05.01.2022

Smatax: Dieses Salzburger Startup erspart Unternehmer:innen den Besuch zum Steuerberater

Orts- und zeitunabhängig Finanzen verwalten und dabei den Überblick behalten - Smatax will es möglich machen. Das Salzburger Startup digitalisiert Buchhaltung, Lohnverrechnung und Co.
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Smatax wurde von Adam Mogyoro und Philipp Feierabend gegründet | © Smatax
Smatax wurde von Adam Mogyoro und Philipp Feierabend gegründet | © Smatax

Vorbei sind die Zeiten, wo man noch mit Belegordner und Schuhboxen voller Rechnungen zum Steuerberater gelaufen ist – zumindest versprechen das die Smatax-Gründer Adam Mogyoro und Philipp Feierabend. Auch die verstaubte Steuerberatungsbranche sei endlich in der digitalen Welt angekommen, sagen die Co-Founder. Sie bringen mit ihrer Plattform die altmodische Steuerberatungskanzlei in die Hosentasche ihrer Klient:innen. 

Digital-persönliche Komplettlösung 

Smatax ist die erste vollwertige Steuerberatungskanzlei, die ihre Kund:innen via Drag & Drop Belege nicht nur hochladen lässt, sondern jede Rechnung auch manuell, selbst verbucht. “Da sitzen nur Spezialisten wie ich und Philipp dahinter und keine KI wie bei diversen ähnlichen Tools. Sie haben keine Steuerberater im Hintergrund, die kontrollieren, ob Belege privat oder beruflich sind und ob die Vorsteuer stimmt”, sagt  Mogyoro gegenüber dem brutkasten. 

Die Plattform bietet User:innen auch die Funktion, virtuelle Beratungsgespräche einfach und online zu buchen. Von der Video-Identifizierung über die persönliche, virtuelle Beratung bis hin zur Erstellung der Steuererklärung – mit Smatax bedient das Duo seine Klient:innen komplett in der digitalen Welt. Orts- und zeitunabhängig können Kund:innen ihre Belege abgeben, welche dann von Steuerberater:innen downgeloadet und verarbeitet werden. Nach genauer Kontrolle, ob alles stimmt, laden sie diese samt Auswertungen zurück auf die Dashboard. “Wir sind bei allem, was wir machen, ständig in Kontakt mit den Kund:innen. Die Klient:innen sparen sich Zeit, Geld, Parklatzsuche und reduzieren ihren CO2-Ausstoß”, so der Co-Founder Mogyoro.

Service, Transparenz und Erfahrung

Nach vier Jahren Selbstständigkeit mit seiner Steuerberatungskanzlei Freshtax wollte der Mitgründer Mogyoro seine Dienste österreichweit anbieten und dabei das Pendeln für Unternehmer:innen reduzieren. “In meiner Steuerberatungskanzlei hatte ich schon sehr viel mit Dropbox-Austausch und online gearbeitet. Ich habe mich irgendwann dazu entschieden, diese Branche zu digitalisieren und papierlos zu machen”, erklärt der Freshtax-Geschäftsführer. 

Knapp 1,5 Jahre haben er und sein Co-Founder Feierabend, der auch als Partner bei Kärntner Treuhand tätig ist, am Online-Dashboard gearbeitet. Nach der Gründung in April 2020 wurde die Smatax-Plattform im Sommer 2021 gelauncht. “Wir sind schon angekommen in der digitalen Welt und haben in den ersten zwei Monaten schon die ersten zehn Kund:innen gewonnen. Daran merkt man, dass es den Zahn der Zeit trifft”, so Mogyoro. Zudem profitiert das Steuerberater-Duo von Vorteilen wie reduzierten Fixkosten. “Wir wissen, dass Budgetierung für Jungunternehmer:innen sehr wichtig ist. Wir können sagen, dass wir die einzige Kanzlei in Österreich sind, die ihre Preise transparent auf den Tisch liegt. Auf Smatax kann man sich die Kosten ganz einfach ausrechnen”, erklärt der Steuerberater weiter. 

24/7 Steuerberater

Das Startup fokussiert sich auf Jungunternehmer, die keine Lust haben, eine halbe Stunde im Warteraum eines Steuerberaters zu sitzen. Vor allem Features wie die Chatfunktion à la WhatsApp sind laut Mogyoro sehr gut bei User:innen angekommen. Dank der Erinnerungsfunktion auf der Plattform soll das Thema Fristen für Gründer:innen keine große Sorge mehr bereiten, denn durch automatischen E-Mails werden sie aufgefordert, alle Deadlines einzuhalten. Features wie diese und andere haben Smatax zur Nominierung als digitalste Steuerberatungskanzlei Österreichs geführt. 

In 2022 wird Kundenfreundlichkeit erhöht

Obwohl die Plattform aktuell vollständig nutzbar ist, will das Duo in 2022 neue Features und eine potentielle App launchen. Dabei soll der stärkste Fokus an der Funktion, Belege abfotografieren und direkt auf Smatax hochladen zu können, liegen. Durch die hohen Kosten für den geplanten technologischen Fortschritt sind die Gründer trotz Eigenmittel und AWS Förderung offen für Investitionen. “Der Investor muss auch ein Steuerberater sein, sonst kann er kein Gesellschafter einer Steuerberatungskanzlei werden”, erklären die Partner. 

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Hannah Wundsam, Hansi Hansmann, Kilian Kaminski, Alexander Klinger, Oliver Holle, Verena Eugster, Hans Harrer & Georg Kopetz

Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Business Angel Johann (Hansi) Hansmann, EU-INC-Initiator Andreas Klinger, Oliver Holle (Speedinvest), Kilian Kaminski (refurbed), Verena Eugster (Junge Wirtschaft) und Georg Kopetz (TTTech).

Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

Neben operativen Erleichterungen geht es im Kern auch um den Zugang zu Wachstumskapital. Investor Johann (Hansi) Hansmann betont: „Die EU Inc. ist nicht nur für Gründerinnen und Gründer ein Wachstumsmotor, sondern macht es auch für Investoren leichter zu investieren. Wir müssen alles tun, um Zugang zu Kapital leichter zu machen, und die EU Inc. ist ein wichtiger Baustein dazu.“

EU-Inc.-Initiator Andreas Klinger warnt abschließend vor den geopolitischen Folgen für den Standort: „Kein europäisches Land ist alleine groß genug, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähig zu sein. Nur paneuropäisch haben unsere Gründer:innen eine Chance. Entweder Österreichs Unternehmer:innen haben in ihrem eigenen Land die Möglichkeit, von den besten Investoren der Welt Geld zu bekommen, oder sie werden dorthin gehen, wo das möglich ist. EU–INC ist der paneuropäische Standard, der die Möglichkeit schafft, auch von Österreich aus Weltführer zu bauen.“

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