So wenig Zeit nehmen sich Investoren fürs Pitch Deck
200 Startups, die eine Finanzierung von mehr als 360 Millionen US-Dollar aufgestellt haben, hat sich DocSend angesehen. Das Unternehmen, das selbst noch ein Startup ist, wollte mit seiner Studie herausfinden, wie man es schafft, den nächsten Schritt zu tun: Vom Bootstrapping zum Seed-Funding oder von Business Angels zur Series A.
DocSend lässt seine User Dokumente und andere Files miteinander sicher teilen und analysiert die Interaktion des Empfängers mit den empfangenen Dokumenten. Darum wird das Service vor allem von Startups verwendet, die mit Investoren in Kontakt treten möchten. Schickt man ein Dokument via DocSend, wird man benachrichtigt, wenn es angesehen wurde – das Bangen und Warten, ob jemand eine Datei bekommen und angesehen hat, ist damit vorbei. Für die Studie hat sich das Unternehmen mit Harvard Business School Professor Tom Eisenmann zusammen geschlossen.
Welche Antworten hat DocSend gefunden? DerBrutkasten fasst zusammen:
Unternehmen haben im Durchschnitt 40 Meetings mit Investoren bevor sie
nach über 12 Wochen die Finanzierungrunde abschließen.
Investoren wenden durchschnittlich 3 Minuten und 44 Sekunden für ein Pitch Deck auf.
Die Team Slide muss überzeugen. Sollte man eine Slide zum Geschäftsmodell einbauen, muss einem bewusst sein, dass diese am meisten angesehen wird.
Man braucht keine 100 Investoren anschreiben, um erfolgreich zu sein: 30-40 Investoren zu kontaktieren sollte ausreichen.
Keine offensichtliche Korrelation zwischen mehr Meetings und höherem Fundingbetrag.
Es dauert ganze vier Wochen weniger, um von einem VC zu raisen als von Business Angels,
außerdem raist man von VCs deutlich mehr Geld, als von BAs
Im Durchschnitt haben erfolgreiche Pitch Decks 19 Slides
Im Pitch Deck sollten keine Deal-Terms stehen, die man möglichst persönlich mit den Investoren ausmachen sollte, da sie variieren können.
12 Prozent der Investoren werfen einen Blick auf die Pitch Decks via Smartphone – die Slides sollten demnach auch am mobilen Endgerät gut aussehen.
Edison 2026: Das sind die Sieger des oberösterreichischen Gründungs- und Innovationspreises
Beim von tech2b organisierten Wettbewerb wurden Preise in den vier Kategorien HighTech, GreenTech, MedTech und Pionier:innen sowie zwei Sonderpreise vergeben.
Edison 2026: Das sind die Sieger des oberösterreichischen Gründungs- und Innovationspreises
Beim von tech2b organisierten Wettbewerb wurden Preise in den vier Kategorien HighTech, GreenTech, MedTech und Pionier:innen sowie zwei Sonderpreise vergeben.
Alle Gewinner beim Edison 2026 | (c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Mit dem Edison 2026 wurde gestern ein weiteres Mal der von tech2b organisierte oberösterreichische Gründungs- und Innovationspreis vergeben. Ausschlaggebend für die Vergabe sind laut tech2b Innovationskraft, Umsetzbarkeit und klares Marktpotenzial. „Der Edison ist weit mehr als ein Ideenwettbewerb. Er ist ein Sprungbrett für Gründerinnen und Gründer und ein wichtiger Baustein im oberösterreichischen Innovationsökosystem“, kommentiert tech2b-Geschäftsführer Lukas Keplinger.
Vergeben wurden Preise in den Kategorien HighTech, GreenTech, MedTech und Pionier:innen sowie die zwei Sonderpreise Edison ChangeMaker für fortgeschrittene Startups und Edison Alva für Corporate-Startup-Collaboration-Projekte. Die Preisgelder betrugen insgesamt rund 50.000 Euro.
