01.03.2018

Hackathon: T-Mobile will St. Pölten zur Smart City machen

T-Mobile und FH St.Pölten veranstalten von 21. auf 22. März einen Hackathon an der FH. Er steht unter dem Motto "Smart Public Life".
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„Das Internet der Dinge (IoT) bietet ungeahnte Möglichkeiten für Anwendungen, die aus einer City eine Smart City und unser Zusammenleben angenehmer machen“ – das schreibt T-Mobile Austria in einem Beitrag zum „Smart Public Life“-Hackathon, der im März gemeinsam  mit der FH St. Pölten veranstaltet wird. Gesucht wird nach Ideen, Konzepten und Prototypen im IoT-Bereich. Diese sollen dann auch tatsächlich umgesetzt werden, um St. Pölten zur Smart City zu machen. Zudem winken den Teilnehmern Preisgelder.

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Ein MVP für ein lebenswerteres St. Pölten

Die konkrete Aufgabe, die T-Mobile Austria und die FH St. Pölten den Teilnehmern des Smart Public Life Hackathons stellen, lautet: „Entwickle innerhalb von 24 Stunden in Teams ein Minimum Viable Product (MVP), das das Leben der BürgerInnen von St. Pölten lebenswerter macht.“ Die Teilnehmer müssen dabei nicht professionelle Developer sein, sagen die Veranstalter.

Smart Public Life: Aus der Sicht der Bewohner

Bei den Anwendungen könne es sich um „alle möglichen und unmöglichen Lösungen“ handeln. Als Beispiele werden eine smarte, besonders ressourcenschonende Stadtbeleuchtung, ein innovatives Sharing-Modell für individuelle Verkehrsmittel oder auch ein Urban-Gardening-Projekt, das die Bewohner mit frischen Lebensmitteln von vor der Haustüre versorgt, gegeben. „Grenzen dabei sind nur die eigene Kreativität und die technischen Möglichkeiten von IoT. Und letztere haben nicht einmal ausgemachte Experten ansatzweise ausgelotet“, schreibt T-Mobile. Hilfreich sei dabei sicherlich die Fähigkeit, die Aufgabenstellung aus der Perspektive der Bewohner von St. Pölten oder einer Stadt ähnlicher Größe zu betrachten.

⇒ Programm, Details und Anmeldung zum Hackathon

Unterstützung durch Experten und „kinderleichte“ IoT-Boards

FH St. Pölten und T-Mobile Austria stellen den Teilnehmern Unterstützung durch Expertinnen und Experten zu Verfügung. Zusätzlich gibt es vor Ort eine Reihe an technischen Hilfsmitteln und Services. Etwa IoT-Boards mit einer Fülle an Sensoren, die angefangen von der Temperatur über die Beschleunigung bis hin zur Himmelsrichtung alles Mögliche messen können. „Mit diesen IoT-Boards (Calliope mini) können auch jene MVPs kinderleicht erarbeiten, die über keinerlei Programmierkenntnisse verfügen. Das Gerät ist für Schulkinder ab der 3. Klasse konzipiert und ermöglicht das Programmieren per Drag&Drop. Fortgeschrittene können freilich professionelle Sprachen wie Javascript oder C/C++ nutzen“, heißt es dazu.

3000 Euro für Platz 1

Für die ersten drei Plätz gibt es Geldpreise (1. Platz: 3.000,- Euro; 2. Platz: 2.000,- Euro; 3. Platz: 1.000,- Euro). Zudem sind Talent-Scouts von T-Mobile vor Ort, über die man Kontakte zum Unternehmen knüpfen kann. Die Anmeldefrist für den Hackathon am 21. und 22. März an der FH St. Pölten läuft noch bis zum 10. März. Bereits am 1. März kann man sich bei einem ersten Meetup einen Überblick über Technologien und Möglichkeiten verschaffen.

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⇒ Programm, Details und Anmeldung zum Hackathon

⇒ Auskünfte unter [email protected]

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Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

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