11.07.2023

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

Mehrere ehemalige Mitarbeiter:innen einer Wiener PR-Agentur meldeten sich bei brutkasten, um im Rahmen von #growrespect über Erfahrungen bei ihrem früheren Arbeitgeber zu sprechen. Sie erzählen von Sexismus und Belästigung. Auch der CEO meldet sich zu Wort und schildert seine Sichtweise.
/artikel/sexismus-in-der-pr-vom-sonnenkoenig-der-sich-nicht-mehr-spuert
“In Agenturen findet man oft diese Kultur der Sonnenkönige, die sich nicht mehr spüren. Der Geschäftsführer war einer dieser Sonnenkönige”, sagt eine Kontaktperson im Gespräch für #growrespect © Wikimedia Commons
“In Agenturen findet man oft diese Kultur der Sonnenkönige, die sich nicht mehr spüren. Der Geschäftsführer war einer dieser Sonnenkönige”, sagt eine Kontaktperson im Gespräch für #growrespect © Wikimedia Commons

+++ Triggerwarnung: Die folgende Reportage enthält bildhafte Beschreibungen sexistischer Grenzüberschreitungen +++


Ehemalige Mitarbeiter:innen erinnern sich an ein Teamfoto, das in den Räumlichkeiten der Wiener PR-Agentur hing. Der Geschäftsführer hat sich in der Mitte platziert, seine – überwiegend jungen, überwiegend weiblichen – Angestellten stehen um ihn herum. Für die PR-Branche ist das nicht unüblich. Viele junge Mitarbeiterinnen und wenige ältere Männer in der Führungsriege. Der Chef steht im Mittelpunkt. 

“In Agenturen findet man oft diese Kultur der Sonnenkönige, die sich nicht mehr spüren. Der Geschäftsführer war einer dieser Sonnenkönige”, sagt eine Person im Zuge der Recherche-Gespräche. Sexismus-Vorwürfe in dieser Agentur gab es immer wieder mal, nicht zuletzt auch in Online-Bewertungsportalen. 

Insgesamt neun Männer und Frauen, die in den vergangenen Jahren im Unternehmen gearbeitet haben, sprachen mit brutkasten über ihre Eindrücke. Die geschilderten Ereignisse liegen zwei Jahre oder länger zurück. Viele von ihnen haben ihren Berufseinstieg dort erlebt. Einige erzählen, dass ihnen erst im Nachhinein klar wurde, dass das Verhalten ihres Geschäftsführers, aber auch anderer männlicher Kollegen, oft unangebracht war. Dass es oft die eigenen Grenzen überschritten hat. Manche sprechen sogar von einer Übersexualisierung im Arbeitsalltag.

Anwaltliche Einschätzung

Einige der Frauen haben zudem im Rahmen eines anwaltlichen Aufarbeitungsberichts eine rechtliche Einschätzung ihrer Erlebnisse eingeholt. Der Anwalt Alexander Stücklberger bestätigte darin, dass in der Agentur arbeitsrechtlich relevante Grenzüberschreitungen gemäß des Gleichbehandlungsgesetzes stattgefunden hätten. Die Ansprüche können laut Stücklberger allerdings aufgrund der Verjährungsfristen nicht mehr geltend gemacht werden.

Doch nicht alle bestätigen die Vorwürfe. Eine der Frauen sagt, dass sie keinen Sexismus wahrgenommen hat. Es habe zwar eine Zweideutigkeit in der Sprache gegeben, die war aber scherzhaft gemeint und wurde für sie selbst nie als unangenehm wahrgenommen. Sie meint, letztlich komme es auf die individuelle Dynamik im Team an, die sich durch die ständige Fluktuation oft geändert habe. Und damit tut sich eine zentrale Frage auf: Geht es um die individuelle Wahrnehmung oder um einen problematischen Umgang, der System hat? 

„Flirty“ und „touchy“

Auffallend “flirty” und auffallend “touchy” sind zwei Anglizismen, die bei der Beschreibung des Agenturchefs in beinahe jedem Gespräch aufkommen. Dies galt teils für eigene Erfahrungen, teils für Beobachtungen in Meetings oder Kundengesprächen. Im Büro beobachtete ein Kollege einmal, wie der Geschäftsführer einer Kollegin am Schreibtisch über die Schulter sah und dabei ihren unteren Rücken berührte, um sie zu loben. Auch vor Kunden sei es laut anderen Mitarbeiterinnen dazu gekommen, dass der Chef seiner Mitarbeiterin über den Rücken streichelte und auffallend “flirty” wurde. Beobachterinnen beschreiben diese Momente als “extrem peinlich”. 

