07.04.2026
AMBITIONIERTE PLÄNE

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

Das Wiener Unternehmen Smash will nicht weniger als der führende Padel-Anbieter Europas werden – und holte dazu eine Reihe prominenter Investoren an Bord.
/artikel/smash-wiener-padel-anbieter-mit-thiem-hillinger-und-planradar-gruendern-als-investoren
Smash-Gründer-Team (v.l.n.r.): Alexander Sommer-Fein, Ricardo Theiner, Philip Mader und Franz Schall | (c) Smash Group
Smash-Gründer-Team (v.l.n.r.): Alexander Sommer-Fein, Ricardo Theiner, Philip Mader und Franz Schall | (c) Smash Group

Wer aktuell die Website des Wiener Unternehmens Smash Group aufruft, kann dort einen Court für die Trendsportart Padel im niederösterreichischen Trumau (Bezirk Baden) buchen. Man muss jedoch gar nicht lange weiterscrollen, um zu sehen, dass es sich nicht um einen kleinen, lokalen Anbieter handelt – zumindest perspektivisch. Bereits für Mai sind weitere buchbare Courts in Schwadorf, Bruck an der Leitha und Mitterndorf (alle Niederösterreich) angekündigt, Im Oktober sollen weitere in Stockerau (NÖ) und Wien folgen.

40 Courts bis Ende des Jahres

Und auch bei dieser noch immer recht regional fokussierten Auswahl soll es nicht bleiben. Man wolle nichts weniger als der führende Padel-Anbieter Europas werden, heißt es vom Unternehmen. Bis Ende dieses Jahres will man 40 Courts betreiben, bis Ende 2027 mehr als 200. Noch dieses Jahr soll es nicht nur in weitere österreichische Bundesländer, sondern auch bereits über die Grenze nach Bayern gehen, kommendes Jahr dann unter anderem nach Ungarn und Kroatien.

„Möglich wird diese Skalierung durch ein Zusammenspiel aus standardisierten Prozessen, Immobilienexpertise und dem starken Netzwerk an Partnern und Investoren“, heißt es vom Unternehmen in einer Aussendung. Und tatsächlich konnte die 2025 von Philip Mader, Franz Schall, Alexander Sommer-Fein und Ricardo Theiner gegründete Firma eine ganze Reihe prominenter Investoren gewinnen.

Große Gruppe an Investoren

Aushängeschild ist dabei gewiss Ex-Tennisstar Dominic Thiem. Doch mit den PlanRadar-Gründern Sander Van de Rijdt und Ibrahim Imam, Ex-2-Minuten-2-Millionen-Investor Leo Hillinger und dem Ex-Fußballprofi Guido Burgstaller holte man noch weitere bekannte Namen an Bord. Darüber hinaus beteiligten sich das deutsche Family Office KT Ventures, die beiden Fußballprofis Marco Grüll und Maximilian Hofmann, Johannes Meran (ehemaliger CEO der Liechtenstein Group), Paul Fattinger (ehemaliger Woom-CEO) und Meinhard Platzer (Managing Partner der Bank Gutmann). Die beiden Co-Founder Philip Mader und Alexander Sommer-Fein bringen ihrerseits zudem Immobilienexpertise aus der LZH Group mit.

Angebot über privates Spielen hinaus

Punkten will Smash nicht nur mit der großen Auswahl an Courts, sondern auch über mehr (spontane) Zugänglichkeit sowie mit „hochwertigen Panorama-Courts, durchdachter Architektur, starker Markenführung und konsequentem Fokus auf die Player Experience“. „Unser Anspruch ist es, auf all unseren Plätzen ein hochqualitatives Padel-Erlebnis zu schaffen – so wie wir selbst als Spieler es uns erwarten würden“, sagt Co-Founder Sommer-Fein.

