30.03.2021

So könnt ihr den neuen Spielfilm über den Wirecard-Skandal sehen

"Der große Fake - Die Wirecard-Story" mit Christoph Maria Herbst und Franz Hartwig in den Hauptrollen feiert am Mittwoch Premiere.
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Christoph Maria Herbst und Franz Hartwig spielen Markus Braun und Jan Marsalek.
Christoph Maria Herbst und Franz Hartwig spielen Markus Braun und Jan Marsalek. | Foto: TVNow

Es war eine filmreife Story – der Aufstieg und Fall des Fintechs Wirecard. Das damals schon umstrittene Unternehmen schaffte es innerhalb weniger Jahre in die oberste deutsche Börsenliga, den Leitindex DAX. Doch dann stellte sich heraus, dass über Jahre im großen Stile betrogen worden war – in der Bilanz fehlten 1,9 Mrd. Euro. Wirecard schlitterte in die Pleite. Konzernchef Markus Braun sitzt heute in Untersuchungshaft, sein Vorstandskollege Jan Marsalek ist untergetaucht und wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht.

Klingt wie Material für einen Thriller? Das dachte man sich wohl auch bei UFA Fiction, den Produzenten des Films „Der große Fake – Die Wirecard-Story“. Er verbindet Spielfilmszenen mit dokumentarischen Elementen.

Ab Mittwoch wird er auf der Streaming-Plattform TVnow der deutschen RTL-Gruppe abrufbar sein. Da es ist sich bei dem Film um eine Eigenproduktion handelt, ist sie nicht im Gratis-Paket enthalten. Wer aber noch keinen TVNow-Account hat, kann den Dienst in einem Probemonat kostenlos testen. Im linearen Fernsehen zeigt RTL den Film dann am 22. April um 20.15 Uhr.

Der Trailer zu „Der große Fake“ | Quelle: TVNow

Markus Braun – übrigens wie auch Jan Marsalek ein gebürtiger Wiener – wird in dem Film von „Stromberg“-Darsteller Christoph Maria Herbst verkörpert. In die Rolle seines Vorstandskollegen Marsalek schlüpft Franz Hartwig, bekannt unter anderem aus der Serie „Charité“. Eine weitere Hauptrolle übernimmt im Film Nina Kunzendorf – sie spielt eine investigative Journalistin, die den Fall ins Rollen bringt. Regie führt Raymond Ley.

Die von Kunzendorf dargestellte Journalistin ist fiktiv – in der Realität wurde der Fall vor allem vom britischen Financial-Times-Journalisten Dan McCrum aufgedeckt. McCrum wurde für seine Recherchen zunächst noch von der deutschen Aufsichtsbehörde Bafin wegen angeblicher Vorgehen nach dem Wertpapierhandelsgesetz angezeigt.

Die Idee zum Film kam übrigens ebenfalls von Journalisten: Bettina Weiguny, eine freie Journalistin, und Georg Meck, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, haben das Buch zum Film geschrieben. Dieses erscheint nun ebenfalls.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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