größte Solar-Strom-Produzent des Landes. Doch dabei soll es bei weitem nicht bleiben. Das Ziel für die kommenden Jahre ist ambitioniert: Bis 2030 will der Energieversorger auf 600 Megawatt Photovoltaik-Leistung kommen und damit 300.000 Haushalte versorgen. Derzeit werden daher wöchentlich im Schnitt Solar-Anlagen in der Größe eines Fußballfeldes errichtet.

„Sunshine Explosion“: Effizienz-Turbo für den Photovoltaik-Ausbau

Die Entwicklung und Errichtung von Photovoltaik-Kraftwerken soll auch dank des diesjährigen Siegerprojekts „Sunshine Explosion“ der Wien Energie Innovation Challenge künftig noch effizienter und schneller gehen. „Um unsere ambitionierten Ziele umsetzen zu können, müssen wir die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen“, erklärt Peter Schließelberger, der bei Wien Energie für die Innovation Challenge verantwortlich ist. Denn auch am Arbeitsmarkt seien nur begrenzt Expert:innen verfügbar.

Das Projektteam habe den Status Quo mit allen Prozessen umfassend analysiert und nach Optimierungspotenzial gesucht. „Da geht es etwa darum, welche Software-Lösungen eingesetzt werden können, um die Prozesse weiter zu verbessern. Konkret wurden beispielsweise ein Tool zur Vertragsautomatisierung oder eine Baumanagementsoftware gefunden. Das Team hat dann eine Priorisierung vorgenommen und eine Roadmap erstellt. Jetzt werden die Maßnahmen schrittweise umgesetzt“, so Schließelberger.

„PV Sherlock“: Die richtigen Solar-Flächen für Bauträger

Mit „PV Sherlock“ wird noch ein zweites Projekt der diesjährigen Innovation Challenge weiterverfolgt. Auch hier steht Photovoltaik im Zentrum. Ausgangspunkt ist die Verpflichtung von Bauträgern in Wien, bei Neubauten (ausgenommen Wohnbau) entsprechend große Solar-Flächen zu errichten. „Wenn die Dachfläche dafür nicht ausreicht, braucht es Ersatzflächen. PV Sherlock wird mit seinem Service für ein Matchmaking zwischen Bauträgern und verfügbaren Flächen sorgen“, erklärt Schließelberger. Vermittelt werden dabei Flächen, die bereits für die Nutzung für Photovoltaik identifiziert wurden.

Wien Energie Innovation Challenge: Langfristige Projekte als Ziel

Nach dem Call im Sommer 2021 waren bei der sechsten Wien Energie Innovation Challenge neun Teams ausgewählt worden, die im „Innovation Camp“ im Herbst drei Tage lang an ihren Ideen feilen konnten. Fünf Teams kamen dann in die Proof-of-Concept-Phase. Beim Demo Day Ende Februar pitchten die Finalisten-Teams ihre ausgearbeiteten Ideen und versuchten eine Jury damit zu überzeugen. Schließlich wurden „Sunshine Explosion“ als Siegerprojekt und „PV Sherlock“ als Zweitplatzierter gewählt.

Viele Projekte aus den Innovation Challenges der vergangenen Jahre laufen nach wie vor, zum Beispiel Smart Inspection, BotTina oder Sparox 3D Druck. Schon im Prozess der Challenge versuche man jene Projekte zu identifizieren, die langfristig am meisten für Wien Energie bringen, sagt Schließelberger: „Es gab dieses Jahr etwa auch ein Projekt, wo in der Analyse- und Validierungsphase für das Projektteam herausgekommen ist, dass eine Umsetzung nicht sinnvoll ist. Das haben sie im Pitch dann auch präsentiert. Dass auch solche Erkenntnisse gewonnen werden zeigt, dass die Challenge so funktioniert, wie sie funktionieren soll und wir frühzeitig vermeiden können, an Projekten weiterzuarbeiten, die nicht sinnvoll sind“.

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Speedinvest ist Teil des
Speedinvest ist Teil des "German Venture & Growth Forum" | (c) Speedinvest

Die Situation beim Wachstumskapital ist bei Österreichs großem Nachbarn zumindest statistisch gesehen besser als hierzulande. Doch auch in Deutschland bestehe eine erhebliche Finanzierungslücke, sind die Initiator:innen des German Venture & Growth Forum überzeugt. Die neu gegründete Initiative von 24 großteils deutschen Venture-Capital- und Wachstumsinvestoren legte nun das „German Venture & Growth Playbook“ vor, um das zu ändern.