Auch der Ton im Unternehmen war oft speziell. Männliche Kollegen erklären, dass verniedlichende Kosenamen wie “Schatzi” oder “Darling” und ein übermäßiger Körperkontakt vom Chef sowohl Männer als auch Frauen im Unternehmen betroffen haben. Letzteres könne man zwar als Herzlichkeit verstehen, aber eben nur solange es für alle in Ordnung ist, betonen ehemalige Angestellte. Ob es für die einzelnen Personen in Ordnung ist, berührt zu werden, hat der Geschäftsführer laut mehrerer Aussagen aber nie gefragt. 

“Verniedlichende Spitznamen haben wir früher sowohl bei Kolleginnen wie auch bei Kollegen manchmal verwendet – auch für mich haben die Mitarbeiter*innen manchmal Spitznamen gefunden. Wir handhaben das seit mehreren Jahren anders, da sich unser professionelles Bewusstsein in den letzten Jahren weiterentwickelt hat”, schreibt der Geschäftsführer in einem Statement gegenüber brutkasten.

Die Frauen erzählen

“Bei einer Kollegin hat der Chef mal versucht, von ihrer Gabel zu essen. In einem anderen Moment hat er derselben Kollegin in die Hüfte gekniffen. Letzteres hat der Chef auch bei mir gemacht”, meint eine Ex-Mitarbeiterin. Beobachtungen und Erfahrungen wie diese gehören zum Arbeitsalltag vieler ehemaliger Angestellter der Wiener PR-Agentur. Es spiegelt Realitäten wider und vielleicht auch ein Sittenbild. Die Frauen erzählen: 


+++ Alle Namen wurden für die folgende Berichterstattung von der Redaktion geändert. Auch der Geschäftsführer wurde vom brutkasten mit den Vorwürfen konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten. Seine Statements wurden in entsprechenden Stellen des Textes eingefügt. +++


Gespräche über Sex und ein Pograpscher

Eine dieser Frauen ist Anna. Grenzüberschreitungen hat sie nicht nur mit dem Chef, sondern vor allem auch mit anderen männlichen Kollegen erlebt. Sie habe sich bei Gesprächen über sexuelle Erfahrungen oder Empfehlungen zu Sexualpraktiken in der Agentur oft unwohl gefühlt, erzählt sie. Einmal habe ein Kollege zu ihr gesagt: “Du musst unbedingt Analsex haben. Und wenn du es hast, dann denk dabei an mich.”

Ganz am Anfang wertete sie Gespräche über Sex eigentlich sogar noch anders, gibt sie zu. Mit dem Geschäftsführer und einer Kollegin ist sie ab und zu im Rahmen eines Afterworks etwas trinken gegangen. Auch dann sei das Gesprächsthema schnell auf Sexualität umgeschwenkt. “Damals fand ich das sogar extrem cool, weil ich fand, dass mein Chef dadurch total offen und entspannt wirkte. Heute finde ich es daneben”, meint Anna rückblickend. 

Von brutkasten dazu befragt, ob er Kolleginnen im Arbeitsalltag Tipps zu Sexualpraktiken oder Datingverhalten gegeben oder dies zumindest mitbekommen habe, antwortete der Geschäftsführer der PR-Agentur folgendermaßen: 

“Ich selbst habe solche Themen in meiner Erinnerung niemals initiiert. Dass in unserem Unternehmen auch über sexuell konnotierte Themen in der Runde gesprochen wurde, kann ich nicht ausschließen – vor allem in der länger zurückliegenden Vergangenheit. Ich kann mir etwa vorstellen, dass sich Mitarbeitende über das Thema Dating ausgetauscht haben. Aufgrund meiner und unserer grundlegenden Haltung – gegen Sexismus, für Diversität und Chancengleichheit – haben wir das Bewusstsein für Sprache, Tonalität und den Umgang miteinander in unserer Organisation geschärft und auch die Gesprächskultur hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt.”

Anna berichtet auch von mehreren prägenden Grenzüberschreitungen, die ihren direkten Personalverantwortlichen aus dem Management-Team betrafen. Mit diesem hatte sie beispielsweise ein folgenschweres Erlebnis im Lift. “Als ich in den Lift einstieg, hat er mir auf den Hintern geklatscht und meinte dabei ‘Ciao, schöne Ferien’. Ich habe ihn völlig entgeistert angesehen, dann hat sich auch schon die Aufzugstür geschlossen und ich bin in den Urlaub gegangen.” 

Nach ihrem Urlaub wandte sich Anna an eine weibliche Kollegin aus dem Management-Team. Diese reagierte mit dem Hinweis, dass man zwar ein klärendes Gespräch aufsetzen könne. Anna müsse aber letztlich mit den Konsequenzen leben. Denn sie sei diejenige, die mit dem Kollegen weiterarbeiten müsse. 

Im darauffolgenden Gespräch zu dritt bestritt der Kollege den Vorwurf. “Das Meeting hat dann damit geendet, dass wir drei uns an den Händen hielten und gemeinsam versprechen mussten, dass das niemals diesen Raum verlassen wird”, erinnert sich Anna. Der Geschäftsführer habe zum damaligen Zeitpunkt nichts von dem Ereignis gewusst, erst durch ihren späteren Kommentar auf einem Firmen-Bewertungsportal habe er davon erfahren, schildert sie.

