10.11.2020

Shöpy: Grazer Startup-Onlineshop startet nun auch in Deutschland

Im ersten Lockdown startete Shöpy seinen Onlineshop nur für Startup-Produkte in Österreich. Nun im zweiten Lockdown folgt die Expansion nach Deutschland.
/artikel/shoepy-de-startup-produkte-onlineshop
Shöpy: Gründer Christian Pittner - Exit an Niceshops
(c) Shöpy: Gründer Christian Pittner

So mancher fühlte sich im ersten Lockdown, als der Startup-Produkte-Onlineshop Shöpy launchte, an den Namen des mäßig erfolgreichen Post-Onlineshops Shöpping erinnert. Das „Ö“ macht die Sache eben sehr österreichisch. Eigentlich, denn das Duo hinter der Plattform, Christian Pittner und Thomas Leskowsky, lässt sich von einem Buchstaben nicht davon abhalten, nach Deutschland zu expandieren.

Heute erfolgte der Launch im großen Nachbarland. Auch auf shoepy.de sollen ausschließlich Startup-Produkte angeboten werden. Damit wolle man den kleinen Unternehmen auch die Mühen eines eigenen Onlineshops abnehmen, heißt es vom Grazer Startup. Für diese ist die Nutzung der Plattform kostenlos. „Gestartet sind wir mit einer Hand voll Produkten von Startups, die ich persönlich kannte und binnen weniger Monate sind wir rasant auf mehr als 600 Produktvariationen gewachsen“, erzählt Gründer Pittner.

Shöpy-Co-Founder: „Bitte bestellen Sie für Weihnachten nicht bei Amazon“

Neben den üblichen Produktkategorien kann auch nach Produkten der Startup-Shows „Die Höhle der Löwen“ und „2 Minuten, 2 Millionen“ gefiltert werden. „Durch die starke Serverstruktur hat es auch während der Ausstrahlung präsentierender Startups noch keine einzige Überlastung gegeben“, betont man bei Shöpy.

Als großen Konkurrenten sieht man beim Grazer Startup, wie schon im Frühling kundgetan, übrigens den überlegenen Weltmarktführer Amazon. Leskowsky versucht es in einer Aussendung mit einem klassischen Appell: „Bitte bestellen Sie für Weihnachten nicht bei Amazon sondern bei einem regionalen Startup auf shoepy.de“.

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© Rollz International / Pexels

„Der Spagat zwischen Karriere und der Betreuung von Angehörigen betrifft in Österreich derzeit rund 400.000 Erwerbstätige“, erklärt Mitgründer von because we care Andreas Gruber. Bis zum Jahr 2050 soll fast jede fünfte erwerbstätige Person eine Pflegeverantwortung übernehmen müssen, fügt er hinzu. Um diesen wachsenden Druck auf Mitarbeitende und Unternehmen abzufedern, positioniert sich „because we care“ als digitale Informationsplattform für Arbeitgeber:innen.

Das Kernprodukt mit bald 200.000 Zugriffsberechtigten hilft pflegenden Angestellten dabei, sich im hochkomplexen heimischen Pflegesystem zurechtzufinden, Anträge zu stellen und entlastende Schritte einzuleiten. Es gehe laut Gruber darum, sich mit Angehörigen auf das Alter vorzubereiten, „lange bevor jemand zu Hause die Treppe runtergefallen ist“. Ursprünglich unter dem Dach der Organisation „Austria Assisted Living“ angesiedelt, agiert die Plattform seit Ende 2024 als eigenständige GmbH, um den wachsenden Markt gezielter zu adressieren.

Branchenübergreifende Nutzungsrate von zehn Prozent

Wie Gründer Andreas Gruber im Gespräch erklärt, verzeichne man bei den teilnehmenden Unternehmen branchenübergreifend eine stabile Nutzungsrate von etwa zehn Prozent. Dies sei für ihn ein klares Indiz, dass das oft unter der Oberfläche schwelende Thema Angehörigenpflege in der Arbeitswelt „voll präsent“ sei. Bislang lag der Fokus der Plattform vor allem auf Lotsenfunktionen für akut Betroffene.

