14.03.2024

Single Use Support: Tiroler Scaleup eröffnet Filiale an US-Ostküste

Von Tirol in die Welt: Das Kufsteiner Scaleup Single Use Support expandiert in den Bundesstaat Massachusetts.
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Markus Fürniß, Senior Director, Sales USA & Canada (l.), Bernhard Schlichtner, Chief Commercial Officer (m.), Christian Praxmarer, Chief Executive Officer (r.) von Single Use Support in Lexington. (c) Single Use Support

Die News rund um das Kufsteiner Scaleup Single Use Support häuften sich in den letzten Monaten: Mitte November 2023 wurde Christian Praxmarer zum neuen CEO. Zusammen mit Co-Gründer Johannes Kirchmair bildete er damit die Führungsspitze.

Seit vergangenem Dezember lässt das 2016 gegründete Kufsteiner Unternehmen die heimische Startup-Szene auf einen potenziellen Milliarden-Exit warten – brutkasten berichtete. Im Dezember 2023 äußerte nämlich der Laborausrüster Sartorius Interesse an einer Übernahme.

Single Use Support entwickelt und erzeugt mechatronische High-Tech-Anlagen für die Pharmaindustrie. Rund um das Gründerteam Johannes Kirchmair und Thomas Wurm spezialisiert man sich auf eine Komplettlösung für den Umgang mit Flüssigarzneimitteln. Selbst bezeichnet sich Single Use Support als „Experte für Flüssigkeits- und Kühlkettenmanagement“.

Tiroler Startup nun an US-Ostküste

Mittlerweile entwickelt das Unternehmen nicht nur Lösungen für Global Player der Biopharma-Industrie, sondern ist auch selbst einer: Mit dem heutigen Donnerstag verkündet das Kufsteiner Unternehmen seine Filial-Eröffnung an der US-amerikanischen Ostküste: In seiner neuen Niederlassung in Lexington, Massachusetts, soll es neben einem Produkt-Showroom auch eine Basis für den Ausbau des US-Personals geben.

Das Scaleup selbst bezeichnet den Standort als „strategisch günstig“ – nämlich in der Nähe des Pharmaziezentrums der Metropole Boston. Damit will Single Use Support sein „Bestreben unterstreichen, weiter zu expandieren und die Effizienz und Produktqualität in der biopharmazeutischen Produktion zu verbessern“.

Mit neuer Filiale wird Belegschaft erweitert

Neben der Büroeröffnung soll das Kufsteiner Scaleup auch sein US-amerikanisches Vertriebs- und Serviceteam um Expert:innen „für Auftragsmanagement und Automatisierung erweitert“ haben, heißt es. Damit soll die Versorgung bestehender und potenzieller Kund:innen verstärkt werden.

Indes berichtet Single Use Support von einer 70-prozentigen Steigerung der nicht-Covid-bezogenen Umsätze bis zum Jahr 2023 – auch hier berichtete brutkasten bereits zu Jahresbeginn. Die Mitarbeiterzahl soll sich in den letzten sechs Monaten um 40 Prozent erhöht haben.

Single Use Support schon in Texas präsent

Sein USA-Debüt feiert Single Use Support damit allerdings nicht: Die Lösungen des Kufsteiner Scaleups sind bereits in Houston im US-Bundesstaat Texas im Einsatz. Die Flüssigkeits- und Kühlkettenmanagement-Einheiten des Startups sind Teil eines Herstellerprogramms von mRNA-Impfstoffen, das in Zusammenarbeit mit dem National Center for Therapeutics Manufacturing und der Texas A&M University durchgeführt wird.

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Die Adspresso-Geschäftsführer (v.r.) Daniel Muftić und Marcus Schnellinger © Adspresso

Rund 30 Stunden aktive Arbeitszeit fallen laut Adspresso bei der Besetzung einer offenen Stelle an. Diesen Aufwand will das Welser Startup auf unter eineinhalb Stunden senken, also um 95 Prozent. Erreichen wollen die Gründer Daniel Muftić und Marcus Schnellinger das mit TalentBlend, einer KI-Plattform für die Fachkräftegewinnung. Ein erstes Modul ist nun als Prototyp bei einem Testkunden im Einsatz.

Vom Agenturgeschäft zur Software

Hinter TalentBlend steht ein Verfahren, das Adspresso bisher als Agenturleistung manuell umsetzt. Unternehmen werben dabei Fachkräfte über Active Sourcing, Werbeanzeigen auf Meta, TikTok, Google und LinkedIn sowie ein kurzes Bewerbungs-Quiz an. Telefonisch werden die Kandidat:innen anschließend vorqualifiziert. Angesprochen werden sollen vor allem wechselbereite Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobbörsen suchen. Als Zielgruppe nennt Adspresso Industrie und Mittelstand. Ihr Know-how bringen Muftić und Schnellinger aus früheren Marketing- und Recruiting-Jobs bei Resch&Frisch und BRP-Rotax mit.

Ein Modul live, zwei in Entwicklung

Die Software besteht aus drei Bausteinen. Am weitesten ist die sogenannte „Creative Engine“. Sie soll aus der Stellenausschreibung sowie Foto- und Videomaterial des Betriebs automatisiert die Werbemittel einer Kampagne erstellen, inklusive CI-Vorgaben und arbeitsrechtlichen Anforderungen. „Was früher Tage an Abstimmung und Gestaltung gebraucht hat, entsteht heute aus Stellenausschreibung und Bildmaterial in einem automatisierten Ablauf“, sagt Schnellinger. Beim Testkunden, einem Industriebetrieb, verkürzt sich die Kampagnenerstellung laut Adspresso bisher um rund 40 Prozent.

Ein zweites Modul, eine Voice AI, soll innerhalb einer Minute nach Bewerbungseingang ein strukturiertes Erstgespräch führen. Fragen zu Alter, Herkunft oder Gesundheit sollen dabei technisch ausgeschlossen sein. Ein erster Prototyp konnte die Vorqualifizierung laut dem Unternehmen jedoch noch nicht verlässlich übernehmen. „Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir noch einmal in die Grundlagenarbeit gehen müssen“, so Schnellinger. Ebenfalls in Entwicklung ist ein Dashboard, das Kandidat:innen nach Qualifikation aufbereiten soll.

Niedriger sechsstelliger Betrag gesucht

Finanziert wurden die bisherigen Prototypen aus dem laufenden Agenturgeschäft. Dessen Monatsumsatz liegt laut Adspresso bei rund 25.000 Euro. Für die weitere Entwicklung, insbesondere der Voice AI, benötigt das Startup nun zusätzliche Mittel. Kalkuliert wird mit einer niedrigen sechsstelligen Summe, Gespräche mit Förderstellen und Kapitalgebern laufen nach Angaben der Gründer bereits. Langfristig soll TalentBlend zu einem eigenständigen SaaS-Produkt werden, das Betriebe selbst bedienen können. Einen Termin für den Marktstart nennt Adspresso noch nicht, dieser hänge vom Verlauf der Finanzierung ab.

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