02.05.2023

Sharpin Pinball: So funktioniert der Android-Flipperautomat aus der Steiermark

Sharpin Pinball, ein Startup aus der Steiermark, erweckt mit seinen digitalen Flipperautomaten retro-nostalgische Erinnerungen bei Jung und Alt.
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Das minimalistische Design sei ein wesentlicher Faktor, warum die Produkte zu einem vernünftigen Preis angeboten werden. (c) Sharpin Pinball

Flipperautomaten prägen die Kindheit vieler Boomer. Auch Millennials und die älteren Angehörigen der Gen Z sind mit Flipper vertraut, vor allem durch Microsofts 3D-Pinball-Spiel “Space Cadet”. Daher weckt der Begriff Pinball bei vielen Menschen nostalgische Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Um die Erinnerungen an frühere Tage aufzufrischen, bietet das Startup „Sharpin Pinball“ aus der Steiermark Android-Flipperautomaten für das Wohnzimmer. Das im Jahr 2018 gegründete Jungunternehmen mit Standort in Pirching am Traubenberg bietet unter der Leitung von Michael Gruber ein breites Portfolio an digitalen Pinball-Maschinen – und das an einen internationalen Kundenstamm.

Founder setzt Wert auf Erschwinglichkeit

Von großen bis kleinen Automaten, auf der Website von Sharpin Pinball lässt sich eine breite Auswahl für Flipper-Fanatiker:innen finden. Das Startup aus der Steiermark ist stolz darauf, seine Angebote für einen erschwinglichen Preis anbieten zu können. Das minimalistische Design sei ein wesentlicher Faktor, warum die Produkte zu einem vernünftigen Preis zum Verkaufen stehen.

“Wir haben dieses Projekt begonnen, weil wir einen virtuellen Flipper entwickeln wollten, der nicht 5000 Dollar kostet, wie die meisten auf dem Markt. Im Laufe der letzten Jahre haben wir viele vPin’s gebaut, von Tischen in voller Größe bis hin zu kleinen Tischen in der Größe eines Tablets”, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

Sharpin Pinball macht Zusammenbau einfach

Sharpin Pinball ermöglicht es Kund:innen, die Geräte nach Erhalt selbst zusammenzubauen. Dies bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch einen gewissen Bildungswert. Im Vergleich zu seinen Mitbewerber:innen, die laut Sharpin Pinball billige China-Materialien verwenden, nützt das Startup qualitativ hochwertiges Holz aus Deutschland. Zudem stammen die Sticker mit umweltfreundlichem Design aus Österreich.

Unbegrenzter Spielspaß

Um den Spaß-Faktor an seinen Flipper-Maschinen hoch zu halten, ermöglicht das Unternehmen den Download von zahlreichen Spielen vom Google-Play-Store. Ermöglicht wird dies durch eine eingebaute Android-Box. Wer auf weitere Spiele wie Future Pinball, Visual Pinball und mehr zugreifen möchte, hat die Möglichkeit, den Flipperautomaten mit einem PC zu verbinden. “Dieses System ist nicht nur auf Flipperspiele beschränkt. Schließen Sie ein Gamepad an und spielen Sie jedes beliebige Android-Spiel im Hochformat”, erklärt das Startup auf seiner Website.


Michael Gruber stellt am 2. Mai bei „2 Minuten 2 Millionen“ seine Flipper-Automaten den Investor:innen vor. Weiters dabei: Sproch, Holzquelle und Oria Beauty.

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb

Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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