04.02.2025
PARTNERSCHAFT

Smint.io: Linzer Startup kooperiert mit Silicon-Valley-Unternehmen

Das Linzer B2B-Startup Smint.io rund um CEO Reinhard Holzner gab kürzlich eine OEM-Partnerschaft mit dem US-Softwareunternehmen Cloudinary bekannt.
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Smint.io
Gert Fahrnberger (Mitgründer und CCO) und Reinhard Holzner (Gründer und CEO) © Smint.io

Die Partnerschaft zwischen Smint.io und Cloudinary besteht laut eigenen Angaben bereits seit Oktober letzten Jahres. Eine Original Equipment Manufacturer (OEM)-Partnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass Komponenten oder Technologien in die Produkte eines anderen Unternehmens integriert werden und anschließend als ganzes Produkt an den Endkunden weitergegeben werden.

In diesem Fall integrierte man die Technologie von Smint.io in die Software des SaaS-Anbieters Cloudinary. Diese Zusammenarbeit ermögliche es Cloudinary-Kunden, „personalisierte, markenorientierte Content-Anwendungen für ihre Zielgruppe zu erschaffen“. Mit dem neuen Portals-Modul erstellen und verwalten Kunden maßgeschneiderte Portale, die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt seien, heißt es in der offiziellen Aussendung. Diese Portale kommen unter anderem als Brand Portale, Presseportale, Media-Download-Portale oder Sales-Enablement-Anwendungen zum Einsatz.

Reinhard Holzner, CEO von Smint.io, sagt zur neuen Partnerschaft: „Wir freuen uns, unsere Content-Experience-Technologie mit Cloudinarys robustem Medienmanagement-System zu integrieren. (…) Diese Partnerschaft verbessert nicht nur die Funktionalität unserer Plattformen, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten des Wachstums und der Zusammenarbeit für unsere Kunden“.

Partnerschaft ermöglicht zielgruppenorientiertes Branding

Das US-Unternehmen Cloudinary bietet End-to-End-Lösungen für das Management von Bildern und Videos auf Unternehmenswebsites. Zu den Kunden zählen namhafte Marken wie Levi’s, adidas und Hilton.

Durch die Partnerschaft mit Smint.io würden Cloudinary-Nutzer:innen von erweiterten Branding-Tools und Funktionen eines Content-Management-Systems (CMS) profitieren. Das führe dazu, dass Unternehmen „ihre Inhalte auf ansprechende und konsistente Weise für unterschiedliche Zielgruppen aktivieren und verstärken“ können, so Rob Daynes, Managing Director des Digital Asset Managements bei Cloudinary.

REWE Group und Magna International als Kunden

Seit seiner Gründung im Oktober 2018 baute Smint.io kontinuierlich sein Kundenportfolio aus. So überzeugte es bereits Unternehmen wie Magna International, Mattel, Nipro, die REWE Group und Somfy. Nur einen Monat nach der Gründung beteiligte sich zudem die Linzer Big-Data-Agentur 10hoch10 im Rahmen eines „Work for Equity“-Investments an dem Startup. 2019 folgte ein sechsstelliges Investment durch die beiden Speedinvest-Pirates-Gesellschafter Dieter Rappold und Thomas Rosenmayr – brutkasten berichtete.

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
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„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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