Zudem will Smash Trainingsangebote für unterschiedliche Spielstärken sowie Turniere, Ligaformate, Corporate Events und Nachwuchsprogramme für Kinder, Jugendliche und Schulen anbieten. „Padel ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit – und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft“, kommentiert Dominic Thiem. Und Leo Hillinger meint: „Ich investiere nur in Dinge, an die ich wirklich glaube – und das Konzept von smash hat mich von Anfang an überzeugt. Das ist kein klassischer Sportclub, es ist ein Ort, wo Menschen zusammenkommen, gemeinsam Spaß haben und gerne Zeit miteinander verbringen. Genau so etwas braucht es.“

Deine ungelesenen Artikel:
27.07.2026

Haben wir uns kaputt studiert?

Gastkommentar. Warum Amerikas Tech-Riesen plötzlich die Lehrlingsausbildung kopieren, während Europa im akademischen Leerlauf versinkt, erklärt Mario Derntl, Ausbildungsexperte und CEO von Talents&Company, in einem Gastkommentar.
/artikel/haben-wir-uns-kaputt-studiert
27.07.2026

Haben wir uns kaputt studiert?

Gastkommentar. Warum Amerikas Tech-Riesen plötzlich die Lehrlingsausbildung kopieren, während Europa im akademischen Leerlauf versinkt, erklärt Mario Derntl, Ausbildungsexperte und CEO von Talents&Company, in einem Gastkommentar.
/artikel/haben-wir-uns-kaputt-studiert
Mario Derntl, Ausbildungsexperte und CEO Talents&Company © Athenas

Es war ein seltener Moment der Unverblümtheit, als mich Lukas Zitz, der stellvertretende österreichische Wirtschaftsdelegierte in New York, vor einigen Monaten kontaktierte: „Mario, we have to talk.“ Seine Botschaft aus dem Epizentrum der globalen Wirtschaft: In den USA geht gerade richtig die Post ab, und zwar bei einem Thema, das man dort bis vor kurzem kaum buchstabieren konnte: Apprenticeships. Der klassischen, praxisnahen Berufsausbildung nach europäischem Vorbild.

Während wir in Österreich und Europa seit Jahrzehnten ein Narrativ pflegen, das möglichst jeden Jugendlichen in die Hörsäle der Universitäten treibt, vollzieht die größte Wirtschaftsmacht der Welt eine radikale Kehrtwende. Im April 2025 unterzeichnete US-Präsident Trump eine weitreichende Executive Order mit dem vielsagenden Titel „Preparing Americans for High-Paying Skilled Trade Jobs of the Future“. Das Ziel ist brutal ambitioniert: Die Zahl der registrierten Lehrlinge soll auf eine Million hochgeschraubt werden. Angetrieben von einer Reindustrialisierungsstrategie, die Fabriken aus Asien zurückholt, und getragen von den größten Playern der Tech- und Finanzwelt. Weniger „College for All“, heißt das neue Motto in Washington.

Der Irrtum der akademischen Elite

Wir haben uns in Europa schlichtweg kaputt studiert. Wir haben Generationen eingeredet, dass Wohlstand und gesellschaftlicher Status nur über einen akademischen Titel führen. Das Ergebnis? Ein dramatischer Überschuss an Absolventen in Fächern, die der Markt in dieser Dichte schlicht nicht braucht, während uns an allen Ecken und Enden die Praktiker fehlen.

Die Quittung liefert der heimische Arbeitsmarkt unmissverständlich. Auswertungen der Agenda Austria auf Basis von AMS-Daten zeigen: Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern steigt zuletzt deutlich an, während Menschen mit einer klassischen Lehrausbildung zu den krisenfestesten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zählen. Mehr noch: Das alte Vorurteil, dass sich nur ein Studium finanziell lohnt, gerät zunehmend ins Wanken. In Deutschland etwa verdienen Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss laut Statistischem Bundesamt (Verdiensterhebung, April 2025) im Schnitt 5.405 Euro brutto im Monat und damit mehr als Bachelor-Absolventen mit 5.289 Euro.

