30.04.2025
FORSCHUNG

Silicon Austria Labs wird Teil der neuen EU-Chips-Designplattform

Ein europäisches Konsortium schafft mit der EU-Chips Designplattform einen niederschwelligen Zugang zu Chipdesign-Tools sowie Know-How und Kapital. SAL übernimmt dabei zentrale Aufgaben und will damit die österreichische Halbleiterszene stärken.
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SAL ist Teil eines Konsortiums aus 12 Partnern, das den Start der EU-Chips-Designplattform vorbereitet. © imec
SAL ist Teil eines Konsortiums aus 12 Partnern, das den Start der EU-Chips-Designplattform vorbereitet. © imec

Silicon Austria Labs (SAL) ist ein österreichisches Forschungszentrum für elektronikbasierte Systeme, brutkasten hat bereits berichtet. Das 2018 gegründete Zentrum betreibt kooperative Forschung in Bereichen wie Sensorik, Leistungselektronik, eingebettete Systeme und Wireless-Kommunikation.

Markt soll vereinfacht werden

Im Rahmen des EU Chips Act startet eine neue Designplattform, die vor allem fabless Startups (also jene ohne eigene Fertigungsstätten) und KMU ohne eigene Fertigung in die Lage versetzen soll, moderne Halbleiterlösungen zu entwickeln. Die Plattform wird von einem Konsortium aus zwölf renommierten Forschungs- und Innovationspartnern unter der Leitung des belgischen Forschungszentrums imec organisiert.

Durch die Designplattform soll der Zugang zu Halbleiterdesign radikal vereinfacht werden. Die nötigen Ressourcen sollen über eine cloudbasierte, virtuelle Umgebung abrufbar sein.  Mit der Plattform sollen insbesondere junge, innovative Unternehmen angesprochen werden, die bisher durch hohe Eintrittsbarrieren vom Markt ausgeschlossen waren. Dazu zählt beispielsweise fehlendes Kapital oder mangelndes Design-Know-how.

SAL federführend

„Die EU-Chips-Designplattform wird den Zugang zu IC-Design und -Herstellung revolutionieren und Kosten- und Wissensbarrieren abbauen. Die Rolle von SAL besteht darin, wirksame und nachhaltige Strategien umzusetzen, um sicherzustellen, dass die Plattform nahtlos funktioniert – vom Systemkonzept bis zum Siliziumprodukt“, sagt Emanuele Bottino, Senior Staff Research Engineer und Projektleiter bei SAL.

SAL will durch die Teilnahme am Programm die österreichische Halbleiterszene fördern. Das österreichische Forschungszentrum sei maßgeblich am gesamten Aufbau der Plattform beteiligt. Außerdem ist SAL mitverantwortlich für die Auswahl der Nutzer:innen, so heißt es in der Aussendung. Außerdem bietet SAL Support und Schulungen an und stellt Open-Source-Tools bereit.

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Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda (c) Bitpanda
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Bitpanda gab heute bekannt, dass CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad im ersten Quartal 2027 zurücktreten wird. Bis zu seinem Ausscheiden bleibt er CEO und wird das Unternehmen weiterhin leiten. Danach wechselt er zur Erste Group, wie CEO Peter Bosek per LinkedIn-Post bekannt gibt. Der Bitpanda-Verwaltungsrat hat laut Aussendung eine strukturierte Suche nach Enzersdorfer-Konrads Nachfolge eingeleitet, bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigt werden.

Bitpanda: Trummer als Co-CEO

Als Co-Founder und Chief Scientist bringt Christian Trummer Erfahrung in der Entwicklung der Plattform und Technologie ein, die Bitpandas Strategie zugrunde liegen. Er soll den Fokus auf Produktqualität zusätzlich schärfen, während Bitpanda die Weiterentwicklung des Multi-Asset-Angebots über Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle hinweg und den Ausbau seiner Infrastruktur für Finanzinstitute vorantreiben möchte, wie es per Aussendung heißt.

Eric Demuth, Executive Chairman und Präsident des Verwaltungsrats von Bitpanda zu den Vorgängen: „Lukas hat entscheidend dazu beigetragen, Bitpanda breiter aufzustellen und ein starkes Fundament für die Zukunft zu schaffen, und ich danke ihm für sein Engagement. Mit Christian als Co-CEO starten wir aus einer starken Ausgangsposition in die nächste Wachstumsphase und konzentrieren uns noch intensiver auf das, was uns zur bevorzugten Plattform für Millionen von Nutzern in Europa und zu einem verlässlichen Partner für Finanzinstitute weltweit macht.“

Enzersdorfer-Konrad zur Erste Group

Enzersdorfer-Konrad kommentiert wie folgt: „Meine Entscheidung, nächstes Jahr zurückzutreten, ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben, und werde Bitpanda bis zu meinem Ausscheiden weiterhin mit vollem Einsatz führen. Ich freue mich darauf, unsere Strategie gemeinsam mit Christian und unseren Teams voranzutreiben.“

Bei seiner neuen Rolle bei der Erste Group wird er konzernweit die Verantwortung dafür übernehmen, eine integrierte Strategie für Asset Management und digitales Investieren in den acht Kernmärkten der Erste Group und für deren 23 Millionen Kunden voranzutreiben, heißt es per offiziellem Statement.

„Vom Sparen zum Investieren“

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, Lukas für die Erste Group zu gewinnen. Er verkörpert den Pioniergeist und bringt umfassende Expertise darin mit, das Investieren einfacher und zugänglicher zu machen – ein entscheidender Faktor, um die nächste Generation von Anlegerinnen und Anlegern zu erreichen“, sagt Peter Bosek. „Junge Menschen beginnen früher und investieren aktiver als frühere Generationen. Ein Grund dafür ist das wachsende Bewusstsein dafür, dass sie ihre finanzielle Zukunft selbst absichern müssen. Da sich ihre Erwartungen laufend weiterentwickeln, muss auch unser Angebot mit ihnen wachsen. Lukas wird eine zentrale Rolle dabei spielen, unser Angebot in all unseren Märkten intuitiv und attraktiv zu gestalten und mehr Menschen in Mitteleuropa dabei zu unterstützen, den Schritt vom Sparen zum Investieren zu machen.“

„Lukas Enzersdorfer-Konrad hat in den vergangenen acht Jahren aus erster Hand erlebt, wie schnell sich die Erwartungen der Menschen an das Investieren verändern können, wenn man es einfach, transparent und zugänglich gestaltet“, so Bosek weiter: „Die Erste Group verfügt über etwas, das nur wenige Institutionen in diesem Bereich bieten können: direkte und vertrauensvolle Beziehungen zu 23 Millionen Kunden sowie mit George über eine der meistgenutzten Banking-Plattformen Europas.“

Das sagt Bitpandas CO-CEO

Christian Trummer, nun CO-CEO, kommentiert gegenüber brutkasten: „Vor zwölf Jahren haben wir Bitpanda mit einer einfachen Überzeugung gegründet: Investieren soll einfacher und zugänglicher sein. Ich freu mich diese Rolle zu übernehmen und werde noch mehr Fokus auf unsere Produktqualität legen. Wir müssen eine Multi-Asset-Plattform sein, die jeder liebt.“

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