Workshop zur internen Aufarbeitung

Sarah gehört zu den Angestellten, die miterlebt haben, wie im Unternehmen über den Eintrag auf dem Firmen-Bewertungsportal gesprochen wurde. Sie war bei einem internen Workshop anwesend, der das Ziel hatte, den Vorwurf und die Online-Bewertung aufzuarbeiten. Geleitet wurde dieser Workshop vom Geschäftsführer, einer weiblichen Managerin und dem betroffenen Manager. Letzterer bekam die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge zu erklären. “Der Geschäftsführer und die Managerin haben dabei beide sein Narrativ verfolgt. Sie haben erklärt, dass der Kollege so etwas nie tun würde. Dass wir ihn schließlich alle kennen würden”, erklärt Sarah. Beide hätten betont, dass sie dem Kollegen glauben würden. Sarah empfand das als sehr problematisch, “denn schließlich waren sie nicht dabei und wissen nicht, was stimmt und was nicht.” Für Sarah war nach diesem Workshop klar: “Wenn mir so etwas passiert wäre, würde ich mich jetzt noch weniger trauen, etwas zu sagen.”

Auch der Geschäftsführer wurde im Zuge der Recherchen zu diesem Artikel befragt, ob er je mitbekommen hat, dass eine Mitarbeiterin von einem männlichen Kollegen am Po berührt wurde. Entgegen der Aussagen der Kontaktpersonen, kam es laut CEO zu lediglich einem Vorfall, der allerdings aufgearbeitet wurde:

“Es gab einen solchen Vorfall im Jahr 2019, zu dem wir eine klare Haltung haben und der unter der Leitung eines nicht betroffenen weiblichen Mitglieds des Management-Teams gemeinsam mit allen Beteiligten sofort nach Meldung des Vorfalls besprochen wurde. Solche Körperberührungen sind absolut inakzeptabel. Der Vorfall wurde aufgeklärt und auch mit Protokollen dokumentiert. Die Entschuldigung des Mitarbeiters wurde von der Mitarbeiterin angenommen. Die ins Vertrauen gezogene Kollegin aus dem Management hat die vom Vorfall betroffene Kollegin – nach intensivem Austausch – konkret angesprochen, ob der Vorfall aus ihrer Sicht geklärt ist, was die Kollegin bejahte.”

Sarah ist außerdem eine von vielen Kontakten, die im Zuge der #growrespect-Recherchen auf unangenehme Beobachtungen im Arbeitsalltag verweist. Sie selbst habe zwar keinen körperlichen Übergriff erlebt, allerdings habe sie sich als Mitarbeiterin oft sehr unwohl gefühlt. Ihre Wahrnehmungen erklärt Sarah wie folgt:

“Ich habe häufig eine Verniedlichung der weiblichen Mitarbeiterinnen wahrgenommen, dabei wollte ich immer gern für meine Leistung gesehen werden. Auf unserer Weihnachtsfeier wurden einmal verschiedene Preise vergeben. Meine Kolleg:innen haben einen Award für den besten Manager oder die beste Beraterin des Jahres bekommen. Ich habe einen Award für mein Lächeln erhalten, weil ich immer so gute Laune mitbringe. Aber was hat mein Lächeln mit meiner Arbeit oder meiner Leistung zu tun?”

Inzwischen ist Sarah klar, dass sie damit auf ihr Äußeres reduziert wurde. “Mein Manager hat das damals übrigens genauso gesehen”, sagt sie. 

„Das sind alles Buben, die du dir da aussuchst. Du brauchst mal einen älteren Mann“

Ein weitere ehemalige Mitarbeiterin, die Grenzüberschreitungen erlebt hat, ist Helena. In der Zeit, als sie in der PR-Agentur arbeitete, war es noch üblich, dass Mitarbeiterinnen mit unpassenden Spitznamen angesprochen wurden, erklärt sie. Ihr Chef begrüßte sie beispielsweise einmal als “Prinzessin” im Lift. Ein anderes Mal ging Helena ins Büro des Geschäftsführers, um etwas mit ihm zu besprechen. Noch bevor sie ihr Anliegen aussprechen konnte, rief dieser: „Na, du bist heute aber ein heißer Feger!” Das war ihr unangenehm, doch sie blieb zunächst sprachlos und wechselte dann das Thema zu ihrem beruflichen Anliegen. 

Den raschen Themenwechsel habe sie auch bei einem Gespräch auf der Weihnachtsfeier gesucht. Zuvor hatte Helena mit einer Kollegin über ihren Liebeskummer gesprochen. Das schien ihr Chef mitbekommen zu haben. “Er hat mich auf meinen Liebeskummer angesprochen und begonnen mir zu erklären, dass das alles Buben sind, die ich mir da aussuche und dass ich mal einen älteren Mann brauche. So etwas vom eigenen Chef zu hören, ist einfach sehr unangenehm”, meint sie.

