11.09.2017

Smart geplant: Wie ein Papier-Kalender die Digitalisierung überlistet

Als einheitliches Ganzes bezeichnet der Moleskine-CEO Arrigo Berni die digitale und analoge Welt des Kalenders. Das neue Smart Writing Set des Mailänder Notizbuch-Herstellers will diese beiden Welten mit intelligentem Stift, Notizbuch und App vereinen.
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(c) Moleskine: Während viele Unternehmen mit der Digitalisierung straucheln, setzt der Mailänder Notizbuch-Hersteller auf Innovation.

Im letzten Jahr waren beim Kalenderverkauf keine gröberen Einbrüche messbar. Im krassen Gegensatz zur Buchbranche, die in den letzten Jahren einen stetigen Rückgang beim Verkauf von Printbüchern verzeichnen musste. Ganz trauen mag man diesem Zustand irgendwie nicht.

Auf digitale Zukunft setzen

Konzernen fällt es oftmals schwer, sich in der Digitalisierung neu zu erfinden. Strukturen innerhalb der Konzerns, vielleicht auch fehlende Ideen hemmen den wichtigen Innovationsprozess, der das Bestehen in der Zukunft sichern könnte. Dass es auch anders geht, beweist der 1997 gegründete Mailänder Notizbuch-Macher Moleskine. Rund 100 fixe Angestellte arbeiten neben Partnern und anderen Mitarbeitern für das Unternehmen, das neben Mailand auch einen Sitz in New York und Hong Kong hat. Innerhalb weniger Jahre schaffte man es, die Marke Moleskine zu einem nicht wegzudenkenden Fixpunkt in der Kalenderindustrie zu machen.

Moleskine-CEO: Relevanz von Papier ungebrochen

„Wir sehen die Nachfrage für unsere papierbasierten Kollektionen Jahr für Jahr im zweistelligen Bereich steigen, was auf die Relevanz von Papier im digitalen Zeitalter zurückgeführt werden kann“, gibt sich Moleskine-CEO Arrigo Berni zuversichtlich. Ausruhen oder in Sicherheit wiegen aufgrund des anhaltenden Interesses, möchte man sich bei Moleskine allerdings nicht. “Wir wissen nur allzu gut über die Vorzüge des Digitalen bescheid, ob es nun das Bearbeiten, Kuratieren oder das Teilen betrifft. Darum sehen wir auch das Analoge und Digitale als Kontinuum an“.

Stift, Notizbuch und App

(c) Moleskine

Ein innovatives Smart Writing Set soll der neue Schachzug des italienischen Unternehmens sein, um sich für die Zukunft zu rüsten. Die Kombination eines Notizbuches mit einem Stift und einer App, soll die digitale und analoge Welt zusammenführen. Alles, was der User mit seinem „Pen“ schreibt oder zeichnet wird in Echtzeit digital abgespeichert und kann sofort per Smartphone, Tablet oder Laptop mit Arbeitskollegen oder Freunden geteilt werden- oder noch einmal digital überarbeitet werden.

Niedergeschriebene Notizen können automatisch in einen digitalen Text transkribiert werden. Die Dateien können in verschiedene Formate umgewandelt und mit verschiedenen Services wie Evernote und Google Drive geteilt werden. Übrigens: Wenn der „User“ einmal keine Zeit zum Schreiben oder Tippen hat, gibt es die Möglichkeit, der App eine schnelle Aufnahme oder Notiz zu diktieren, die dann in der Cloud abgespeichert wird.

Die Anfänge des „schwarzen Notizbuches“ von Moleskine waren inspiriert von Künstlern, Schriftstellern und Philosophen wie Vincent can Gogh, Pablo Picasso oder Ernest Hemingway. Im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts erfreuten sich eben so designte Notizbücher großer Beliebtheit. Mit dem Smart Writing Set sollen die Notizbücher auch einen Platz im digitalen Zeitalter finden.

 

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contextflow, Corona, Radiologie
(c) contextflow - Das contextflow-Team.

In den vergangenen Jahren war es um das auf KI-basierte Radiologie spezialisierte Wiener Startup Contextflow medial etwas stiller. Davor, im September 2021, hatte man eine bereits kommunizierte Investmentrunde um zwei Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro erweitert – brutkasten berichtete.

Contextflow-Deal: Millionen und Aktien

Nun gibt es wieder Neuigkeiten. 4DMedical, ein australisches Medizintechnikunternehmen für Atemwegsmedizin mit KI-basierter Bildgebung, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Contextflow unterzeichnet. Der Deal umfasst laut einer am Montag bei der australischen Börse eingereichten Mitteilung eine Cash-Vorauszahlung in Höhe von rund 18,6 Millionen australischen Dollar (aktuell ca. 11,5 Millionen Euro), 56.235 Aktien sowie einen Earn-out von bis zu 2,6 Millionen Optionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele.

Die Übernahme soll 4DMedical eine umfassende kommerzielle Plattform direkt vor Ort in Europa ermöglichen und die globale Wachstumsstrategie beschleunigen.

Schnelle Expansion und eine Ersparnis

Während sich die Transaktion strategisch auf die geografische Expansion konzentriert, stärke sie zugleich die Technologieplattform von 4DMedical, heißt es in der Aussendung. Die KI-basierten Erkennungs- und Workflow-Tools von Contextflow, insbesondere im Bereich des Lungenkrebs-Screenings, sollen dabei die funktionellen Bildgebungsfähigkeiten von 4DMedical ergänzen, die eine quantitative Bewertung von Ventilation, Perfusion und Lungenmechanik ermöglichen.

Durch die Übernahme von Contextflow gewinnt 4DMedical ein in Europa ansässiges Team mit kommerzieller und technischer Expertise, einen etablierten Kundenstamm sowie eine klinische Präsenz in ganz Europa. Darüber hinaus erhält das Unternehmen eine CE-gekennzeichnete Produktsuite, die bereits in routinemäßigen klinischen Workflows eingesetzt wird, sowie eine regulatorisch konforme Plattform, die den Anforderungen der europäischen Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Diese Grundlage diene 4DMedical dazu, den Zeit- und Komplexitätsaufwand für den Aufbau einer neuen regionalen Präsenz zu umgehen.

Contextflow-CEO wird General Manager

Durch diese Kombination komplementärer Produktsuiten sei das australische Unternehmen nun konkret in der Lage, funktionelle Lungenbildgebungslösungen in etablierte europäische radiologische Workflows einzuführen, Cross-Selling innerhalb der bestehenden installierten Kundenbasis zu betreiben, in Märkte mit etablierten Erstattungspfaden – einschließlich Deutschland – zu expandieren sowie die Markteinführungszeit für neue KI-gestützte Lösungen zu verkürzen. Die Ergänzung um eine kommerziell aktive, MDR-konforme Plattform reduziere dabei zusätzliche regulatorische Reibungsverluste und ermögliche skalierbares Wachstum in mehreren europäischen Märkten.

Markus Holzer, CEO von Contextflow, übernimmt künftig die Rolle des General Managers von 4DMedical Europe, verantwortet das Wachstum des Unternehmens in der Region und berichtet direkt an Gründer und CEO Andreas Fouras.

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