06.05.2025
UNTER EINER BEDINGUNG

SimVenture bekommt 2m2m-Investment-Zusage über eine Million Euro

Der Körper macht, was der Kopf erwartet: Mit diesem Konzept will das Startup SimVenture aus Grieskirchen Flugsimulatoren neu denken.
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SimVenture: CEO Georg Schmiedl und Gründer Norman Eisenköck
SimVenture: CEO Georg Schmiedl und Gründer Norman Eisenköck | Foto: SimVenture

Noch einmal tief Luft holen, dann springt er, stürzt in die Tiefe – und hebt ab. Er manövriert sich durch Schluchten, vorbei an Felsvorsprüngen, steigt über Wälder auf. Bis die Simulation vorbei ist. Solche Flüge in die Virtual Reality will SimVenture in Zukunft vielen ermöglichen. Das Startup arbeitet an einer Full Body Integration, das heißt, der Mensch baumelt in der Apparatur. Das soll sein Gehirn überzeugen: Der Körper fliegt wirklich. Als CEO und Co-Founder an der Spitze des Unternehmens: Jollydays-Gründer Georg Schmiedl. Sein Team bekommt in der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ eine Investment-Zusage über eine Million Euro.

Flugsimulator gibt motorisches Feedback

Gründer Norman Eisenköck hat ihn 2023 an Bord geholt. Eisenköck selbst, ein Mann, der früher Simulatoren für Jet- und Hubschrauberpiloten baute, tüftelt seit der Gründung 2021 am virtuellen Flugerlebnis. Womit sich das Startup hervorheben will? Motion Sickness soll komplett eliminiert werden.

Das soll gelingen, indem der gesamte Körper Teil der Simulation wird. Der Mensch hängt frei in der Vorrichtung, sein Simulatoranzug ähnelt einem Wingsuit. Pilot:innen sollen den Flug über Körperbewegungen steuern können, motorisches Feedback spüren sie sofort. VR-Brille, Sound, Wind, Gerüche sowie Wärme und Kälte sollen das Erlebnis der Realität so nahe bringen wie möglich. „Dein Körper macht genau das, was dein Kopf erwartet“, erklärt CEO Schmiedl im Gespräch mit brutkasten. Mehr als 100 Personen haben bis jetzt an Testflügen im Linzer Designstudio teilgenommen.

SimVenture-Gründer Norman Eisenköck im Testflug
SimVenture-Gründer Norman Eisenköck im Testflug | Foto: SimVenture

2m2m-Investment an Bedingung geknüpft

Laut Schmiedl ist das erste Produkt, der WingSim, marktreif. Finanziert haben die Entwicklung einige Förderungen, von tech2b und der FFG, eine stille Beteiligung der oberösterreichischen KGG UBG, Mietzuschüsse der Stadt Linz und 250.000 Euro Investment einer Privatperson.

In der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ haben nun Matthias Muther und Andreas Jäger zugesagt, jeweils 500.000 Euro in das Startup investieren zu wollen. Die beiden Investoren haben den Deal allerdings an eine Bedingung geknüpft. „Sie haben gesagt, dass wir den WingSim verkaufen müssen und da sind wir gerade dran“, sagt Schmiedl. Fünf verkaufte Produkte sollen es insgesamt sein. Für den Markteintritt fehlt aber noch immer Geld.

Der soll übrigens gar nicht primär in Österreich erfolgen. Stattdessen zielt SimVenture auf Märkte in Asien, USA und dem Nahen Osten. Die Eintrittskarten sollen sozusagen weitere Investor:innen finanzieren. SimVenture sucht sie gerade – und befindet sich in Gesprächen, laut Schmiedl sieht es vielversprechend aus.

Extremsport-Simulationen

Neben dem Wingsuit-Fliegen sind auch andere Anwendungen denkbar. „Wenn der ganze Körper zum Teil der Sportsimulation wird, gibt es Weniges am Markt, das wirklich gut funktioniert“, sagt Schmiedl. Drei Simulator-Basen sind dafür in Arbeit: der WingSim, die horizontale für Flüge à la Iron Man, Tauchgänge und Ski-Experimente in der Luft. Dazu kommen in Zukunft eine schräge Rampe fürs Downhill-Biken und ein Hightech-System mit hydraulischem Arm, das Surfen und Skifahren in voller Bewegungsfreiheit simuliert – Sprünge, Powder, alles soll drin sein. Auch ein Einsatz in der Reha wäre laut Schmiedl möglich.

Aber bevor das zur Realität wird, muss der WingSim in den Verkauf. Der Plan: Das Modell auf den Leitmessen der Branche präsentieren, jenen der International Association for Amusement Parks and Attractions (IAAPA). „Wir haben sogar eine Einladung bekommen. Aber damit wir diese Messen bespielen können, ist mehr Geld notwendig“, sagt Schmiedl. Aktuell sieht es aber gar nicht so schlecht aus – auf Messen in Riad und Dubai ist der Co-Founder mit seinem Team bereits vertreten.

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Über das Vermögen der Grazer EET – Efficient Energy Technology GmbH wurde am 26. Juni 2026 ein Konkursverfahren am Landesgericht Graz beantragt, das am 30. Juni offiziell eröffnet wurde. Das Unternehmen war auf Batterie-Energiespeichersysteme sowie Energiemanagement-Technologien im Bereich Plug-in-BESS spezialisiert.

Bekannt wurde EET unter anderem durch ein intelligentes Energiesystem für Haushalte sowie die Entwicklung einer sogenannten „Virtual Meter“-Technologie. Die Gesellschaft wurde ursprünglich im Jahr 2017 als Spinoff der TU Graz im Bereich Energiespeichertechnologie gegründet.

EET mit Millionen-Investment 2023

Das Startup hatte im Jahr 2023 eine Series-A-Finanzierungsrunde über rund 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt waren damals etwa Statkraft Ventures, der Junction Growth Investors Fund sowie Green Fortress Capital. Die Finanzierung sollte unter anderem die Weiterentwicklung der Speichertechnologie und den Marktausbau unterstützen.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 95 Gläubiger:innen sind vom Verfahren betroffen. Die Aktiva werden mit etwa 341.000 Euro beziffert, während die Passiva bei rund 1,078 Mio. Euro liegen. Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von rund 5,3 Mio Euro.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Mark Reijerkerk. Zum Gesellschafterkreis zählen unter anderem Christoph Grimmer, Stephan Weinberger, Klaus Fronius, Michael Koncar, Robert Wutti und Wolfgang Glasl sowie die Investoren Statkraft Ventures AS, der Junction Growth Investors Fund und die Green Fortress Capital GmbH.

„Strukturelle Herausforderungen“

Als Ursache der wirtschaftlichen Schieflage nennt das Unternehmen insbesondere strukturelle Herausforderungen im Markt für Plug-in-BESS-Systeme. Bereits 2024 sei es infolge von Lieferkettenproblemen und starkem Wettbewerb zu einer Verschlechterung der Ertragslage gekommen. Insbesondere der Preisdruck durch internationale Anbieter habe das Geschäftsmodell belastet.

Im Herbst 2025 erfolgte eine strategische Neuausrichtung hin zur Lizenzierung der eigenen „Virtual Meter“-Technologie. Parallel wurde ein M&A-Prozess gestartet, um einen strategischen Investor zu finden. Diese Gespräche konnten jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Keine Sanierung

Eine Fortführung des Unternehmens ist aufgrund der Einnahmensituation nicht möglich. Laut Angaben der Kreditschützer liegt kein Sanierungsplan vor; das Konkursverfahren zielt auf die Schließung und vollständige Abwicklung des Unternehmens ab.


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