Ein anderes Erlebnis, das ihr bis heute im Gedächtnis blieb, geschah an einem gewöhnlichen Arbeitstag in der Büroküche. Dort stand sie mit ihrem Geschäftsführer und einem anderen Kollegen aus dem Management. “Der Kollege hat mir im Vorbeigehen auf den Hintern geschnipst. Ich war so perplex, dass ich in dem Moment nur ‘Hey!’ gesagt habe. Der Kollege ist kichernd davongelaufen”, erzählt Helena. 

Ihr Chef, der daneben stand und alles beobachtet hatte, sei anschließend auf sie zugekommen und habe gefragt, ob er den besagten Kollegen auf den Vorfall ansprechen soll. “Ja, natürlich”, habe sie darauf geantwortet und hielt bereits die Frage an sich für unnötig. Der Chef habe den Vorfall dann aber vor ihr relativiert: Es sei nur ein Bubenscherz gewesen und der Kollege würde es nicht so meinen, wenn er das mache. “Ob mein Chef dann tatsächlich mit dem Kollegen gesprochen hat, weiß ich nicht. Dieser kam zumindest nie auf mich zu, um sich zu entschuldigen”, erinnert sich Helena im #growrespect-Gespräch.

Auf brutkasten-Anfrage, ob er mitbekommen habe, dass Mitarbeiterinnen von männlichen Kollegen am Po berührt wurden, bestätigt der Geschäftsführer allerdings nur “einen solchen Vorfall im Jahr 2019”. Dabei dürfte es sich um den vorher geschilderten Fall von Anna handeln. Davon unabhängig bestätigt der Geschäftsführer “eine unpassende körperliche Berührung eines Mitarbeiters bei einer Mitarbeiterin”, die im Management-Team sowie mit den Beteiligten besprochen und geklärt werden konnte. Auch arbeitsrechtliche Konsequenzen im Wiederholungsfall seien definiert und ausgesprochen worden. Ob sich der Geschäftsführer dabei auf den von Helena geschilderten Fall bezieht, ist unklar.

Die Mutter habe ihn zum Feministen erzogen

Auch eine weitere Mitarbeiterin, Linda, hielt den Geschäftsführer von Anfang an für einen außergewöhnlichen Chef. Das begründet sie unter anderem damit, dass er sehr viel Privates mit Beruflichem vermische. Die Kosenamen gegenüber Angestellten fielen auch Linda schnell auf. Anfangs sei es noch üblich gewesen, dass man “Schatz” oder “Prinzessin” genannt wurde. Das habe nach interner Kritik aber aufgehört. 

Außerdem habe der Chef stets darauf bestanden, dass man vor ihm gehe, vor ihm in den Aufzug steige oder dass er einem in den Mantel helfe. Das ist für Linda grundsätzlich nichts Schlechtes, betont sie im brutkasten-Gespräch. Der Geschäftsführer habe das aber immer so übertrieben gemacht, dass es unangenehm wurde. “Diese Punkte haben wir in einer anonymen Mitarbeiter-Umfrage angemerkt. Darauf hat er sehr cholerisch reagiert und meinte: Wenn man das an ihm kritisiere, beschimpfe man seine Mutter, denn sie habe ihn zum Feministen erzogen”. Linda habe es generell schwierig gefunden, negative Kritik zu äußern.

Wie Helena erzählt auch Linda von einem Moment in der Küche der Agentur. An einem Tag trug sie ein schwarzweiß gestreiftes Oberteil mit einem aufgedruckten Kussmund auf der linken Seite. “Bei so einem T-Shirt kann ich dir ja nur auf den Busen schauen”, habe ihr Chef zu ihr gesagt, als die beiden alleine in der Küche standen. “Ich habe das T-Shirt danach weggeworfen”, erinnert sich Linda.

Auf die Frage, ob er äußere Merkmale seiner Mitarbeiterinnen kommentiert habe, die sich auf deren Intimsphäre bezogen, antwortet der Geschäftsführer dem brutkasten:

“Im Rahmen unserer Feedbackkultur haben mein Team und ich stets nur auf jene Punkte aufmerksam gemacht, die im Zusammenhang mit unserem professionellen Auftreten als Berater*innen stehen. Dies wurde – in allen Fällen, die jedoch selten aufgetreten sind – im Rahmen eines konstruktiven Gesprächs gemeinsam mit den jeweiligen direkten Personalverantwortlichen besprochen und geklärt.”

