04.09.2023

Skilltree: Grazer HR-Software-Startup muss Konkurs anmelden

Das Grazer Startup Skilltree wollte sich mit seiner einfach zu bedienenden Skill-Management-Software von der Konkurrenz abheben.
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(c) Adobe Stock - Axel Bueckert

Die Startup-Insolvenz-Welle reißt nicht ab. Dabei macht sie auch vor der durch den Fachkräftemangel eigentlich begünstigten HR-Branche nicht Halt. Wie die Kreditschutzverbände verlautbaren, musste das 2018 gegründete Grazer Startup Skilltree (Blueroots Technology GmbH) heute Konkurs anmelden. Eine Fortführung des aktuellen Unternehmens ist damit ausgeschlossen, das Produkt könnte aber aus der Konkursmasse erworben und weiter betrieben werden.

„Überblick über alle Skills in der Organisation“

Skilltree wollte sich mit einer besonders intuitiven und einfach zu bedienenden Skill-Management-Software von der Konkurrenz in dem Bereich abheben – brutkasten berichtete. „Die Software verschafft einen Überblick über alle Skills in der Organisation, erlaubt eine schnelle Suche nach komplexen Skill-Profilen, und zeigt Informationen zum Interesse der Mitarbeiter, sich in bestimmten Bereichen weiterzubilden“, so die Erklärung des Startups.

Skilltree-Accounts nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für Mitarbeiter:innen

Im Gegensatz zu klassischer Skill-Management-Software wollte Skilltree aber nicht die zentrale Verwaltung, sondern die Mitarbeiter:innen per se ins Zentrum setzen. Jeder Mitarbeitende hat einen eigenen Account, um seine Fähigkeiten zu verwalten und seine Karriere zu planen – das sollte die HR entlasten und zugleich für aktuelle Daten sorgen. Dabei kamen unter anderem auch Gamification-Elemente zum Einsatz. Außerdem setzte das Grazer Startup bereits vor Jahren auf KI zur Unterstützung: „Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können nicht nur passende Teams agil zusammengestellt, sondern auch ganze Karrieren in der Organisation dynamisch geplant werden“, so Skilltree.

Der brutkasten fragte bei Skilltree per Mail um ein Statement zur Insolvenz an, insbesondere auch zur Frage, ob die Software in einer anderen Gesellschaft weitergeführt werden soll. Das ausführliche Statement haben wir in einem weiteren Artikel verarbeitet, der am 8. September erscheint.

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
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Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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