11.06.2016

Serien-Kick-Off zur Europameisterschaft: Fußball und Startups – I werd narrisch

Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hat begonnen. An der Anzahl der Zuschauer gemessen, ist es die weltweit drittgrößte Sportaufführung. Davor liegen nur die Olympischen Spiele und die Fußball-Weltmeisterschaft. Auch unsere Redaktion hat das Fußballfieber gepackt und wir starten eine redaktionelle Serie zur Fußball-Europameisterschaft. Denn: Startups und Fußball haben mehr miteinander zu tun, als man auf den ersten Blick vielleicht glauben möchte. 
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Was Fußball und Startups gemeinsam haben, erfährt ihr in unserer "I werd narrisch"-Serie (c) Jan Schwieger

Fußball ist viel mehr als ein Sport: Das Business macht Unsummen an Geld und ist nicht nur für die Werbebranche interessant. Es gibt eigene EM-Spaghettis, eigenes Fußball-Bier, Schokolade mit Verpackung, die an das Event erinnert und auch die Werbungen im Fernsehen machen die Europameisterschaft zum Hauptthema.

1 Prozent: Österreichs Chance bei EM

Für Startups ist der Sport längst nicht nur für Werbezwecke interessant. Das neu gegründete Fußball-Startup KickForm aus Münster hat etwa im Vorfeld zu Beginn der Spiele eine Plattform zur Vorhersage von Fußballspielen entwickelt. Physiker Jörg Heidjann und Kaufmann Jan Drücker errechneten die Chancen der einzelnen Länder mit Hilfe der Mathematik. Österreich hat demnach recht schlechte Chancen bei der Europameisterschaft: Zu nur 1 Prozent sollen wir Chancen auf den Titel haben und zu 13 Prozent kommen wir ins Halbfinale.

Echtzeit-Analyse der EM-Emotionen

Ob Österreich weiter kommt oder nicht, die Emotionen gehen jedenfalls hoch. Das Liechtenecker Lab aus Wien visualisiert diese mit dem Tool „What the feeling“. Damit sollen europaweite Reaktionen auf die Spiele sichtbar werden. Über Echtheit-Analyse der Twitter-API sollen die Stimmungen in den Ländern während der Spiele ausgewertet werden. Wie etwa fühlen sich Österreicher, sollte Deutschland den Titel holen?

Fans werden zum Sportjournalisten

(c) InscoutsEin anderes Startup aus Österreich ist ebenfalls vom EM-Fieber angesteckt worden. Im Oktober 2015 von Alex Pinter und Markus Stefan gegründet, macht die „Inscouts“-App Fans zu Sportjounalisten. User können die Leistungen von Teams oder Spielern bewerten und kommentieren. Experten können sich aber auch mit anderen messen. Ziel des Startups sei es, Sportfans zu aktiven Mitwirkenden zu machen. Über die Auswertungen möchten die beiden Gründer aus Villach Daten generieren. Unternehmen sollen überdies die Möglichkeit haben, Werbung zu platzieren und Gewinnspiele zu starten.

Schienbeinschoner für Fußballer

Über ein anderes Startup haben wir bereits berichtet: „Zweikampf“ stellt Schienbeinschoner im 3D-Druck Verfahren her. Und konnte damit auch bereits Fußball-Spieler überzeugen. Zuletzt outete sich der slowakische Fußball-Meister Stefan Maierhofer als Fan des Vater-Sohn-Unternehmen, das 2014 in Linz gegründet.

Vom Profi zum Investor

Übrigens: Einige erfolgreiche Fußball-Stars wurden nach ihrer sportlichen Karriere zum Investor. David Beckham investierte beispielsweise in die App „MyEye“ und wurde zum Markenbotschafter des Live-Streaming-Services. Ex-Fußball-Weltmeister Lothar Matthäus investierte in „trainerstar.de“, eine Trainer-Community.

Vom Profi zum Gründer

Selbst ein Business gestartet hat Arsenal-Profi Mathieu Flamini, den es hobbymäßig in die Forschung verschlagen hat: Lävulinsäure heißt der Stoff, der vielleicht Erdöl als Energieressource ersetzen könnte. Seit sieben Jahren soll er an der Entwicklung bereits arbeiten. Erzählt hat der Fußballspieler davon übrigens nicht einmal seiner Familie. Nicht einmal sein Trainer wusste laut Welt davon: „Ich wollte erst damit rausrücken, wenn wir wirklich einen Durchbruch erzielt haben“.

