18.03.2021

Linzer Startup SlideLizard holt sechsstelliges Investment

SlideLizard macht aus PowerPoint eine interaktive und smarte Software. Damit hat das Startup nun auch Business Angels überzeugt.
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Die Gründer von SlideLizard mit ihren neuen Business Angels © SlideLizard
Die Gründer von SlideLizard mit ihren neuen Business Angels © SlideLizard

Das junge Linzer Unternehmen SlideLizard holt rund drei Jahre nach der Gründung Business Angels an Bord und sichert sich ein erstes Investment. Der Mehrfachgründer und CEO der Linzer ReqPOOL Gruppe, Florian Schnitzhofer, investiert gemeinsam mit dem ReqPOOL-Vertriebschef Christian Buchegger eine sechsstellige Eurosumme.

Die beiden Business Angels wollen sich auch stark mit Know-how einbringen: „In den letzten Jahren haben wir mit ReqPOOL bereits konsequent bewiesen wie internationales Wachstum aus Österreich erfolgreich funktionieren kann. Mit SlideLizard werden wir das nun auf globaler Basis wiederholen“, sagt Buchegger. Kennengelernt haben sich die Gründer und ihre neuen Angels im oberösterreichischen Startup-Inkubator tech2b.

Innovative Ergänzung für PowerPoint

Das Linzer Startup wurde Ende 2017 von Daniel Amerbauer und Jakob Mayer gegründet und bietet eine Präsentationssoftware an. Im Unterschied zu Cloud-Konkurrenten zu PowerPoint wie Presono, das ebenfalls aus Linz kommt, ist SlideLizard eine Ergänzung, die in das Präsentationsprogramm von Microsoft integriert wird.

“Vorträge haben sich in den letzten 20 Jahren kaum verändert. Mit der Softwarelösung SlideLizard denken wir das Thema Präsentationen innovativ und neu – setzen aber dennoch auf etablierte Werkzeuge wie Microsoft PowerPoint”, erklärt Amerbauer. Die Software lernt automatisch aus bereits gehaltenen Präsentationen und macht datenbasiert Vorschläge bei der Erstellung der nächsten Präsentation. So wird beispielsweise analysiert, wann verschickte Präsentationen geöffnet wurden und wofür sich Betrachter interessiert haben.

SlideLizard profitiert von Digital-Event-Boom

Das Startup hat von dem Digitalisierungs-Boom in der Coronazeit profitiert. Zum Einsatz kam das Tool etwa bei Hybridveranstaltungen – zu den Kunden zählen etwa DB Schenker, die voestalpine oder die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Unternehmen können SlideLizard als Einzel- oder Teamlizenz erwerben, während die Software privat kostenlos genutzt werden kann.

Die Software ist laut den Gründern bisher von „mehreren Tausend“ Vortragenden verwendet worden, die insgesamt mehr als 60.000 TeilnehmerInnen erreicht haben. SlideLizard bietet auch interaktive Elemente an und kann die Nutzung dieser Elemente messen – seit Beginn wurden Abstimmungen, Fragen oder Feedbacks demnach insgesamt 450.000 mal angeklickt.

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vlonru.: Franz Humer, Katrin Freihofner, Michael Hurnaus, Jeannette Gorzala, Monika Köppl-Turyna und Lukas Helminger | Collage brutkasten - (c) brutkasten / Straion / Tractive / Bild bereitgestellt / Weinwurm Fotografie / Taceo
vlonru.: Franz Humer, Katrin Freihofner, Michael Hurnaus, Jeannette Gorzala, Monika Köppl-Turyna und Lukas Helminger | Collage brutkasten - (c) brutkasten / Straion / Tractive / Bild bereitgestellt / Weinwurm Fotografie / Taceo

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von Mai 2026 „Die nächste Stufe“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Bei wem holt sich die heimische Innovationsszene ihre Inspiration? Wir haben bei einigen führenden Köpfen nachgefragt, wer sie in letzter Zeit besonders beeindruckt hat und warum.

Franz Humer, ehem. Agilox-Gründer und Co-Founder & CEO von novventos

Franz Humer | (c) brutkasten

Alex Zanardi. Er ist Anfang Mai von uns gegangen, am selben Tag wie vor 32 Jahren mein Jugend-Idol Ayrton Senna. Ich war 2001 am Lausitzring dabei, als Zanardi im Rahmen eines Indy-Car-Rennens bei einem Horror-Crash beide Beine verlor. Mit seinem unbändigen Lebenswillen blieb er Rennfahrer und wurde zu einem der erfolgreichsten paralympischen Athleten Italiens. Parallele im Startup-Leben: Nach jedem Rückschlag stärker zurückkommen – aus eigener Kraft.

Katrin Freihofner, Co-Founderin Straion

Katrin Freihofner | (c) Straion

Die Lebensgeschichte von Michèle Mouton beeindruckt mich immer wieder, weil sie als eine der wenigen Frauen im Rallye-Sport nicht nur mithielt, sondern gewann. Sie kombinierte technisches Verständnis mit kompromisslosem Wettbewerbsgedanken und wurde so zur Ausnahmeerscheinung in einer stark männerdominierten Branche. Ihre Karriere zeigt, wie Leistung bestehende Grenzen verschiebt.

Michael Hurnaus, ehem. Co-Founder & CEO Tractive

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Peter Steinberger. Er hat mittlerweile mehrfach bewiesen, wie man aus Österreich heraus wirklich erfolgreich sein kann. Diese Vorbildwirkung ist ein enormer Wert für die Gesellschaft und zeigt, dass AI nicht nur in den USA und in China passiert.

Jeannette Gorzala, Founderin & CEO Act.AI.Now

Jeannette Gorzala | Bild bereitgestellt

Stephanie Meisl. Sie ist eine österreichische Medienkünstlerin und Pionierin an der Schnittstelle von Kunst und KI. Mit Projekten wie „s.myselle“, „Schiele’s Ghost“ und „D#AVANTGARDE“ prägt sie den Diskurs über digitale Identität und Humanismus. Ihre Arbeiten verbinden Technologie, Gesellschaft und Medien und stellen zentrale Fragen nach Realität, Kontrolle und Menschlichkeit im digitalen Zeitalter. Als Vice Chair des Creative Industry Council prägt sie aktiv die Zukunft der Kreativwirtschaft.

Monika Köppl-Turyna, Direktorin EcoAustria

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Peter Steinberger. Er hat mich beeindruckt – nicht, weil er zu OpenAI gegangen ist, sondern weil er gegangen ist, obwohl er wusste, was ihn erwartet: Skepsis, Neid, Beschimpfungen. Statt sich anzupassen, hat er einfach weitergemacht; mit einer fast kindlichen Begeisterung für das, was er baut. Dieser Mut, die eigene Überzeugung über das bequeme Heimspiel zu stellen, ist selten – und hoffentlich ansteckend!

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Lukas Helminger | (c) Taceo

Astrid Woollard. Sie war hautnah dabei, als Ethereum seine ersten Schritte machte, und ist heute General Partner bei Smape Capital, einem der wenigen wirklich erfolgreichen Crypto-Fonds. Astrid bewegt sich wie kaum jemand sonst gleichermaßen souverän an der technologischen Frontier wie in der unternehmerischen Realität von Blockchain-Anwendungen – und obwohl sich in unserer Branche vieles oft zäh anfühlt, hat sie ihren Optimismus nicht verloren. Genau diese Mischung aus Tiefe, Erfahrung und Zuversicht inspiriert mich.

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