21.05.2026
PADEL

smash: Wiener Unternehmen eröffnet ersten von 200 geplanten Padel Courts

Am Mittwoch folgte brutkasten einer Einladung zur Eröffnung des ersten Padel Courts des Startups smash in Bruck an der Leitha. Doch dieser erste Platz ist für die vier Gründer erst der Anfang: Mit Investoren wie Dominic Thiem und Leo Hillinger im Rücken planen sie bis Ende 2027 stolze 200 Courts – und wollen den aktuellen Padel-Hype in eine völlig neue Community-Marke verwandeln.
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Die Gründer von smash stehen auf ihrem ersten Padel Platz und feiern ihren Erfolg (c) Christine Miess
smash eröffnet den ersten Padelplatz in Bruck an der Leitha. (c) Christine Miess

Schon beim Betreten des ersten Padel Courts von smash in Bruck an der Leitha wird klar: Hier soll mehr entstehen als eine Sportanlage. Bei Musik, Sonne und ausgelassener Stimmung verwickeln sich die vier Founder Ricardo Theiner, Alexander Sommer-Fein, Franz Schall und Philip Mader in Gespräche mit den Gästen, sichtlich getrieben von ihrer Freude, endlich auf ihrem ersten Padel Court zu stehen. Man merkt schnell: Der erste Court ist für die Founder nicht das Ziel, sondern der Anfang.

Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Investor:innen, Partner:innen sowie Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Lifestyle. Die bekanntesten Gesichter waren dabei die wichtigsten Investoren von smash: Ex-Tennisstar Dominic Thiem und Unternehmer Leo Hillinger.

Mit der Eröffnung wollen die Gründer nicht nur der steigenden Nachfrage an Padelplätzen entgegenwirken, sondern eine ganz neue Community aufbauen.

Ein Artikel über smash & seine Founder befindet sich im neuen brutkasten Magazin. (c) Hannah Fasching

200 Courts bis Ende 2027

Die Motivation der Founder, die beim Opening in Bruck an der Leitha zu spüren war, spiegelt sich nach wie vor in ihren Zukunftsvisionen wider. Bis Ende 2027 sollen 200 Courts eröffnet werden.

Auf den ersten Standort folgen laut smash als nächstes Mitterndorf, Schwadorf, Hainburg und Pottendorf, bevor sich das Unternehmen immer weiter an Wien annähern möchte. Laut Ricardo Theiner, Co-Founder von smash, sind Pläne für zukünftige Standorte in drei Clustern aufgebaut. „Der erste Cluster ist Wien und Niederösterreich, da sind wir jetzt gerade sehr aktiv. Als nächstes fokussieren wir uns auf Kärnten, wo wir eine sehr starke Padel-Tennis-Community haben in Österreich, wo es aber noch kaum Infrastruktur gibt. Und der dritte Standort ist dann Oberösterreich und Salzburg, wo wir jetzt auch immer aktiver werden.“

Aktuell seien 75 Courts in der Pipeline. 30 bis 45 sollen bis Ende dieses Jahres gebaut werden. „Und mit Ende nächsten Jahres wollen wir bei 200 Courts sein, über Österreich und Deutschland hinweg“, so Theiner.

„Wir wollen die größte Community aufbauen“

„Viele Sportanlagen sind genau das: Anlagen. Wir wollen mit unserer Marke Orte schaffen, die sich gut anfühlen!“, sagt Alexander Sommer-Fein, Co-Founder von smash. Für Sommer-Fein und die anderen Gründer steht der Community-Aspekt genauso im Vordergrund wie der Sport. So liegt der Fokus auch auf „Social Zones“ in und um die Padelplätze.

„Wir wollen der Community einen Raum geben, um länger zu verweilen. Padel ist ein unheimlich sozialer Sport, viele Leute kommen als Gruppe. Events sind uns auch ein großes Anliegen. Wir wollen die größte Community aufbauen“, so Ricardo Theiner.

Der Fokus auf Community-Building war auch für Investor Dominic Thiem ein entscheidender Grund, bei smash einzusteigen: „Ich glaube, dass Padel das Potenzial hat, wieder mehr dieses Vereins- und Communitygefühl zurückzubringen. Menschen kommen zusammen, verbringen Zeit miteinander und bewegen sich gemeinsam – daran glaube ich sehr.“

Prominente Investoren in der Anfangsphase

Erstaunlich an der Geschichte von smash ist die frühe Gewinnung prominenter Investoren. So zählen neben Thiem und Hillinger auch PlanRadar Gründer Sander van de Rijdt und Ibrahim Imam sowie Ex-Fußballprofi Guido Burgstaller zu den Investoren. Auf die Frage, was ein Unternehmen wie smash für ein Investment mitbringt, sagt Leo Hillinger: „USP ist ein ganz wichtiges Thema. Sie müssen anders sein als andere, vor allem die Founder. Die müssen konsequent sein, hart arbeiten, fokussiert und strukturiert. Das ist das Wichtigste und das sehe ich bei smash.“

Dominic Thiem sieht neben den Foundern auch große Entwicklungschancen des Sports: „Das Potenzial von Padel ist noch lange nicht ausgeschöpft. Mit jeder neuen Anlage und jedem neuen Court entstehen auch neue Möglichkeiten. In Zukunft wird es hoffentlich Turnierserien, Nachwuchsprogramme oder vielleicht sogar eigene Jugend-Akademien geben.“

smash zieht als junges Unternehmen Investoren wie Leo Hillinger und Dominic Thiem an. (c) Christine Miess

Eine Marke als Zukunftsvision

„Wir denken smash von Anfang an größer als einen einzelnen Standort“, erklärt Ricardo Theiner. „Unser Ziel ist es, eine Marke aufzubauen, die den Padel-Sport langfristig prägt, in Österreich und weit darüber hinaus. Die Nachfrage ist riesig, der Markt entwickelt sich extrem dynamisch und wir stehen mit smash gerade erst am Anfang.“

Ein Community-Opening am 20. Juni in Mitterndorf bildet den nächsten konkreten Schritt der Founder.