„Wenn der Chef einen an der Hüfte berührt, ist man halt die, die mit dem Chef vögelt“

Im Zuge der Recherchen spricht auch Nora – eine ehemalige Mitarbeiterin, die sagt, dass sie selbst für einige Zeit lang in einer intimen Beziehung mit dem Geschäftsführer war. Im Unternehmen sei die Beziehung allerdings nicht offiziell gewesen. Zum Arbeitsalltag erklärt sie: “Es ist Teil der Agentur-Kultur, dass die Beziehungen dort sehr nah sind”, erklärt sie. Im Laufe der Zeit und durch übermäßig viele gemeinsame Projekte, die sich auch abseits der üblichen Arbeitszeiten bewegt haben, habe sich Schritt für Schritt eine private Beziehung entwickelt.

Doch im Arbeitsalltag brachte dies Probleme mit sich. Der Chef habe sie in Kundengesprächen an der Hüfte berührt und sie zu sich herangezogen. Das war ihr unangenehm: “Ich habe ihm oft gesagt, dass ich das in der Agentur und vor den Kunden nicht möchte. Denn dann ist man halt die, die mit dem Chef vögelt und deshalb dorthin kommt, wo man ist – und nicht aufgrund der eigenen Kompetenz.” Irgendwann sei es dann auch dazu gekommen, dass Kunden mit witzelnden Kommentaren reagierten. 

Die Beziehung zu ihrem Chef beendete Nora nach einiger Zeit und brach mit ihrem Jobwechsel auch den Kontakt zu ihm ab. Heute hinterfragt sie einiges an der Beziehung, aber auch am Umgang in der Agentur – besonders wenn es darum geht, Kritik zu äußern oder Probleme anzumerken. 

Feedback-Kultur für Sonnenkönige

“Die Feedback-Kultur im Unternehmen war sehr einseitig. Eher von den oberen Positionen abwärts”, erklärt Nora rückblickend. Diese Wahrnehmung überschneidet sich mit nahezu jeder anderen Quelle, die im Zuge der Recherchen mit dem brutkasten sprach. “Leider ist der Chef nicht gut mit Kritik umgegangen. Er hat immer zu Feedback eingeladen, wenn es dann aber negativ ausgefallen ist, ist er damit nicht gut zurechtgekommen”, sagt eine andere Kontaktperson. 

Der Geschäftsführer der PR-Agentur dürfte dazu eine andere Wahrnehmung haben: In seiner Stellungnahme gegenüber brutkasten betont er wiederholt das Thema Feedback-Kultur. Er verweist darauf, dass eine anonyme Meldeplattform, der Code of Conduct und Feedbackregeln im Unternehmen kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt würden. 

Es drängt sich allgemein die Frage auf, was es mit der Unternehmenskultur macht, wenn Angestellte eine problematische Feedback-Kultur wahrnehmen, in der negative Kritik anscheinend wenig bis gar nicht angenommen wird. Außerdem stellt sich generell die Frage, wie schnell ein lockerer, familiärer Umgang unter Kolleg:innen eine individuelle Grenze überschreiten kann.

Eine der Quellen verwies auf einen weiteren Aspekt: Männer wie der Geschäftsführer seien in einer Zeit sozialisiert worden, in der kaum Bewusstsein für Geschlechterungleichheit existierte. Die Frage sei, ob man sich dem stelle und sich hinterfrage: “Ob man signalisiert, dass man offen und dankbar ist für Feedback. Das ist etwas, das manche Menschen einfach nicht haben. Und Sonnenkönige haben meist keine Feedbackgespräche.”


Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Bis heute fehlt in Österreich das Wissen und die Aufklärung darüber, dass Betroffene von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zivilrechtlich geschützt sind. Hier könnt ihr euch informieren und kostenlos beraten lassen.


Disclaimer: Mit unserer Inititative #growrespect möchten wir für die Themen Sexismus und auch sexuelle Belästigung im Arbeitsalltag sensibilisieren. Dabei wollen wir investigativen Journalismus leisten und sowohl als Informationsplattform, als auch als Austauschplattform für betroffene Personen auftreten.

Deine ungelesenen Artikel:
21.10.2026

Startup-Land Oberösterreich: Von der Industrie-Hochburg zum Hightech-Zentrum

Wenn es einem Bundesland gelingt, in der öffentlichen Wahrnehmung einen Gegenentwurf zum dominanten Startup-Hub Wien aufzubauen, dann ist es Oberösterreich: Das Industrie-Bundesland und insbesondere die Hauptstadt Linz fallen auf — sei es durch bekannte Scaleups, spektakuläre Exits, KI-Forschung auf Weltniveau oder die umfassende Infrastruktur für Startups mit der Tabakfabrik Linz als markantem Monument. Wir werfen einen genaueren Blick auf das vielseitige Startup-Land Oberösterreich.
/artikel/startup-land-oberoesterreich-von-der-industrie-hochburg-zum-hightech-zentrum
21.10.2026