Gleichzeitig offenbart eine großangelegte Unternehmensbefragung des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) aus dem Jahr 2023 das ganze Dilemma unserer Wirtschaft: Satte 60,9 Prozent aller Betriebe klagen über massive Schwierigkeiten, Stellen mit Lehrabschluss zu besetzen. Universitätsabsolventen werden dagegen nur noch von mageren 8,1 Prozent der Unternehmen dringend gesucht. Wir bilden am Bedarf vorbei. Dabei ist die Lehre die beste Medizin gegen soziale Krisen: Daten des ibw („Lehrlingsausbildung im Überblick“, 2023) belegen, dass jene Bundesländer mit einer hohen Lehranfängerquote wie Oberösterreich, Salzburg oder Tirol die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit aufweisen, während das akademisierte Wien mit fast 12 Prozent Jugendarbeitslosigkeit das Schlusslicht bildet.

Die USA bauen die „neue Elite“ mit unserem Modell

Ein Blick nach Übersee zeigt, wie blind Europa für die eigenen Stärken geworden ist. Bei einer Delegationsreise von Advantage Austria durch Chicago und Atlanta konnte ich mit österreichischen Vorzeigebetrieben wie Palfinger, KNAPP, Inteco oder STIWA sprechen, die vor Ort produzieren. Sie alle stehen vor derselben Herkulesaufgabe: Workforce Development.

Doch die Dynamik in den USA hat sich komplett verändert. Für den aktuellen KI-Boom, für den Bau und Betrieb gigantischer Rechenzentren und hochautomatisierter Logistikzentren braucht es keine Menschen, die auf niedrigstem Niveau stupide Handgriffe wiederholen. Und es braucht dafür überraschenderweise auch keine Master-Absolventen, die komplexe Systeme nur aus dem Lehrbuch kennen. Für moderne Wartung (Maintenance), Automation und Mechatronik braucht es Fachkräfte, die in der Lage sind, hochkomplexe, reale Probleme direkt an der Maschine zu lösen. Köpfe, die mit den Händen denken.

Bisher hinken die USA beim Fachpersonal im internationalen Vergleich zwar hinterher: rund 700.000 Apprentices auf 340 Millionen Einwohner, verglichen mit 1,2 Millionen Azubis im deutlich kleineren Deutschland. Genau dieser Unterschied erklärt, warum amerikanische Unternehmen derzeit so intensiv nach Vorbildern aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz suchen. Das Problem für uns: Die Amerikaner holen im Eiltempo auf. Seit Beginn der aktuellen US-Administration wurden laut US-Arbeitsministerium bereits über 386.000 neue Apprentices registriert. Das entspricht einem gewaltigen Zwischenspurt.

Ein Weckruf für Europa: Es ist eins vor zwölf

Österreich hat rund 100.000 Lehrlinge, ein historisches Pfund, um das uns die Amerikaner beneiden. Doch während die USA die bürokratischen Hürden für Betriebe radikal abbauen, Qualifikationen wie Micro-Credentials anerkennen und das System mit Milliarden professionalisieren, verwalten wir in Europa den Mangel und klammern uns an den kollektiven Titel-Wahn.

Wir müssen aufhören, die Lehrlingsausbildung als gesellschaftliche „Notlösung“ abzutun. Es ist für Europa nicht mehr fünf vor zwölf, es ist eins vor zwölf. Während wir uns in endlosen Debatten über Vier-Tage-Wochen und akademische Befindlichkeiten verlieren, zieht die größte Wirtschaftsmacht der Welt mit unserem eigenen Modell im Sprint an uns vorbei.

Wo bleibt unser großer Aufbruch? Wo bleibt das laute, stolze Begehren für das Handwerk? Wir müssen uns in Europa endlich zusammenreißen, den akademischen Hochmut ablegen und die Macher wieder zu den echten Helden unserer Wirtschaft machen. Wenn wir das System jetzt nicht radikal modernisieren und aufwerten, stehen wir bald mit einer Million theoretischer Master-Arbeiten da, aber ohne eine einzige Hand, die die Welt von morgen überhaupt noch bauen oder warten kann.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Smash: Wiener Padel-Anbieter mit Thiem, Hillinger und PlanRadar-Gründern als Investoren