17.03.2022

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

Hakuma hat es mit seinen Getränken in den landesweiten Handel geschafft. Co-Founder Christian Koder erzählt von seinem neuesten Produkt und erklärt, wie eine Listung gelingen kann.
/artikel/so-gelingt-eine-landesweite-listung-tipps-von-hakuma-gruender-koder
Hakuma, learnings, Tipps, Handel, so kommst du in den Handel, wie im Handel gelistet werden
(c) Hakuma - Die Hakuma-Founder

Christian Koder, Sebastian Podesser und Maximilian Mariel haben 2016 das Startup Hakuma gegründet. Das Trio stellt Eistee auf Basis von Teepulver mit ausgewählten biologischen Früchten und Pflanzen her. Mehr als eine halbe Dekade später ist viel geschehen. Einem Auftritt bei „2 Minuten 2 Millionen“ folgte eine landesweite Listung im Handel Anfang 2021. Nun hat man „das erste vegane, laktose- und glutenfreie Mischgetränk“ mit Matcha auf Hafermilchbasis entwickelt (Bio Kokos L^tte) und es ebenfalls österreichweit in den Handel gebracht.

Co-Founder Koder weiß, dass viele Faktoren zusammenspielen müssen, um ihm Handel erfolgreich zu sein: „Als junge Marke können wir schnell auf Kundenwünsche reagieren, Trends sofort aufgreifen und neue Produkte für den Handel entwickeln, die am Puls der Zeit sind. In dem Bereich sind wir schneller als große Konzerne. Für viele Startups ist das eine große Chance“, sagt er.

Die Listung bei einer großen Kette sei natürlich für jedes Food & Beverage-Startup von großer Bedeutung. Und in Kombination mit dem eigenen Onlineshop der direkteste und schnellste Weg zum Kunden.

Hakuma: Fokus auf Feedback

„Den Großteil davon besetzen jedoch schon die großen Lebensmittelkonzerne. Schafft man ein Produkt erfolgreich ins Regal zu bringen, ist die Arbeit aber längst nicht getan. Wenn nicht genügend Kunden zugreifen, fliegt das Produkt wieder hinaus“, so der Gründer weiter. „Jeder Regalmeter muss Umsatz bringen, da sind Lebensmittelhändler wenig sentimental. Wir haben unsere Hakuma-Produkte erfolgreich im Handel platziert und die Absätze entwickeln sich sehr positiv. Es ist aber wichtig am Ball zu bleiben und weiter ’nachzulegen‘. Bestehende Produkte weiterzuentwickeln und neue Produktinnovationen einzuführen. Kundenwünsche und Feedback von Handel und Endkunde fließen bei uns immer in die Entwicklung neuer Produkte bzw. Geschmacksrichtungen mit ein.“

Umsatz verdoppelt

Hakuma hat den Umsatz in den vergangenen zwei Jahren jeweils jährlich verdoppelt. Inzwischen gibt es die Tea Drinks in mehr als 2.500 Verkaufsstellen in Österreich und weiteren tausend Verkaufsstellen außerhalb des Landes. Als „next big steps“ stehen für das Startup, der Markteintritt im Vereinigten Königreich, sowie die nachhaltige Markterschließung in der Schweiz auf der To-Do Liste. Das Produktportfolio im veganen On-the-Go Bereich werde zudem weiterhin stark ausgebaut.

„Wir verfolgen mit der kontinuierlichen Erweiterung unseres Portfolios an natürlichen, biologischen Drink-Alternativen konsequent unsere Vision, die Getränkeregale zu revolutionieren. Gesünder, nachhaltiger und zuckerreduzierter. Wir versuchen einfach Drinks neu zu denken – zu schauen, was man für die die Umwelt und die Gesundheit der Menschen besser machen kann – ohne den Spaß an der Sache zu verlieren“, so der Founder.

Learnings

Koder hat für sich selbst und für den Weg in den Handel ein paar essentielle Punkte ausgemacht. Darunter klare Vorstellungen, die richtigen Kanäle und Partner, sowie Marktanalyse. Seine „Listungs-Learnings“:

„Find your why“

„Das ‚Warum‘ ist dein Kompass. Es gibt dir einen Grund, es gibt dir einen Zweck und zwingt dich Entscheidungen aus einer echten Motivation heraus zu treffen. Darüber hinaus zieht eine klare ‚Warum-Aussage‘ Menschen an, die glauben, was du selbst glaubst“, sagt er.

„Know your market“

„Stell dir folgende Fragen: Wer sind deine Konkurrenten? Was wären Leute bereit zu zahlen und ist es überhaupt möglich, das Produkt zu diesem Preis anzubieten? Gibt es eine Nachfrage oder überhaupt einen Markt für deine Idee?“

„Red Ocean vs. Blue Ocean“

„Hast du eine Marktlücke gefunden oder musst du deine Konkurrenz verdrängen? Sie im Handel zu verdrängen, ist sehr schwierig und nur mit enorm hohen und oft nicht leistbaren Marketinginvestments möglich.“

“More, smaller, smarter”

„Für mich geht es bei der Innovation in Marketing und Werbung zunehmend darum, in kleinen, persönlichen Momenten mit Verbrauchern in Kontakt zu treten und sie nicht nur 30 Sekunden lang im Fernsehen anzusprechen. Auf TikTok @hakuma.drinks und Instagram @hakuma.drinks haben wir mittlerweile über 60.000 Follower und setzen genau das in die Realität um. Die Kanäle nutzen wir als unseren hauseigenen Marketingmotor.“

Die Begleiter

„Zuletzt, sind die richtigen Partner enorm wichtig. Wir haben beispielsweise mit Clever Clover tatkräftige Unterstützer, die an unsere Vision und an unser Team glauben. Ein gutes Netzwerk ist essentiell, um dauerhaft auf Wachstumskurs zu bleiben. Clever Clover war für uns eine Bereicherung und definitiv einer der Schlüssel zum Erfolg.“

Deine ungelesenen Artikel:
03.08.2026

Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen

Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
/artikel/ohne-ki-bess-invest-soll-planungssicherheit-fuer-batteriespeicher-investments-schaffen
03.08.2026

Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen

Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
/artikel/ohne-ki-bess-invest-soll-planungssicherheit-fuer-batteriespeicher-investments-schaffen
Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt eine landesweite Listung – Tipps von Hakuma-Gründer Koder