Startup-Land Oberösterreich: Von der Industrie-Hochburg zum Hightech-Zentrum

Wenn es einem Bundesland gelingt, in der öffentlichen Wahrnehmung einen Gegenentwurf zum dominanten Startup-Hub Wien aufzubauen, dann ist es Oberösterreich: Das Industrie-Bundesland und insbesondere die Hauptstadt Linz fallen auf — sei es durch bekannte Scaleups, spektakuläre Exits, KI-Forschung auf Weltniveau oder die umfassende Infrastruktur für Startups mit der Tabakfabrik Linz als markantem Monument. Wir werfen einen genaueren Blick auf das vielseitige Startup-Land Oberösterreich.
/artikel/startup-land-oberoesterreich-von-der-industrie-hochburg-zum-hightech-zentrum
Der Startup-Hub Tabakfabrik in Linz © Tabakfabrik Linz Peter Hofstaetter

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Jung, zufrieden und KI-affin

Ein Blick auf die Ergebnisse des Austrian Startup Monitor 2025 zeigt: Mit seinen 442 Startup-Gründungen seit 2015 liegt Oberösterreich mit 12 Prozent aller Gründungen österreichweit zwar weit hinter dem dominanten Hub Wien (46,5 Prozent), aber nahezu gleichauf mit der zweitplatzierten Steiermark (12,4 Prozent). Während das Bundesland beim Anteil an Scaleups (9,1 Prozent) oder Spinoffs (15,9 Prozent) an sämtlichen Gründungen und noch mehr beim Gründerinnen-Anteil (7,4 Prozent) nicht an die heimischen Spitzenreiter herankommt, stechen drei Statistiken positiv hervor:

  • 37% – Oberösterreich hat laut Austrian Startup Monitor 2025 mit 37 Prozent der Gründer:innen, die bei der erstmaligen Gründung unter 25 Jahre alt waren, eine im Vergleich (Österreich-Schnitt: 25,6 Prozent) sehr junge Founder-Community.
  • 74% – 74 Prozent der oberösterreichischen Startups nennen KI als für sie wichtigste Schlüsseltechnologie — auch das ist ein Spitzenwert innerhalb Österreichs, knapp vor Wien (72,7 Prozent).
  • 7,2 Punkte – Kein anderes Bundesland kommt in der Frage nach dem Standort auf eine so hohe Weiterempfehlungsrate: Auf einer Skala von 0 bis 10 liegt Oberösterreich mit durchschnittlich 7,2 Punkten österreichweit auf Platz eins und deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 6,2.

Startups und Scaleups: Die Aushängeschilder

Oberösterreich brachte schon eine ganze Reihe großer Startups und Scaleups hervor. Bei manchen liegt der Exit mittlerweile lange zurück, etwa bei Dynatrace oder Runtastic, bei anderen wie Agilox ein paar Jahre, bei Tractive ist er erst kürzlich (in Rekordhöhe) erfolgt. Wieder andere, etwa der von Analysten milliardenbewertete Spezialist für Sicherheitslösungen Loxone oder das Spacetech Peak Technology, sind der Scaleup-Phase bereits entwachsen und haben sich endgültig als große Player am Weltmarkt etabliert. Es gibt aber auch einige aktive „heiße Eisen“ — rechts vier herausragende Beispiele.

Storyblok

Die Storyblok-Founders Alexander Feiglstorfer und Dominik Angerer. © Storyblok

Mit mehreren Mega-Investments, zuletzt einer 80-Millionen-US-Dollar-Runde im Jahr 2024, steht Storyblok aus Linz auf der exklusiven Liste der heimischen „Soonicorns“ und ist damit das Scaleup-Aushängeschild Oberösterreichs. Mit seinem Headless-CMS kann das Scaleup Referenzen wie Netflix, Tesla und Adidas vorweisen.

neoom

Zu den herausstechenden Scaleups Oberösterreichs zählt auch das auf Energielösungen spezialisierte Unternehmen neoom aus Freistadt. Auf sich aufmerksam machte es mit mehreren achtstelligen Investmentrunden, darunter eine 25-Millionen-Euro-Series-B-Runde 2023. Der Außenumsatz ist laut Unternehmensangaben indes neunstellig.

Walter Kreisel ©neoom

hello again

Entstanden im Runtastic-Umfeld ist hello again aus Leonding längst selbst eine Größe. Das Scaleup ist Marktführer im DACH-Raum bei Kundenbindungs-Apps und erreicht über diese mehr als 16 Millionen Endnutzer:innen. Unter den mehr als 1.000 Unternehmenskunden sind etwa Deichmann, Müller und Klipp.

Franz Tretter © hello again

Blockpit

Und noch einmal Linz: Blockpit hat mit seinem Steuer-Tool erfolgreich eine Nische im gigantischen Krypto-Markt besetzt, die vor allem in der EU von Bedeutung ist. Das Linzer Scaleup ist in seinem Bereich Marktführer im DACH-Raum und hat seine Lösung bei Playern wie Bitpanda und Bybit EU integriert.

