30.01.2026
PERSONALIE

Single Use Support: Tiroler Technologieunternehmen holt neuen CCO

Single Use Support verstärkt sein Führungsteam: Branchenveteran Davy De Wilde übernimmt ab Februar die Rolle des Chief Commercial Officer.
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Davy De Wilde | (c)Single Use Support

Das Tiroler Technologieunternehmen Single Use Support verstärkt sein Managementteam. Mit Februar 2026 soll Davy De Wilde die Rolle des Chief Commercial Officer (CCO) übernehmen und künftig die globale kommerzielle Strategie des Unternehmens verantworten.

Ausbau der kommerziellen Organisation

De Wilde bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Biopharma- und Life-Sciences-Industrie mit. Zuletzt war er in leitenden Positionen bei Sartorius Stedim Biotech tätig, wo laut LinkedIn zuletzt „Head of Sales & Service Bioprocess Solutions“ war.

In seiner neuen Rolle soll er bei Single Use Support den Ausbau der internationalen Marktpräsenz steuern, neue Wachstumspotenziale erschließen und bestehende Kundenbeziehungen weiterentwickeln.

„Ich freue mich sehr, einem derart schnell wachsenden Unternehmen beizutreten, das für seine herausragende Leistung, seine führenden Technologien sowie seine starke Menschenorientierung (…) anerkannt ist.“

Was Single Use Support macht

Single Use Support entwickelt und produziert Lösungen für den sicheren Transport, die Lagerung und das Handling sensibler biopharmazeutischer Wirkstoffe. Zum Einsatz kommen die Systeme unter anderem in der Zell- und Gentherapie sowie in der biopharmazeutischen Produktion.

Kern des Angebots sind sogenannte Single-Use-Systeme, die es ermöglichen, flüssige Wirkstoffe steril, temperaturkontrolliert und ohne Wiederverwendung von Behältern zu bewegen. Ziel ist es, Risiken entlang der Lieferkette zu minimieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Personalie im Kontext des Wachstumskurses

Im Mai 2024 erwarb die Novo Holding, Teil der Novo Nordisk Foundation, jenem Unternehmensnetzwerk hinter den bekannten Diabetes und Adipositas-Präparaten Ozempic, Saxenda oder Wegovy, die Mehrheit an dem Kufsteiner Unternehmen und forcierte die Beschleunigung der internationale Expansion (brutkasten berichtete).

„Ich freue mich sehr darauf, zum nächsten Kapitel des Unternehmens beizutragen, indem ich die in über 20 Jahren gewonnene Erfahrung einbringe und damit einen spürbaren Mehrwert für unsere Kund:innen schaffe“, so De Wilde. Seine Aufgabe sei es, diese Entwicklung auf globaler Ebene mitzugestalten.

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Links Mitgründer von NXAI Sepp Hochreiter und Mitte rechts CEO von Neura Robotics David Reger | (c) Neura Robotics / NXAI

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Daher arbeitet sein Unternehmen mit dem Linzer Startup NXAI an der Merkfähigkeit von Robotern. „Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, ergänzt Sepp Hochreiter, Gründer von NXAI.

Die Grundlage bietet Neura Robotics mit einem multimodalen Foundation-Modell, das Funktionen wie 3D-Sehen, Tastsinn und Audio mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Der Physical-AI-Stack von Neura Robotics wird mit einem xLSTM von NXAI, also einem künstlichen neuronalen Netz, verbunden. „xLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten“, sagt Hochreiter.

NXAI plant, ein eigenes Modell auf Basis der xLSTM-Architektur auf Neura Robotics‘ hauseigener Neuraverse-Plattform bereitzustellen. „Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere starke KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden“, erklärt Reger.

Gesteigerte Effizienz

Ein Roboter arbeitet in Schleifen und verarbeitet permanent Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen. Laut Neura Robotics braucht er dafür Gedächtnis auf zwei Ebenen: das Arbeitsgedächtnis und das episodische Gedächtnis. Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können und so aus der Erfahrung handeln.

Die Roboter der Zukunft

Langfristig möchten die beiden Firmen, dass Roboter nicht nur einzelne Fähigkeiten ausführen, sondern über die Zeit Erfahrung aufbauen. Fähigkeiten, die Roboter aus der Interaktion mit der realen Welt lernen, sollen verbessert und auf andere Maschinen und Umgebungen übertragen werden.

From Science to Business

NXAI, gegründet vor drei Jahren, ist ein Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Linz, das Lösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Die Firma versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie. So möchte sie die eigene KI-Forschung in marktreife Produkte überführen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen xLSTM-Modelle in den Bereichen Time Series und Robotics.

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