20.11.2023

Shadowmap-Founder Georg Molzer zur Stressbewältigung: „Je stärker der Stress, desto heftiger die Mittel“

Wie geht man als Founder oder Founderin eigentlich mit Stress um? Einer der es weiß, ist Georg Molzer, Gründer von Shadowmap, der u.a. auf Atemübungen und auf "weise Leute" zurückgreift.
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Stress, Was gegen Stress tun, Tipps gegen Stress, Georg Molzer
(c) Shadowmap - Georg Molzer, Founder von Shaddowmap.

Schnippische Antworten, verlorener Fokus oder Mangel an gutem Schlaf – das sind die Faktoren, mit denen Founder und Founderinnen oft zu kämpfen haben, wenn der Stress des Job-Alltags zu groß wird. Oft ist es aus der Ich-Perspektive schwer zu erkennen und bedarf eines guten Auges oder starker Selbstreflexion, die eigenen Stressfaktoren zu sehen – und etwas dagegen zu unternehmen. Shadowmap-Gründer Georg Molzer erfuhr vor sieben Jahren einen Burnout und teilt seine Learnings zum Umgang mit Stress.

Stress manifestiert sich im Zwischenmenschlichen

Er selbst bemerkt gestresstes Verhalten vor allem im Zwischenmenschlichen: „Ich bin bei nicht so geschmeidig laufenden Interaktionen leichter gereizt als sonst. Und merke auch, dass ich die Verbindung mit meiner inneren Ruhe, meiner Mitte verliere und Dinge persönlich nehme. Dankbarkeit vergesse. Resilienz leidet. Kopfschmerzen und generell Anspannung in manchen Muskelketten. Schlafprobleme machen es noch schwerer und erzeugen teilweise einen negativen Teufelskreis, weil so die Grundproblematik zusätzlich genährt wird. Es gipfelt letztlich darin, dass ich mich dabei beobachte, wie ich mich vom eigentlichen Problem ablenke. Solang ich das immerhin noch beobachten kann, ist aber noch alles im Rahmen“, sagt er.

Aus seiner Burnout-Erfahrung hat er viel gelernt, „Trial and Error“ ausprobiert, die Selbstbeobachtung optimiert und sich ein ganzes Arsenal an Tools angeeignet, die ihm dabei helfen, den Stress zu bewältigen.

Breathwork, Yoga und Podcasts

Dazu gehören Atemübungen (Breathwork) wie Nadi Shodhana oder intensivere wie Wim Hof oder holotropes Atmen (Verfahren der transpersonalen Psychologie zur Selbsterfahrung und Therapie). Auch Meditation findet sich im Repertoire des Founders, wobei er hier betont, dass man sich dafür Zeit nehmen muss. „Ich habe letztens gehört, dass Meditation erst ab der zwölften Minute wirksam wird, also z.B. neuronale Verbindungen ändert. Das kann ich subjektiv bestätigen“, sagt Molzer.

Eine weitere Methode, um mit Stress umzugehen, ist Yoga: „Es gibt wenig, was so universell wirkt, wie Yoga. Ich konnte damit nicht nur verschiedene Sport- bzw. Gelenksverletzungen nachhaltig heilen, sondern man kann extrem effektiv Stress aus dem Körper transportieren. Yoga ist anfangs sehr mühsam und anstrengend, viele westlichen Körper sind stark verkürzt, meiner war es definitiv. Es dauert rund zwei bis drei Monate, bis sich das merklich löst. Erst dann konnte ich beginnen, Yoga mehr zu verstehen. Aber man merkt bereits nach einer Session direkt, wie es einem überall signifikant besser geht. Bis dahin ist es viel Schmerz und Schweiß.“

Was Molzer auch als sehr hilfreich bezeichnet, ist das Hören von Podcasts und Vorlesungen „weiser Menschen“. „Bei mir ist hier Ram Dass hervorzuheben. Auch hier hat es bei mir drei Anläufe gebraucht, bis ich angefangen habe, ihn zu verstehen. Aber seine Weisheiten erweitern meinen Horizont extrem und geben mir gesunde Perspektiven auf so ziemlich alle Challenges, die mir mein Leben so stellt. Überhaupt: das Lesen und Hören schöner Musik und gescheiter Menschen gibt mir viel Kraft, Zuversicht und Heilung“, sagt Molzer.

Er hat für sich eine einfache Sicht auf Stress entwickelt und meint, je länger man die Dinge tue, die einen stressen, desto größer werde der Stress und desto schwieriger, da wieder zu entkommen. „Aber herauskommen geht immer. Je stärker der Stress, desto heftiger die Mittel“, so sein Motto

Kampf gegen Stress braucht Energie

Gründer:innen rät er, aufmerksam zu sein und nicht zu vergessen, dass das eigene Wohlbefinden eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg darstellt. Gründung sei eine riesige Challenge und gleichzeitig eine enorme Chance für Persönlichkeitsentwicklung sowie für positives Gestalten des Umfelds und der Umwelt.

„Aber wenn die dafür nötige Energie schlicht nicht da ist, kann es nicht funktionieren. Daher ist es wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen und Dinge zu tun, die einen aufladen. Das kann absolut auch die Arbeit sein“, sagt er abschließend. „Aber gerade als Gründer hat man ständig Dinge auf seiner Todo-Liste, bei denen einem nicht unbedingt das Herz aufgeht: für diese braucht man genügend Energiereserven.“

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
Das Ohana Gründertrio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana

Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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