05.12.2025
LEADERSHIP

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

Interview. Zwischen Jahresrückblick und Zukunftsvision entsteht oft Druck: neue Ziele, neue Projekte, neue Erwartungen. Doch wer das neue Jahr mit zu vielen To-dos startet, verliert schnell Fokus und Motivation.
/artikel/so-gelingt-der-start-ins-neue-jahr-mit-mehr-fokus
Judith Girschik ist Führungskräfte-Coachin und Gründerin des Leadership Institute in Wien. | © Katharina Hauser

Dieser Artikel ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von November 2025 “Verantwortung” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Wie also plant man ein produktives Jahr, ohne in den Overload zu kippen? Wir haben bei Judith Girschik, Führungskräfte-Coachin und Gründerin des Leadership Institute in Wien, nachgefragt.

brutkasten: Viele Unternehmer:innen starten mit einer langen Liste an Zielen ins neue Jahr. Warum ist das problematisch?

Judith Girschik: Wer sich zu viele Ziele setzt, verliert schnell den Fokus und dann die Freude. Ich empfehle, das Jahr lieber mit drei starken Prioritäten zu starten – das gibt Klarheit und ermöglicht, Erfolge auch wirklich zu spüren.

Warum scheitern so viele Vorsätze – und was wäre die bessere Alternative?

Vorsätze scheitern, weil sie meist aus einem „Ich sollte…!“ entstehen, nicht aus einem echten inneren Wollen. Erfolgreiche Unternehmer:innen planen nicht moralisch, sondern realistisch. Sie fragen sich: Was zählt und was ist jetzt wirklich dran? Daraus bauen sie dann konkrete, machbare Schritte. Kleine, gut verankerte Gewohnheiten sind nachhaltiger als große, vage Vorhaben.

Ich empfehle, das Jahr in 90-­Tage-Abschnitte zu unterteilen – also überschaubar, aber wirkungsvoll. So bleiben Klientinnen und Klienten flexibel und kommen trotzdem spürbar voran. Unternehmer:innen, die sich regelmäßig Zeit zum Nachjustieren nehmen, starten nicht mit Druck, sondern mit Richtung.

Welche Routinen helfen, langfristig an seinen Zielen dranzubleiben?

Hilfreich sind kleine, regelmäßige Rituale statt großer Neujahrsvorsätze. Ein kurzer Wochenrückblick – was lief gut, was will ich ändern? – wirkt oft stärker als jede Jahresplanung. Ich empfehle, diese Reflexionsmomente fest einzuplanen; am besten mit jemandem, der ehrlich und mit objektiver Distanz mitreflektiert. So bleibt man dran und behält Ruhe, auch wenn das Tagesgeschäft stürmisch wird.

Welche Rolle spielt Erholung bei der Jahresplanung?

Erholung ist kein Luxus, sondern eine Führungsaufgabe. Schlaf, Bewegung und bewusste Pausen sind die Grundpfeiler von Klarheit, Kreativität und Belastbarkeit – gerade für Gründer:innen, die oft über Monate unter Hochspannung stehen. Wer Leistung plant, sollte Regeneration genauso ernst nehmen: regelmäßiger Schlafrhythmus, kurze Bewegungseinheiten im Alltag, echte Auszeiten ohne Bildschirm. Diese Phasen sind kein Stillstand, sondern der Moment, in dem Körper und Geist neue Energie aufbauen. Nur wer auftankt, kann langfristig führen und inspirieren.


Deine ungelesenen Artikel:
30.10.2026

Silicon Austria Labs entwickelt ein neues E-Auto-Ladegerät mit nur 50 Millimeter Höhe

Das Forschungszentrum Silicon Austria Labs hat gemeinsam mit Industriepartnern ein besonders flaches Ladegerät für Elektroautos entwickelt. Der Prototyp kann nicht nur die Fahrzeugbatterie laden, sondern auch Strom zurück ins Haus oder ins Netz speisen.
/artikel/silicon-austria-labs-entwickelt-ein-neues-e-auto-ladegeraet-mit-nur-50-millimeter-hoehe
30.10.2026

Silicon Austria Labs entwickelt ein neues E-Auto-Ladegerät mit nur 50 Millimeter Höhe

Das Forschungszentrum Silicon Austria Labs hat gemeinsam mit Industriepartnern ein besonders flaches Ladegerät für Elektroautos entwickelt. Der Prototyp kann nicht nur die Fahrzeugbatterie laden, sondern auch Strom zurück ins Haus oder ins Netz speisen.
/artikel/silicon-austria-labs-entwickelt-ein-neues-e-auto-ladegeraet-mit-nur-50-millimeter-hoehe
Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

So gelingt der Start ins neue Jahr mit mehr Fokus