Das sind die Sieger des Edison 2026
Kategorie Pionier:innen: bloomnow
Bloomnow aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung entwickelt eine digitale Plattform für Familien mit neurodivergenten Kindern und deren Umfeld. Die Lösung verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit personalisierten Unterstützungsangeboten und passenden Kontakten mit Expertinnen und Experten. Mithilfe eines intelligenten Matching-Ansatzes sollen Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Betreuungspersonen genau jene Informationen, Werkzeuge und Hilfestellungen erhalten, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Damit will bloomnow dazu beitragen, die Lücke zwischen Diagnose, Orientierung und konkreter Unterstützung im Alltag zu schließen. Das Unternehmen erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro, gesponsert von der Sparkasse OÖ. Weitere Sponsoren sind Creative Region Linz und Kunstuniversität Linz.
(c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Kategorie Greentech: PrintReClaim
PrintReClaim aus dem Bezirk Gmunden entwickelt eine kompakte Recyclinganlage, die Kunststoffabfälle direkt vor Ort zu hochwertigem 3D-Druck-Filament verarbeitet. Die Lösung macht unterschiedliche Kunststoffe wie PET-Flaschen oder Verpackungen für den 3D-Druck wieder nutzbar und soll so einen dezentralen Recyclingkreislauf ermöglichen. Dadurch sollen Materialkosten und CO₂-Emissionen reduziert und Kunststoffabfälle in wertvolle Ressourcen verwandelt werden. Das Startup erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro gesponsert von Siemens OÖ.
(c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Kategorie Medtech: Wholomics
Wholomics aus dem Bezirk Ried im Innkreis entwickelt einen kosteneffizienten Bluttest zur Früherkennung mehrerer Krebsarten aus einer einzigen Blutprobe – brutkasten berichtete bereits. Mithilfe einer Kombination aus Metabolomik und Künstlicher Intelligenz analysiert die Lösung stoffwechselbedingte Veränderungen im Blut, um frühzeitig Hinweise auf verschiedene Krebsarten zu erkennen. Dadurch sollen gezielte medizinische Folgeuntersuchungen ermöglicht und die Krebsfrüherkennung verbessert werden. Das Startup erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro gesponsert von GE HealthCare.
(c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Kategorie Hightech: Flatwise
Flatwise aus Linz entwickelt eine KI-gestützte Plattform für die effiziente und transparente Verwaltung von Immobilien (brutkasten berichtete bereits). Die Lösung automatisiert zentrale Prozesse wie Dokumentenmanagement, Fristenkontrolle, Finanzverwaltung und Mieterkommunikation und soll Vermieter:innen so dabei unterstützen, ihre Immobilien eigenständig und kosteneffizient zu verwalten. Damit will Flatwise eine moderne Alternative zu klassischen Hausverwaltungen und herkömmlichen Verwaltungstools bieten. Das Startup bekam ein Preisgeld von 5.000 Euro, gesponsert von KGG UBG und dem OÖ HightechFonds.
(c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Kategorie ChangeMaker: Diamens
Diamens aus Linz entwickelt einen nichtinvasiven Test zur frühzeitigen Erkennung von Endometriose auf Basis von Menstruationsblut – brutkasten berichtete bereits. Die Lösung soll eine einfache und patientinnenfreundliche Diagnose ermöglichen und damit die oft jahrelange Wartezeit bis zur Erkennung der Erkrankung deutlich verkürzen. Damit will Diamens einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Frauengesundheit leisten. Das Startup erhielt ein PR-Paket im Wert von etwa 15.000 Euro, gesponsert von der WKOÖ.
(c) Cityfoto Pelzl-Mairwöger
Kategorie Edison Alva: Internorm International GmbH und quomatic.ai GmbH
Der Edison Alva 2026 geht an die Zusammenarbeit von Internorm International GmbH und dem oberösterreichischen KI-Startup Quomatic. Gemeinsam entwickeln die Partner seit mehreren Jahren KI-Lösungen für zentrale Geschäftsprozesse, darunter intelligente Kundenberatung, Vertriebsunterstützung und Prognosemodelle. Eine Bewerbung für den Preis war nicht möglich, die Nominierung erfolgte durch den PIER-4-Leadberaterkreis. Die Gewinner erhielten Medienpräsenz in Form eines PR-Pakets in Höhe von rund 10.000 Euro, gesponsert von PIER 4 mit den weiteren Sponsoren Chefinfo und Die Macher.
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