02.05.2025
KI

Simbly.ai: Wiener KI-Startup machte bisher 140.000 Euro Umsatz

Simbly.ai will es Gründer:innen einfacher machen: Mit einer eigens entwickelten KI-basierten Plattform verspricht Simbly.ai, professionelle Businesspläne in kurzer Zeit zu erstellen. Kürzlich war das Startup bei "2 Minuten 2 Millionen" zu Gast. brutkasten hat bei Gründer Dragan Komsic nachgefragt.
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Gründer von simbly.ai, Dragan Komsic
Gründer von simbly.ai, Dragan Komsic (c) simbly.ai

Das seit April 2024 als GmbH eingetragene Wiener Startup simbly.ai möchte Gründer:innen das Leben erleichtern: Die automatische Erstellung von Businessplänen soll Zeit und Energie sparen und dadurch mehr Kapazitäten für Gründer:innen schaffen (brutkasten berichtete). Dies geschieht KI-basiert auf Basis der individuellen Eingaben der Nutzer:innen. Laut dem Unternehmen soll so eine Zeitersparnis von bis zu 95 Prozent möglich werden.

Seit dem Start im Herbst 2023 hat simbly.ai das Tool noch weiter entwickelt: Die Website umfasst jetzt ein vollständiges Finanzplanungs-Tool, einen KI-Schreibassistenten sowie die Erweiterung des Zielkundenkreises. Gründer Dragan Komsic: „Jeder Gründer kann mit simbly innerhalb von zwei Stunden, ohne Vorkenntnisse, einen fertigen und bankkonformen Businessplan erstellen. So ermöglichen wir es Gründern, sich voll auf die Entwicklung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren, statt sich mit Bürokratie und Textarbeit aufzuhalten.“

Die Anwendung sei einfach, so Komsic: über ein klar strukturierte Formular, das Schritt für Schritt durch die Geschäftsidee führt, könne der Businessplan erstellt werden. Die Gründer:innen beschreiben das Unternehmen, die Preise, Mengen, Kosten sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Die Daten fließen dann direkt in die KI ein, die in wenigen Minuten einen professionellen Text erstellen würde, heißt es. Parallel dazu erstellt die Software einen vollständigen Finanzplan für die nächsten fünf Jahre.

Zwei Bezahlmodelle für verschiedene Bedürfnisse

Auf brutkasten-Nachfrage erzählt Michael Pilgram vom Geschäftsmodell: Es gibt zwei Möglichkeiten, mit der Software zu arbeiten. Die Einmal-Bezahl-Variante, bei der Gründer:innen für ihr eigenes Unternehmen einen Businessplan erstellen und einmalig dafür bezahlen.

„Wir konnten nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, dass man über längere Zeit in einem Abomodell feststeckt, obwohl man es nur einmal benützt“, so Michael Pilgram von simbly.ai. Das zweite Modell ist für Unternehmensberater:innen, die 10 bis 20 Businesspläne pro Jahr erstellen müssen. Das läuft dann auf Abonnement-Basis, so Pilgram.

Bisher 140.000 Euro Umsatz

Seiet dem Start der Software im Herbst 2023 hat Simbly.ai bisher etwa 140.000 Euro Umsatz generiert. Die Summe kommt aus den rund 1.200 erstellten Businessplänen zustande. Laut Dragan Komsic kommen derzeit monatlich rund 200 neue User:innen dazu.

Die größte Nachfrage sei laut Komsic in den Bereichen Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistungen: „Gerade dort funktioniert unser Konzept extrem gut, weil Gründer oft keine detaillierte betriebswirtschaftliche Erfahrung haben, aber ihre Geschäftsidee ganz genau verstehen und umsetzen wollen“.

Kürzlich war Simbly.ai nun auch bei der Puls4-Sendung „2 Minuten 2 Milionen“ zu Gast. „Wir haben rund eineinhalb Monate intensiv mit einem professionellen Pitch-Trainer gearbeitet, unseren Pitch mehrfach geprobt und durch Feedback optimiert. Außerdem haben wir ein eigenes Bühnenbild entworfen, um unsere Präsentation bestmöglich zu unterstützen. Viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt“, so Komsic. Ausgestrahlt wird die Folge am 6. Mai.

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD

„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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