„Ich wollte erst damit rausrücken, wenn wir wirklich einen Durchbruch erzielt haben“, Arsenal-Profi Mathieu Flamini über sein Hobby-Projekt.

I werd narrisch!

Mit unserer redaktionellen Serie „I werd narrisch“ wollen wir noch viele weitere Gemeinsamkeiten zwischen dem Fußball-Spiel und Startups aufdecken. Dafür haben wir das Spielfeld einmal etwas anders ausgelegt, wie man aus unserem Bild herauslesen kann.

Bei Rückfragen, Anmerkungen oder Vorschlägen, stehe ich gerne unter [email protected] zur Diskussion zur Verfügung 😉 Stay tuned!

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Was Fußball und Startups gemeinsam haben, erfährt ihr in unserer „I werd narrisch“-Serie (c) Jan Schwieger
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SCCH
© dbrains academy - (vlnr): Leon Hiebl, Romana Pusch, Dominik Pühringer, Markus Manz (SCCH), Patrick Urmann und Notar Rüdiger Kriegleder.

Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) vermeldete vor kurzem, dass es seine Forschung künftig auch über eigene Unternehmensbeteiligungen verwertet – siehe hier. Die im Juli gegründete SCCH Innovations GmbH soll bis 2030 und darüber hinaus rund 30 Unternehmen aufbauen, wie CEO Markus Manz gegenüber brutkasten im September erklärte. Damals war bereits die erste Beteiligung fix: das MLOps-Startup LUML eines SCCH-Mitarbeiters.

SCCH: Tech-Transfer um Weiterbildung erweitern

Nun beteiligt man sich mit zehn Prozent Anteilen an dbrains academy. Mit diesem strategischen Schritt möchte das Forschungszentrum seinen Technologietransfer um Beratung und Weiterbildung erweitern, die dbrains academy erhält indes direkten Zugang zu aktueller KI-Forschung. Das gemeinsame Ziel: Unternehmen sollen KI wirksam im Arbeitsalltag einsetzen. Die Anteile hält die SCCH Innovations GmbH, die Beteiligungsgesellschaft des Forschungszentrums — über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Kooperation besteht schon seit 2025

Das SCCH steuert bei dieser Kooperation wissenschaftliche Expertise in Künstlicher Intelligenz, Data Science und Software Science bei. Die dbrains academy begleitet Unternehmen vom KMU bis zum Konzern in Österreich und Deutschland, von der KI-Strategie über den Kompetenzaufbau bis zur Umsetzung konkreter Anwendungen, in Workshops oder mehrmonatigen Begleitungen. Ein E-Learning soll zudem zeit- und ortsunabhängig KI-Kompetenz gemäß dem EU AI Act vermitteln.

„Technologietransfer endet für uns nicht mit der Entwicklung einer Lösung. Er ist dann erfolgreich, wenn neues Wissen in den Unternehmen ankommt und dort tatsächlich genutzt wird. Die dbrains academy bringt das Know-how mit, Unternehmen strategisch zu begleiten und dieses Wissen praxisnah zu vermitteln. Darin ergänzen wir uns ideal“, erklärt Markus Manz, CEO des SCCH.

Kooperation besteht seit 2025

Das Software Competence Center und dbrains academy arbeiten seit 2025 zusammen. Im gemeinsamen Lehrgang „AI Excellence Program for Pioneers“ bringen sie Forschung und Unternehmenspraxis zusammen, damit Teilnehmende eigene KI-Ideen bis zur Umsetzung führen. Nach dem ersten Durchgang, dem am 25. November 2026 der nächste folgt, entschied man sich für die Beteiligung.

Für das SCCH erreichen Forschungsergebnisse damit nicht mehr nur einzelne Projektpartner, sondern ganze Belegschaften. Zugleich fließen Fragestellungen aus der Praxis in die Forschung zurück. Die dbrains academy bringt neue Erkenntnisse früher in Strategieprojekte und Trainings ein und entwickelt KI-Lösungen gemeinsam mit dem SCCH. Kund:innen erhalten Strategie, Weiterbildung und Umsetzung auf dem aktuellen Stand der Forschung aus einer Hand. Die Geschäftsführung der dbrains academy bleibt unverändert.

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