20.11.2020

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

Mit dem SFG-Fördercall "Start!Klar plus" werden Startups in der frühen Phase beoi der Pitch-Vorbereitung unterstützt.
/artikel/sfg-fordercall-startklar-plus
Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig präsentieren Start!Klar plus.
Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig präsentieren Start!Klar plus. (c) Oliver Wolf

Die erste Finanzierungsrunde ist ein sehr wichtiger und oft entscheidender Meilenstein für Startups, denn nur mit finanzkräftigen Investoren nehmen große Geschäftsideen wirklich an Fahrt auf. Der Pitch muss sofort überzeugen und professionell vorbereitet sein – sonst läuft die Idee Gefahr, bereits Geschichte zu sein, bevor sie das Licht der Welt erblickt. Diese Vorarbeiten sollten daher nicht dem Zufall, sondern vielmehr den Profis überlassen werden. An dieser entscheidenden Entwicklungsstufe setzt daher das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark gemeinsam mit der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG nun mit dem SFG-Fördercall „Start!Klar plus“ an. Bis zu 80 Prozent der professionellen Vorbereitungskosten beziehungsweise bis zu 100.000 Euro werden übernommen, um potenzielle Geldgeber zu überzeugen und erfolgreich Markthürden zu nehmen.

Die Idee hinter Start!Klar plus

„Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir innovative unternehmerische Ideen. Oftmals besteht die schwierige Aufgabe nicht darin, eine solche Ideen zu haben, sondern diese umzusetzen und auf den Markt zu bringen. Aus vielen Gesprächen mit Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern wissen wir, dass diese Phase für viele eine große Hürde darstellt, da sich für die notwendigen Vorleistungen oft keine Investoren finden. Genau hier setzen wir mit Start!Klar plus an. Wir wollen damit ein zuverlässiger Partner sein, damit innovative Ideen auch umgesetzt werden können,“ so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

„Wir haben diese Aktion sehr nahe am Bedürfnis der Start-ups ausgerichtet. Mit dieser gezielten Förderung genau an der Schwelle zum ersten Auftritt vor Investoren oder dem Eintritt am Markt haben wir ein großes Plus gelandet. Wir unterstützen nicht nur Digitalisierungsaufwendungen für Produkte und Prozesse, sondern auch Zertifizierungen, Geschäftsanbahnungen und Vertriebspartnersuche, sowie Marktanalysen und Markstudien. Den gesamten Bereich von Beratung und Coaching selbstverständlich auch“, ist auch SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig von der Initiative überzeugt.

Diese Startups werden mit Start!Klar gefördert

Im Rahmen von Start!Klar plus werden Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützt, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind und neue Produkte, Dienstleistungen, digitale Infrastrukturen oder Verfahren entwickeln. Gefördert werden Entwicklungsprojekte, die den Marktzugang sicherstellen.

Dazu zählen etwa Produkt- oder Dienstleistungsentwicklungen, Digitalisierungsaufwendungen, die Markteinführung von Produkten oder Dienstleistungen (dazu zählen auch Zertifizierungen, Zulassungen, Geschäftsanbahnungen oder Vertriebspartnersuche), Marktanalysen, Beratungen oder Coachings.

Es können sowohl interne Personalkosten als auch externe Beratungskosten sowie Investitions- und Sachkosten angerechnet werden. Die Förderhöhe beträgt 80 Prozent der Projektkosten, die maximale Fördersumme pro Unternehmen 100.000 Euro.

Einreichung bis 24. Februar 2021

Die Förderung wird in Form einer Ausschreibung umgesetzt. Projektvorhaben können bis 24. Februar 2021 direkt bei der SFG eingereicht werden. Eine Fachjury wird diese bewerten und die besten zur Förderung vorschlagen. Wesentliche Kriterien hierbei sind: Innovationsgehalt, Wachstumspotenzial in puncto Umsatz und MitarbeiterInnen sowie Umsetzungskompetenz der Beteiligten.

Deine ungelesenen Artikel:
30.07.2026

Desertgreener: Projekt aus Wien nimmt seine erste Meerwasser-Entsalzungsanlage in Betrieb

Das Wiener Projekt "Desertgreener" hat auf Zypern seine erste Pilotanlage zur solaren Meerwasserentsalzung in Betrieb genommen. Mit thermodynamischen Effizienzgewinnen und eigener Token-Finanzierung will man dem globalen Wassermangel begegnen.
/artikel/desertgreener-projekt-aus-wien-nimmt-seine-erste-meerwasser-entsalzungsanlage-in-betrieb
30.07.2026

Desertgreener: Projekt aus Wien nimmt seine erste Meerwasser-Entsalzungsanlage in Betrieb

Das Wiener Projekt "Desertgreener" hat auf Zypern seine erste Pilotanlage zur solaren Meerwasserentsalzung in Betrieb genommen. Mit thermodynamischen Effizienzgewinnen und eigener Token-Finanzierung will man dem globalen Wassermangel begegnen.
/artikel/desertgreener-projekt-aus-wien-nimmt-seine-erste-meerwasser-entsalzungsanlage-in-betrieb
Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SFG-Fördercall Start!Klar plus: Unterstützung bei der Pitch-Vorbereitung