Im September erweitert das gebootstrappte Startup das Angebot jedoch um ein Modul zur mentalen Prophylaxe. Dieses wurde gemeinsam mit Fachleuten aus Psychologie und Mentaltraining entwickelt und richtet sich gezielt an die gesamte Belegschaft. Ziel ist es, rechtzeitig Strategien gegen psychische Belastungen im Arbeits- und Pflegealltag zu vermitteln.

Umbau der Pflegevermittlung

Neben der inhaltlichen Erweiterung steht das Startup vor einem nächsten großen Schritt: Im Oktober soll das System „because we match“ nach aktueller Testphase mit einem großen Salzburger Pilotkunden live gehen. Dieses adressiert einen zentralen Flaschenhals im System, wie Gruber erklärt: die oft wochenlange Suche nach verfügbaren Pflegediensten. Laut dem Gründer vergehen im Schnitt 60 Tage, bis eine Regelversorgung greift – eine Zeitspanne, in der Angehörige unzähligen Anbietern nachtelefonieren müssen. „Wir drehen dieses System jetzt um“, erklärt er im Interview.

Künftig sollen Suchende eine zentrale, rund um die Uhr erreichbare Hotline anrufen können. Dort erfasst ein KI-Voice-Agent den konkreten pflegerischen Bedarf strukturiert und filtert emotionale Bedürfnisse von harten fachlichen Anforderungen. Pflegedienstleister:innen in der jeweiligen Region sehen diese anonymisierten Gesuche auf der Plattform und können sich anschließend bei den Suchenden vorstellen und ihre Leistungen anbieten.

Sprachgesteuertes CRM für das Back-Office

Gleichzeitig sollen die Leistungserbringer von einer digitalen Entlastung im Hintergrund profitieren. Die Software soll im Idealfall für die mobilen Pflegekräfte als sprachgesteuertes CRM-System fungieren. Einsätze lassen sich direkt per Spracheingabe festhalten, während intelligente Voicemails eingehende Anrufe filtern und priorisieren.

Dieser technische Ansatz soll bürokratische Hürden drastisch reduzieren, den Dienstleister:innen das ungeliebte Backoffice abnehmen und „effizienteres Arbeiten näher am Menschen ermöglichen“. Der Hebel dieser Effizienzsteigerung ist laut Gruber beträchtlich: „Wenn wir jeder Pflegefachkraft 30 oder 40 Minuten Orga am Tag abnehmen, geht sich ein Klient mehr aus.“

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Shöpy: Grazer Startup-Onlineshop startet nun auch in Deutschland

  • So mancher fühlte sich im ersten Lockdown, als der Startup-Produkte-Onlineshop Shöpy launchte, an den Namen des mäßig erfolgreichen Post-Onlineshops Shöpping erinnert.
  • Das Duo hinter der Plattform, Christian Pittner und Thomas Leskowsky, lässt sich vom Buchstaben „Ö“ jedenfalls nicht davon abhalten, nach Deutschland zu expandieren.
  • Neben den üblichen Produktkategorien kann auch nach Produkten der Startup-Shows „Die Höhle der Löwen“ und „2 Minuten, 2 Millionen“ gefiltert werden.
  • „Durch die starke Serverstruktur hat es auch während der Ausstrahlung präsentierender Startups noch keine einzige Überlastung gegeben“, betont man bei Shöpy.
  • Als großen Konkurrenten sieht man beim Grazer Startup, wie schon im Frühling kundgetan, übrigens den überlegenen Weltmarktführer Amazon.

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Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

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  • Neben den üblichen Produktkategorien kann auch nach Produkten der Startup-Shows „Die Höhle der Löwen“ und „2 Minuten, 2 Millionen“ gefiltert werden.
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