Florian Wimmer © Blockpit

Vielseitiges Ökosystem

Wer in Oberösterreich ein Startup gründet, kann neben den bundesweiten Angeboten auf eine ganze Reihe von landesspezifischen Unterstützungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Viele davon, etwa der Tech-Inkubator tech2b, der Co-Working-Anbieter Tech Harbor, der auch umfassende Werkstattflächen bereitstellt, und der Kreativwirtschafts-Spezialist creative region, haben gemeinsam mit den oberösterreichischen Unis und FHs, der Wirtschaftskammer und weiteren Playern eine zentrale Anlaufstelle geschaffen: hub’ert. Dort können Startups die passende Unterstützung bzw. die passenden Unterstützungen für ihr Business finden.

Oberösterreichische Startups profitieren nicht nur von der Fülle an einzelnen Angeboten, sondern auch von der Vernetzung zwischen diesen. Dabei spielt — wie sollte es anders sein? — auch die Industrie eine entscheidende Rolle, zum Beispiel über Pier4 von tech2b, das Startups mit etablierten Unternehmen vernetzt. Und wer etwa im MedTech-Inkubator von tech2b ist, findet damit bereits Anschluss an den Medizintechnik-Cluster Oberösterreich.

Teil dieses Ökosystems, wenn auch nicht Teil von hub’ert, ist auch die Startrampe der Sparkasse Oberösterreich mit Sitz in der Linzer Tabakfabrik. Sie bietet unter anderem einen Accelerator, Workspace und Beratung bei Businessplänen und Finanzierung.

Finanzierung

Wer in Oberösterreich Kapital für sein Startup braucht, wird sowohl bei öffentlichen als auch privaten Geldgebern fündig. Mit Business Upper Austria hat auch Oberösterreich eine landeseigene Förderstelle; und mit dem OÖ Gründerfonds und dem Landes-VC OÖ HightechFonds zwei weitere Finanzierungsvehikel.

Auf privater Seite sind es vor allem erfolgreiche Gründer:innen, die über ihre Vehikel als Investor:innen agieren. Heraus stechen hier die Runtastic-Gründer mit ihrer gemeinsamen Investmentgesellschaft 8eyes, aber etwa auch Tractive-Gründer Michael Hurnaus, der schon vor seinem Rekord-Exit (siehe Abschnitt zu Exits) als Business Angel agierte. Mit startup300 nahm zudem das bislang wohl ambitionierteste heimische Angel-Netzwerk seinen Ausgang in Linz, zog sich aber bereits vor einigen Jahren schrittweise wieder zurück.

Auch Österreichs nach Assets under Management größter Private-Equity-Investor hat seinen Sitz in Oberösterreich: die Invest AG der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Sie hat ein breites Portfolio unterschiedlicher Unternehmen, wobei Startup-Finanzierungen in den vergangenen Jahren eine immer größere Rolle spielen.

Der monumentale Knotenpunkt

Was hub’ert auf der organisatorischen Ebene ist, ist die Tabakfabrik Linz auf der physischen: Nicht alle, aber viele Fäden des oberösterreichischen Startup-Ökosystems laufen in der ehemaligen Fabrik zusammen — wo sonst in der Industriestadt? Auf den nicht weniger als 80.000 Quadratmetern Nutzfläche haben nicht nur zahlreiche Ökosystem-Player, sondern auch eine große Zahl an Startups ihren Sitz. Auch das einstmals denkbar ambitionierte Projekt startup300 wählte die Tabakfabrik als Hauptquartier — und betreibt hier heute unter anderem noch den Co-Working-Bereich factory300.

© Tabakfabrik Linz Peter Hofstätter

Spinoff-Schmieden und Österreichs jüngste Uni

Mit der IT:U (Interdisciplinary Transformation University Austria) hat Österreichs jüngste öffentliche Universität ihren Sitz in Linz. Neben einem neuen inhaltlichen Fokus auf digitaler Transformation und neuen Wegen in der Lehre setzt die IT:U von Beginn an auch auf eine Spinoff-Strategie. Dabei kann sie in Oberösterreich durchaus auf ein starkes Ökosystem aufbauen: Sowohl die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) als auch die FH Oberösterreich können jeweils eine ganze Reihe erfolgreicher Spin-offs vorweisen. Außerdem setzen beide stark auf die Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft. Besonders deutlich wird das im Softwarepark Hagenberg: Dort betreibt die JKU Forschungsinstitute und die FH OÖ ihren IT-Lehr-Standort und den Coworking- und Inkubationsspace Bytewerk. Dabei werden Synergien mit dem außeruniversitären Comet-Zentrum Software Competence Center Hagenberg und mehreren Konzernen und großen Playern am Standort gelebt.

