19.08.2021

Smarte Stallungen und Co: Köstinger fördert 5G-Anwendungen am Land mit 10 Mio. Euro

Die neue Förderschiene "Gigabit Tripple A" zielt auf Anwendungen für regionale Herausforderungen ab, die das Potenzial von 5G ausnützen.
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Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger © BMLRT/Paul Gruber
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger © BMLRT/Paul Gruber

Intelligente Stallungen, die die Fütterung von Nutztieren kontrollieren oder Hochleistungsroboter in der Industrie: So groß ist die Bandbreite der Anwendungen, die Elisabeth Köstinger mit einem neuen Förderpaket in Österreich forcieren will. Die Landwirtschaftsministerin ist auch für den Bereich Telekom zuständig und will als solche „Österreich als 5G-Vorreiterland positionieren“, wie das Ministerium dem brutkasten verriet. Dafür werden mit „Gigabit Tripple A“ insgesamt 10 Millionen Euro für das erste Jahr der neuen Förderung in die Hand genommen. Abgewickelt wird das Paket von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Das Potenzial von 5G ausnützen

Gefördert werden Anwendungen, die das Potenzial von 5G ausnützen und vor allem der regionalen Entwicklung dienen. Gemeint sind Anwendungen, die den Transfer großer Datenmengen notwendig machen – etwa in den Bereichen Big Data, künstliche Intelligenz oder Internet of Things. Inhaltlich sind keine Einschränkungen vorgesehen, das Ministerium zählt aber einige Bereiche beispielhaft auf: Landwirtschaft, digitale Events im Tourismus, Energie, Automatisierung in der Industrie oder mobile Diagnose- und Behandlungsgeräte für Notfallteams.

Gigabit Academy und GigaApp

Die Förderung besteht aus zwei großen Bereichen: Die Gigabit Academy soll mit Veranstaltungen, Workshops und individuelle Coachings den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch fördern. Die Academy wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 starten, Bewerbungen sollen für KMU und Startups noch heuer bei der FFG möglich sein. Der zweite Teil ist die finanzielle Förderung konkreter Umsetzungsprojekte zu Anwendungen für regionale Problemstellungen unter dem Titel BBA2030: GigaApp. Bis 2030 will die Bundesregierung laut Regierungsprogramm das Land flächendeckend mit Gigabit-Internet versorgt wissen.

„Unser Ziel ist es, Österreich als 5G-Vorreiterland zu positionieren. Dafür brauchen wir nicht nur die flächendeckende Versorgung mit Gigabitanschlüssen, sondern auch die Entwicklung von Anwendungen, die das Potenzial dieser leistungsstarken Netze voll ausschöpfen können – insbesondere in den Regionen, um deren Entwicklung zu unterstützen“, sagt Köstinger. „Innovative 5G-Anwendungen werden uns in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen das Leben erleichtern. In der Landwirtschaft ebenso wie im Tourismus oder auch im Energie- und Gesundheitsbereich. Darum haben wir das neue Gigabit-Förderpaket geschnürt. Ziel ist es, die Entwicklung solcher innovativen Anwendungen zu forcieren.“

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Flaggen Europa und USA
Bild: KI-generiert

Es sei einer der größten deutschen Exits der letzten Jahre, schreibt das Magazin Gründerszene mit Verweis auf Insider. Wie gestern verlautbart wurde, übernahm der US-KI-Riese OpenAI das Startup Ona mit Sitz im deutschen Kiel. Das 2020 gegründete Unternehmen ist auf sichere Cloud-Umgebungen für KI-Agenten im Coding spezialisiert. Das Service soll nun für OpenAIs Coding-Agenten Codex genutzt werden.

Holle: „Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI-Unternehmen der Welt brauchen“

Bisheriger Lead-Investor von Ona war Speedinvest. Für den Wiener VC ist es der zweite große KI-Exit innerhalb kurzer Zeit – brutkasten berichtete ausführlich über die Übernahme des Linzer Startups Emmi AI durch Mistral. „Europa fragt sich längst nicht mehr nur, welche Rolle es im KI-Zeitalter spielen wird. Die Übernahme des in Deutschland gegründeten Unternehmens Ona durch OpenAI zeigt: Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI-Unternehmen der Welt brauchen, um KI in die praktische Anwendung zu bringen“, kommentiert Speedinvest-CEO Oliver Holle.

Marktkonsolidierung oftmals als Verschiebung von Europa in die USA

Die Begeisterung beim Lead-Investor, der mit dem Deal vermutlich einen großen Return einfährt, ist nachvollziehbar. Freilich gibt es aber auch eine andere Lesart: Der Verkauf spezialisierter KI-Startups an die großen Player stellt eine massive Marktkonsolidierung dar, die sich in zahlreichen weiteren Exit-Deals der vergangenen Monate niederschlägt. Die wenigen globalen Giganten nutzen ihre Milliardeninvestments, um durch gezielte strategische Übernahmen auch die Nischen im KI-Bereich zu dominieren. Und das ist nicht in allen, aber in vielen Fällen eine Verschiebung von Europa in die USA.

Schneller Exit statt Folgefinanzierung

Im Lichte der Diskussionen um digitale Souveränität und die globale KI-Dominanz sollte einem diese Entwicklung zumindest zu denken geben. Einmal mehr liefert Europa Talent und starke Technologien, die, noch bevor sie eine kritische Größe erreichen, abfließen. Und der Grund dafür ist derselbe wie immer: mangelnde Folgefinanzierung im Heimatkontinent. Die nationale Begeisterung über den schnellen Exit währt dann meist nur kurz, bevor das Klagen über die US-Dominanz wieder weitergeht. Europäische und nationale Dachfonds, deren Volumina jenes einer einzelnen Investmentrunde für Anthropic, OpenAI und Co. bei weitem unterschreiten, werden das nicht lösen können.

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