Ein paar Prozent von 2,8 Billionen Euro

Während in den USA jährlich rund 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Venture- und Growth-Kapital investiert werden, liege die Quote in Deutschland bei weniger als 0,2 Prozent – so die Ausgangslage. Daraus ergebe sich ein jährliches Delta von rund 30 Milliarden Euro, rechnet man bei der Initiative vor. Zumindest die Hälfte davon, also jährlich 15 Milliarden Euro, soll mit den im „Playbook“ vorgeschlagenen Maßnahmen mobilisiert werden, so die Forderung. Denn deutsche institutionelle Investoren würden ein Vermögen von nicht weniger als rund 2,8 Billionen Euro verwalten. Bereits geringe Allokationen im niedrigen Prozentbereich könnten demnach erhebliche zusätzliche Mittel für innovative Wachstumsunternehmen bereitstellen.

„Die wachsende Wirtschaftslücke zwischen den USA und Europa geht zu einem großen Teil auf den Mangel an Wachstumskapital zurück. Unternehmen wie die Magnificent Seven wären ohne VC-Investoren nicht entstanden. Startups entwickeln nicht nur disruptive Technologien, sondern sie bauen Zukunftsindustrien auf. Deutschland hat die Mittel, genau diese Industrien zu finanzieren“, kommentierte Technologieinvestor Alexander Kudlich bei der Präsentation in Berlin.

Speedinvest und andere große Namen als Partner an Bord

Der Großteil der 24 am German Venture & Growth Forum beteiligten Investmentgesellschaften hat seinen Sitz in Deutschland mit großen Namen wie Cherry Ventures, Earlybird und High-Tech Gründerfonds (HTGF). Es sind jedoch auch internationale Akteure vertreten, darunter Österreichs größter VC Speedinvest. Das ist kaum verwunderlich, ist Deutschland doch mit 72 Beteiligungen (Stand Anfang 2026) am stärksten im Portfolio des Early-Stage-VCs vertreten, der wiederum zu den aktivsten seiner Art in Deutschland zählt.

Anm.: Der folgende Absatz wurde nach Veröffentlichung hinzugefügt

„Wir sind als offizieller Unterstützer dieser Initiative aufgetreten, weil wir fest überzeugt sind, dass Deutschland und Europa dringend eine signifikante Umschichtung der wirklich großen Kapitalpools in Richtung Innovationsökonomie benötigen. Dort wird die Wertschöpfung stattfinden und es wäre gesellschaftlich unverantwortlich, die breite Gesellschaft nicht daran teilhaben zu lassen“, kommentiert Speedinvest-Gründer Oliver Holle auf brutkasten-Anfrage. „Nun hoffen wir alle, dass auf die hoffnungsvollen Worte auch Taten folgen und die die relevanten Entscheidungsträger rasch agieren.“

Zentrales Ziel des Forums ist eine Neubewertung von Venture Capital als Anlageklasse durch institutionelle Investoren. Das Playbook verweist auf durchschnittliche Renditen europäischer Venturefonds von rund 14 bis 18 Prozent und hebt zugleich deren Diversifikationseffekt wegen einer geringen Korrelation zu Aktien- und Anleihemärkten hervor. „Für dieses Argument stehen wir seit Jahren. Jetzt bestätigen es die Daten, die politischen Rahmenbedingungen stimmen, und institutionelle Investoren sind bereit zuzuhören. Ich bin überzeugt: Wir stehen kurz davor, den gordischen Knoten zu durchschlagen“, sagt Christian Miele, General Partner bei Headline.

Drei Zugangswege für institutionelle Investoren

Erhebliches Potenzial für neue europäische Marktführer gebe es vor allem in den Bereichen Deep Tech, Künstliche Intelligenz, Robotik, Quantentechnologie, Energie, Verteidigung und Raumfahrt, meinen die Initiator:innen. Das „Playbook“ beschreibt dabei drei mögliche Zugangswege für Pensionskassen, Versicherungen, Versorgungswerke und Stiftungen: Investitionen in Einzelfonds, Dachfonds sowie Co-Investments. Dabei bietet der Text in fünf Kapiteln eine recht genaue Beschreibung, wie diese Investment-Strategien konkret umgesetzt werden können. So soll ohne staatliche Sondervermögen oder Garantien und bei marktkonformen Renditeerwartungen ein wesentlicher Beitrag zu einer „neuen Gründerzeit“ geleistet werden.

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