03.04.2019

Neues Führungsteam beim Online-Marktplatz Shpock

Fünf Frauen und vier Männer bilden das neue Management-Team des Online-Marktplatzes Shpock. Außerdem wurde die Struktur des Unternehmens verändert.
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Shpock
(c) Shpock

Der Online-Marktplatz Shpock hat sich neu strukturiert und Anfang April das neue Führungsteam rund um den Spanier Esteve Jané präsentiert. Das neue Management des Unternehmens besteht auf fünf Frauen und vier Männern, darunter befinden sich Teammitglieder der ersten Stunde ebenso wie externe Neubesetzungen.

+++Feedback-Tipps von Shpock-Gründer Armin Strbac+++

Das Gründer-Duo von Shpock, Katharina Klausberger und Armin Strbac, hatten bereits  2017 die Geschäftsführung abgegeben. Zum neuen Management-Team gehören nun neben Esteve Jané (CEO) Rasika Krishna-Schmid (Chief Product Officer), Sandra Weber (Chief Community Officer), Stefan Lingler (Chief Technology Officer), Maria José Freijedo (Chief Financial Officer (Interim)), Alexandra Kleemann (Head of Marketing), Gerhard Kreuch (Head of HR), Flora Gall (Head of Strategy & Business Development) und Nemanja Dubravac (Senior Staff Software Engineer).

Esteve Jané ist im Herbst vergangenen Jahres als neuer Geschäftsführer in das Unternehmen gekommen. „Bei der Bestellung des neuen Management-Teams lag vor allem die interne Weiterentwicklung im Fokus – mit dem gesammelten Wissen der letzten Jahre und der neuen strategischen Ausrichtung sind wir fit für die Zukunft“, sagt der CEO.

Lean Development bei Shpock

Das bedeutet konkret, dass sich Shpock nun als „produktzentriertes Unternehmen“ definiert: Ergänzend zur Einstellung des neuen Chief Product Officers wurde die Lean Development Methode eingeführt. Das rund 40-köpfige Entwickler-Team ist nun in eigenständige “Squads” organisiert, wodurch neue Features rascher umgesetzt werden sollen. Das neue Management-Team hingegen wird den Fokus in den kommenden Monaten auf die Bereiche Monetarisierung und Sales legen. Der Plan ist, noch in diesem Jahr die Gewinnschwelle zu überschreiten.

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Das unbemannte Überwasserfahrzeug Variant 7 von Blue Ops, der Marine-Sparte von Red Cat. Laut Red Cat wird es von einem Motor von Steyr Motors angetrieben | © Red Cat Holdings / Blue Ops

Der US-Drohnenspezialist Red Cat Holdings (NASDAQ: RCAT) will die Steyr Motors AG übernehmen. Wie Red Cat am Montag mitteilte, legt das US-Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien vor. Der Angebotspreis soll 39 Euro je Aktie in bar betragen, ein Aufschlag von 28,9 Prozent auf den Schlusskurs vom 16. Oktober. Steyr Motors zählt zu Europas führenden Herstellern von Hochleistungsmotoren für Defense-Spezialfahrzeuge und maritime Anwendungen sowie von Hilfsaggregaten für Kampfpanzer und Lokomotiven. Red Cat bietet Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit an, darunter auch unbemannte Wasserfahrzeuge.

Ganz neu ist die Annäherung nicht: Beide Unternehmen hatten bereits unverbindliche Gespräche geführt, die im Juli 2026 beendet wurden. Nun wurden sie laut Aussendung wieder aufgenommen und haben zu einem vollständig finanzierten Barangebot geführt.

B&C und Cassutti dienen an

Die Ankeraktionärin B&C Holding Österreich GmbH hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre rund 15 Prozent am Grundkapital anzudienen. Auch CEO Julian Cassutti will seine eigenen Steyr-Aktien im Rahmen des Angebots andienen. Der Vollzug setzt voraus, dass Red Cat zum Ende der Annahmefrist mindestens 50 Prozent plus eine Aktie hält; zudem sind behördliche Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und dem Vereinigten Königreich erforderlich. Die Annahmefrist soll am 18. Dezember 2026 um 17:00 Uhr MEZ enden.

Red Cat will Steyr Motors laut Aussendung als österreichisches Kompetenzzentrum erhalten und ausbauen. Die Belegschaft soll bleiben, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung verbleiben am Standort. „Wir sehen Österreich als zentral für die Zukunft des Unternehmens”, erklärt Red-Cat-CEO Jeff Thompson. Cassutti, der 2022 als CEO eingestiegen war und unter dem 2024 der Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte, spricht vom nächsten Kapitel der Unternehmensentwicklung: „Zugleich steht Red Cat uneingeschränkt hinter unserem Standort und unseren Mitarbeitenden.” Der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Rolf Wirtz beurteilt die Transaktion vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage positiv.

Einordnung: Viel Absicht, wenig Garantie

Mit Steyr Motors würde ein Zulieferer für Kampfpanzer, Militärfahrzeuge und Marineanwendungen in den Besitz eines US-Unternehmens übergehen, Behörden in vier Ländern müssen zustimmen. Das Standortbekenntnis ist in der Aussendung als Absicht formuliert, eine vertragliche Garantie nennt sie nicht; das mittelfristige Potenzial von Steyr als europäischer Ankerpunkt will Red Cat erst „prüfen”. Und mit den rund 15 Prozent der B&C ist die Schwelle von 50 Prozent noch nicht erreicht. Bis Mitte Dezember bleibt der Ausgang offen.

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