KI-Forschung von Weltrang

Wer die oberösterreichische Universitätslandschaft durch die Innovationsbrille betrachtet, kommt an KI-Koryphäe Sepp Hochreiter nicht vorbei. Der gebürtige Bayer gilt mit seiner Arbeit über Long Short-Term Memory (LSTM) als einer der globalen Wegbereiter der modernen KI. Bereits seit 2006 lehrt er an der JKU und leitet dort das Institut für Machine Learning. Bei der Lehre belässt Hochreiter es aber nicht: Mit dem Spinoff NXAI arbeitet er an der nächsten KI-Grundlage „xLSTM“ (Extended Long Short-Term Memory). Die ist wiederum Basis für spezialisierte KI-Modelle, die die globalen Größen in der jeweiligen Nische übertreffen. Der Schwerpunkt ist dabei — auch hier zeigt sich das oberösterreichische Ökosystem — Industrial AI. In diesem Feld bewegt sich auch das NXAI-Spinout Emmi AI, das mit seinem Exit an den französischen KI-Riesen Mistral dieses Jahr für Aufsehen sorgte.

Doch auch abseits der JKU entstehen in Oberösterreich KI-Startups, etwa das Linzer Unternehmen Straion, das dieses Jahr eine Seed-Finanzierungsrunde im Millionenbereich abschloss. Die Plattform des Startups stellt sicher, dass KI-generierter Code interne Standards, Sicherheitsanforderungen und Architekturvorgaben von Unternehmen einhält und damit „enterprise-ready“ ist.

Katrin Freihofner, Straion

Das Exit-Bundesland

Der oben erwähnte Verkauf von Emmi AI an Mistral um kolportierte mehr als 300 Millionen Euro war spektakulär — ist aber bei Weitem nicht der einzige große oberösterreichische Startup-Exit. Ebenfalls dieses Jahr gelang dem Paschinger Haustier-Tracking-Scaleup Tractive mit dem Verkauf an die italienische Bending Spoons um kolportierte 900 Millionen US-Dollar der vermutlich größte Übernahmedeal der heimischen Startup-Geschichte. Mehr als ein Jahrzehnt zuvor hatte der Exit von Runtastic an Adidas um 220 Millionen Euro maßgeblich zum ersten großen Startup-Hype in Österreich beigetragen. Die vier Runtastic-Gründer — Florian Gschwandtner, René Giretzlehner, Christian Kaar und Alfred Luger — wurden danach nicht nur über ihre Beteiligungsgesellschaft 8eyes selbst zu wichtigen Ökosystem-Playern: Tractive etwa wurde von Gschwandtner mitgegründet; bei Scaleups wie hello again waren die vier Gründer von Beginn an als Investoren an Bord.

  • 300 Mio. € – Verkauf von Emmi AI an Mistral
  • 900 Mio. $ – Verkauf von Tractive an Bending Spoons
  • 220 Mio. € – Exit von Runtastic an Adidas

Alte, neue und große Player

Als Industrie-Bundesland beheimatet Oberösterreich bekanntlich Größen wie voestalpine, Miba, KTM, FACC, Lenzing, Greiner oder Engel — um nur ein paar zu nennen. Einige davon sind längst ins Ausland verkauft, haben aber nach wie vor ihren Sitz in Oberösterreich. Hinzu kommen internationale Riesen wie BMW und Siemens, die im Bundesland konzernweit wichtige Standorte betreiben.

Doch auch Tech-Größen sind in Oberösterreich zu finden. In der Schnittmenge zwischen Industrie- und Tech-Unternehmen befindet sich Keba, das mit seinen Lösungen für industrielle Automatisierung zu den globalen Playern im Feld zählt und dabei massiv auf KI setzt — mehr dazu in der Coverstory mit Keba-CEO Christoph Knogler. So wie Keba stammt ebenfalls aus Linz das international erfolgreichste IT-Unternehmen mit Wurzeln in Österreich: Dynatrace. Seinen formellen Sitz hat der Observability-Weltmarktführer, bei dem Co-Founder Bernd Greifeneder nach wie vor CTO ist, zwar schon lange in den USA; der weltweit größte Standort ist jedoch in der Stahlstadt und wurde erst dieses Jahr mit einem neuen Campus erheblich ausgebaut.

Über Industrie und IT hinaus hat Oberösterreich noch ein drittes Aushängeschild: die Ars Electronica. Was 1979 als Festival an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft begann, ist heute eine vierteilige Institution aus Festival, Prix, dem Museum Ars Electronica Center und dem Futurelab. Letzteres ist für das Innovationsökosystem das relevanteste Element: Das Labor entwickelt gemeinsam mit Unternehmen Prototypen und Zukunftskonzepte und schlägt damit die Brücke zurück zur Industrie. Linz trägt seit 2014 den Unesco-Titel „City of Media Arts“.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sexismus in der PR: Vom Sonnenkönig, „der sich nicht mehr spürt“