Ein Text über Padel & smash ist zuerst in unserem brutkasten-Printmagazin von Mai 2026 „Die nächste Stufe“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins gibt es hier:

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Dynatrace Engineering Headquarters in Linz © Dynatrace

Dynatrace wurde 2005 in Linz von Bernd Greifeneder, Sok-Kheng Taing und Hubert Gerstmayr gegründet und betreibt dort bis heute sein globales Engineering Headquarter. Nach dem ersten Exit an Compuware 2011 verlegte das Unternehmen seinen offiziellen Sitz in die USA, ging 2019 an die New Yorker Börse (NYSE: DT) und zählt mittlerweile zu den Weltmarktführern im Bereich KI-basierter Observability. Rund 28 Prozent der weltweit knapp 5.600 Mitarbeiter:innen arbeiten nach wie vor in Österreich, an Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck.

Nun erweitert der Konzern sein Portfolio per Zukauf: Wie Dynatrace heute bekanntgab, hat man eine definitive Vereinbarung zur Übernahme des AI-Observability-Spezialisten Arize unterzeichnet.

915 Millionen Dollar Bewertung

Dynatrace bewertet Arize mit insgesamt 915 Millionen Dollar. Der Großteil davon, rund 815 Millionen, wird in bar bezahlt, den Rest erhalten Arize-Mitarbeiter:innen in Form von Ersatz-Aktienprogrammen, sobald sie zu Dynatrace wechseln, heißt es in der Aussendung. Finanzieren will Dynatrace den Kauf aus eigenen Mitteln oder über die bestehende Kreditlinie, frisches Fremdkapital ist dafür nicht nötig.

Laut Unternehmensangaben soll der Deal noch im laufenden oder im frühen dritten Quartal des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Behörden stimmen zu.

Finanziell dürfte sich der Zukauf zunächst gemischt auswirken: Er soll das Wachstum der wiederkehrenden Umsätze (ARR) um rund 200 Basispunkte, also 2 Prozentpunkte, beschleunigen, gleichzeitig aber die Non-GAAP-Operating-Marge im Geschäftsjahr 2027 um etwa 175 Basispunkte (1,75 Prozentpunkte) drücken. Kurz gesagt: Arize soll das Umsatzwachstum ankurbeln, geht kurzfristig aber auf Kosten der Profitabilität, ein bei Übernahmen wachstumsstarker, aber margenschwächerer Startups übliches Muster.

Was Arize baut und wie es zu Dynatrace passt

Arize, ansässig in San Francisco, hat sich auf die Bewertung der Ergebnisse von KI-Modellen und -Agents spezialisiert: Die Plattform erkennt etwa Halluzinationen, misst die Qualität von KI-Ausgaben und überwacht laufend, ob Sprachmodelle und Agents wie vorgesehen funktionieren. Arize Co-Founder Jason Lopatecki erklärt: „Wir haben Arize gegründet, weil KI-Teams eine Möglichkeit brauchten zu wissen, ob ihre Agenten tatsächlich richtig arbeiten und nicht nur laufen.“

Für Dynatrace schließt die Übernahme eine Lücke: Bislang überwachen viele Unternehmen die Qualität ihrer KI-Anwendungen, etwa ob ein Chatbot korrekt antwortet, getrennt von der klassischen IT-Infrastruktur wie Serverlast oder Anwendungsleistung. Fällt dann ein Kund:innen-Prozess aus, lässt sich oft nur schwer feststellen, ob die Ursache im KI-Modell, im Prompt oder in der darunterliegenden Infrastruktur liegt. Mit Arize will Dynatrace beide Ebenen – KI-Bewertung und klassische Observability – in einem durchgängigen System zusammenführen.

Arize-Gründer:innen wechseln zu Dynatrace

Die beiden Arize-Gründer:innen Jason Lopatecki und Aparna Dhinakaran wechseln mit Abschluss der Transaktion zu Dynatrace, heißt es in der Aussendung. Lopatecki bleibt Leiter des Arize-Teams und berichtet künftig direkt an Dynatrace-CEO Rick McConnell.

„Die Übernahme von Arize stärkt unsere Führungsposition im Bereich AI-Observability, beschleunigt unsere Roadmap und erweitert unsere Reichweite in der Entwickler:innen-Community“, wird McConnell in der Aussendung zitiert.

Der Markt für AI-Observability soll laut Dynatrace bis 2030 auf über 10 Milliarden Dollar wachsen. Im Mai hatte das Unternehmen die 2-Milliarden-Dollar-ARR-Marke geknackt.

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