20.10.2025
OWNX

smaXtec: Steirer AgriTech startet Mitarbeiterbeteiligung für alle

Mit OwnX führt smaXtec ein neues Erfolgsbeteiligungsprogramm ein – unterstützt von KKR, Highland Europe und Sophora Unternehmerkapital. Rund 250 Mitarbeitende weltweit erhalten damit die Möglichkeit, finanziell am Wachstum und gemeinsamen Erfolg des Agrartechnologie-Unternehmens teilzuhaben.
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smaXtec
© smaXtec -CEO: Stefan Scherer.

Als „Kuh-Versteh-System“ versteht sich das steirische AgriTech-Unternehmen smaXtec. Es hat ein sensorbasiertes Früherkennungssystem für Milchkühe entwickelt. 2020 konnte das Startup damit drei Millionen Euro Wachstumskapital an Land ziehen. Nun hat man mit OwnX ein Erfolgsbeteiligungsprogramm für Mitarbeitende eingeführt.

smaXtec: Von Graz bis Neuseeland

Das Programm umfasst alle Teams – vom Hauptsitz in Graz bis zu den internationalen Standorten in Europa, Großbritannien, den USA und Neuseeland.

„Mit OwnX geben wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, direkt am Erfolg von smaXtec teilzuhaben. Unser Wachstum ist nur durch ihr Engagement möglich – deshalb ist es für uns selbstverständlich, dieses Programm auszurollen, um jedes Teammitglied zum Miteigentümer zu machen. OwnX ist ein starkes Signal für die innovative Kultur von smaXtec und für unseren Anspruch, als Pionier die Milchwirtschaft nachhaltig zu verändern“, sagt smaXtec-CEO Stefan Scherer.

„When we exit, the payout will happen for all of us“ – so beschreibt smaXtec den Kern ihrer Mitarbeiterbeteiligung in einem PR-Video. Das „Ownership-Programm, auf dem OwnX basiert, stammt aus den USA und ist in Europa noch nicht weit verbreitet. Es besteht aus Möglichkeiten, eigene Ideen ins Management als „Mitbestimmer“ und „Miteigentümer“ zu bringen – an Challenges das ganze Jahr über teilzunehmen – und bei einem potentiellem Exit entlohnt zu werden.

Leadership, das „sieht, hört und wertschätzt“

Marta Szczerba, Director des „Tech Growth“-Teams bei KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co), das das Programm unterstützt, ergänzt: „OwnX zeigt, dass Management und Führung die Mitarbeiter sehen, hören und wertschätzen. Es ist ein Meilenstein in unserer Zusammenarbeit, und wir freuen uns sehr auf die weitere gemeinsame Reise mit smaXtec.“

Während Beteiligungsmodelle hierzulande meist nur einer kleinen Gruppe vorbehalten sind, betont smaXtec diese Möglichkeit nun für die gesamte Belegschaft zu öffnen. OwnX basiere dabei auf „internationalen Best Practices für Mitarbeiterbeteiligung und einer gelebten Ownership-Kultur“, die KKR in den vergangenen 15 Jahren gemeinsam mit seinen Portfoliounternehmen entwickelt habe. Auch smaXtec-Investoren Highland Europe und Sophora Unternehmerkapital unterstützen das neue Programm.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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