03.11.2025
FINANZIERUNG

sequestra: Wiener Climate-Tech-Startup erhält 1,9 Millionen Euro FFG-Förderung

Das Wiener Climate-Tech sequestra möchte mit dem frischen Kapital seine industriellen CO2-Mineralisierungstechnologien weiterentwickeln.
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© sequestra - (v.l.) Roberto Lerche, Lukas Höber und Gero Schwarz von sequestra.

Das Wiener Technologieunternehmen sequestra FlexCo wurde im Juli 2024 von Lukas Höber, Roberto Lerche und Gero Schwarz gegründet. Es wurde im November 2024 als Gewinner des Greenstart-Programms des österreichischen Klima- und Energiefonds prämiert und holte im Februar 2025 ein 1,1 Mio.-Pre-Seed-Investment.

Zu den Investoren zählten damals die Carbon Drawdown Initiative und die VSE Beteiligungs-GmbH sowie Climate Founders. Rund zwei Wochen danach gab es eine FFG-Basisprogramm-Projektförderung mit 1,2 Mio. Euro zur Entwicklung analytischer Technologien. Nun wurde bekanntgegeben, dass ein weiteres Forschungs- und Entwicklungsprojekt von der österreichischen Forschungsfördergesellschaft (FFG) genehmigt wurde.

sequestra mit Alternative zur klassischen CO2-Speicherung

Das Wiener Startup entwickelt Prozesstechnologien, die eine permanente Abbindung von CO2 in mineralischen Reststoffen wie beispielsweise Stahlwerkschlacken oder Müllverbrennungsaschen ermöglichen. Durch Nutzung der dabei entstehenden Materialien im Bausektor werde eine nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Alternative zur klassischen CO2-Speicherung geboten.

Mit einem Förderprojektvolumen von 1,9 Mio. Euro unterstützt die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) nun für einen Zeitraum von zwei Jahren die Weiterentwicklung der industriellen CO2-Mineralisierungstechnologien bis in den Maßstab von einer Tonne Material pro Stunde.

Zusätzlich erhielt sequestra im Juni und September 2025 zwei aws-Förderungen in Höhe von insgesamt 180.000 Euro. Diese Mittel dienen der Bewertung und Absicherung der eigenen Patente in internationalen Märkten.

Analysen und Industrieprojekte

Wie das Startup mitteilt, wurden bereits erste Materialien von Kooperationspartnern hinsichtlich ihres CO2-Speichervermögens untersucht. Dabei habe sich gezeigt, dass es deutliche Unterschiede im Speicherverhalten gebe, selbst zwischen äußerlich ähnlich erscheinenden Materialien.

Dies würde die zugrunde liegende Hypothese von sequestra bestätigen: „Durch die gezielte Wahl und Steuerung der richtigen Prozessparameter lässt sich das CO2-Speichervermögen um ein Vielfaches erhöhen. Diese ‚Findings‘ unterstreichen die Bedeutung des patentierten, datengetriebenen Ansatzes des Startups, der auf einer intelligenten Kombination aus Materialanalyse, Prozessführung und maschinellem Lernen basiert“, liest es sich in der Aussendung.

Neben diesen Analysen befinden sich zudem größere Industrieprojekte mit internationalen Großunternehmen zur Validierung und Demonstration der CO2-Mineralisierung in Anbahnung und Entwicklung.

„Wir gehen nun mit voller Energie in die Entwicklung, Optimierung und Skalierung unserer industriellen Prozesstechnologie“, erklärt Roberto Lerche, CEO. „Unser Ziel ist es, aus Österreich heraus eine international führende Klimaschutztechnologie aufzubauen. Mit realer, hardwarebasierter Innovation, die CO2 dauerhaft bindet und dabei industrielle Wertschöpfung schafft.“

sequestra hat Team erweitert

Um diesen Übergang von Forschung zur industriellen Umsetzung zu stärken, hat sequestra in den vergangenen Monaten sein Team gezielt erweitert. Mittlerweile arbeiten zwölf Experten und Expertinnen aus sechs Nationen an der Weiterentwicklung der Technologie, elf davon mit ingenieur- oder naturwissenschaftlichem Hintergrund.

Das Jungunternehmen versteht seine Arbeit nicht nur als Beitrag zur Dekarbonisierung, sondern auch als Signal für den Technologiestandort Österreich. Gerade jetzt biete sich die Chance, dass sich Österreich im Bereich technologiebasierter Climate-Tech Start-ups international stärker etabliere, so das sequestra-Team. Man möchte zeigen, dass auch aus Österreich heraus wieder Technologien entstehen können, die globalen Klimaschutz, wirtschaftliche Wertschöpfung und technologische Führungsrolle verbinden.

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Beim WeAreDevelopers World Congress 2025. (c) Warda Network

Die Plattform WeAreDevelopers und die WKÖ Außenwirtschaft Austria haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, österreichischen Gründer:innen den Weg in den US-amerikanischen Technologiemarkt zu erleichtern. Im Rahmen des sogenannten „Startup Landing Zone“-Programms der Kampagne „GoUSA Silicon Valley 2026″ werden zwölf heimische Startups für einen vollständig unterstützten Markteintritt in der San Francisco Bay Area ausgewählt.

Zugang zu VCs und internationalen Tech-Bühnen

Das Programm richtet sich gezielt an Startups, die skalieren wollen, und vermittelt direkte Kontakte zu Venture Capitalists, Business Angels und zentralen Akteur:innen des Silicon Valley-Ökosystems. Ein wesentlicher Bestandteil der Reise, die im September 2026 stattfindet, ist die Präsenz der Startups auf drei der einflussreichsten Tech-Veranstaltungen der Welt. Die Teilnehmer:innen erhalten exklusiven Zugang zum WeAreDevelopers World Congress North America (23. bis 25. September 2026 in San José), zur San Francisco Tech Week sowie zur TechCrunch Disrupt.

Darüber hinaus umfasst das Angebot für die ausgewählten Gründerteams hochkarätige Keynotes, praxisorientierte Workshops & individuelle Coaching- und Mentoring-Sessions.

Laut Michael Dobersberger, dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in San Francisco, soll das Programm heimische Entrepreneur:innen dabei fordern, größer zu denken, schneller zu agieren und sich auf internationaler Bühne wettbewerbsfähig zu positionieren.

Acht Plätze verbleiben für heimische Tech-Gründer:innen

Für WeAreDevelopers, die ihr Flaggschiff-Event in diesem Jahr erstmals nach Nordamerika bringen, ist der Zeitpunkt kein Zufall. Co-Founder Benjamin Ruschin betont, dass man sicherstellen wolle, dass die nächste große Innovation nicht unbemerkt bleibt, nur weil sie in Österreich gestartet ist. Die Kooperation soll Gründer:innen einen kosteneffizienten und strukturierten Zugang in diesen stark umkämpften Markt bieten.

Von den zwölf verfügbaren Plätzen im Programm sind derzeit bereits vier an Startups vergeben. Interessierte Tech-Gründer:innen haben die Möglichkeit, sich für einen der acht verbleibenden Plätze zu bewerben. Die Einreichung erfolgt über die Veranstaltungsseite der WKÖ.


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit WeAreDevelopers




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