28.06.2019

Sensate: Grazer Startup mit „Do it Yourself-IoT“ für Zuhause

Das Grazer Startup Sensate entstand im Programm "Entrepreneur in Residence" des Grazer Company Builders Up to Eleven. Es will "Hobby-Bastlern" ohne Programmierkenntnisse die Umsetzung einfacher Do it Yourself-IoT-Projekte für Haus und Garten mit App-Unterstützung ermöglichen.
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Sensate: Erstes Startup aus dem Entrepreneur in Residence-Programm von UpToEleven
(c) Sensate: Gründer und CEO Manuel Fegerl

Vor etwas mehr als einem Jahr kündigte der Grazer Company Builder UpToEleven sein „Entrepreneur in Residence“-Programm an. Dort sollen digitale Geschäftsideen mit Rundum-Begleitung innerhalb eines Jahres vom ersten Konzept bis zur Marktreife gebracht werden. Nun stellte man das erste aus dem Programm hervorgegangene Startup vor: Sensate.

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Sensate: IoT als Do it Yourself-Projekt

„Sensate wird den DIY-Markt revolutionieren und es jedem von uns ermöglichen, einfach und günstig smarte Dinge selbst zu erdenken und zu bauen“, hofft Manuel Fegerl, Gründer und CEO des gerade in Gründung befindlichen Unternehmens. Konkret will man „leicht verständliche Bauanleitungen“ für Do it Yourself-Projekte wie eine barometrische Wetterstation oder ein Messgerät für Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit bieten. Diese können dann ohne Programmierkenntnisse mittels Sensate-App in ein IoT-System für Haus und Garten integriert werden. „Die ideale Raumtemperatur im Terrarium, ausreichende Wasserzufuhr für Zimmerpflanzen oder Frischluft für angenehme Raumatmosphäre“, ließen sich damit voll automatisieren.

Entrepreneur in Residence: Company Builder mit Rundum-Begleitung

Das Entrepreneur in Residence-Programm von UpToEleven scheint bei der Entwicklung den angestrebten Zweck erfüllt haben, folgt man Gründer Fegerl: „Die Möglichkeit, auf die Erfahrung und das Know-How des Company Builders zuzugreifen, half mir dabei, mich auf meine eigenen Stärken zu konzentrieren, ohne dabei andere wichtige Aspekte der Unternehmensgründung zu vernachlässigen. Nicht zuletzt auch durch das produktive und gleichzeitig freundliche Arbeitsumfeld war es möglich, die Geschäftsidee von Sensate deutlich weiter zu entwickeln und zu beschleunigen“.

„Sensate hat sich in den letzten Monaten äußerst vielversprechend entwickelt. Manuel ist ein starker Umsetzer und auf einem sehr guten Weg“, kommentiert Matthias Ruhri, Leiter des Company Builders.

Nächster Call bis 30. Juni

Der laufende Call für den nächsten Durchgang des Entrepreneur in Residence-Programms endet übrigens am 30. Juni. Man will dabei „Gründungsinteressierte mit ambitionierten Zielen und innovativen Lösungen“ bis zu 12 Monate lang mit einem umfangreichen Leistungspaket unterstützen. Das Exzellenz-Programm ermögliche es Junggründern, mit professioneller Expertise, eigenem Büroplatz in Graz und einem 40.000 Euro-Leistungspaket an ihren digitalen Ideen zu arbeiten, heißt es von UpToEleven. Die Jung-Entrepreneure müssen bei der Aufnahme ins Programm keine Geschäftsanteile abgeben.

⇒ Aktueller Call (Bewerbungsfrist: 30. Juni)

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Gropyus, Berlin, Lichtenberg
© Gropyus

Es ist wohl eine der aufsehenerregendsten Insolvenzen in der heimischen Startup-Geschichte: Die auf automatisierten Hausbau spezialisierte Wiener Gropyus AG, die zuletzt im März dieses Jahres eine weitere in einer Reihe von Finanzierungen über je 100 Millionen Euro kommunizierte, vermeldet die Insolvenz mehrerer Tochtergesellschaften. Öffentliche Daten gibt es zu diesen Insolvenzen aktuell noch nicht – bislang ist nur bekannt, was Gropyus selbst per Aussendung kommuniziert.

Investorenzahlung laut Gropyus ausgeblieben

Demnach ist die Muttergesellschaft nicht insolvent. Auslöser für die Anträge bei den Tochtergesellschaften sei ein akuter Liquiditätsengpass. „Die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten und bereits fälligen Investorenfinanzierung ist nicht wie geplant erfolgt, eine Überbrückung durch bestehende Gesellschafter reichte nicht für alle Gesellschaften aus“, heißt es vom Unternehmen. Die Verfahren sollen nun „einen geordneten rechtlichen Rahmen“ schaffen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, Finanzierungslösungen umzusetzen und die Fortführung der betroffenen Gesellschaften zu ermöglichen. „Zugleich verschaffen sie die Zeit, die laufenden Gespräche mit bestehenden und neuen Kapitalgebern strukturiert zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Aussendung weiter.

CEO Erler: „Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen“

Gründer und seit dem Abgang von Markus Fuhrmann im August alleiniger CEO Philipp Erler kommentiert: „Die Anträge sind kein Rückzug, sondern ein aktiver Schritt, um diese Substanz zu sichern und Gropyus neu aufzustellen. Unser Fokus liegt auf der Fortführung laufender Projekte, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und einer tragfähigen Finanzierung, mit der frisches Kapital gezielt in Produktion und Projekte fließt. Die weit fortgeschrittenen Investorengespräche wollen wir schnell abschließen – noch vor Eröffnung der Verfahren. Unser Ziel ist klar: Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen.“

Vergesellschaftungsdebatte in Berlin als Unsicherheitsfaktor

Trotz der dezidierten Begründung der Insolvenz mit der ausbleibenden Investoren-Zahlung verweist Gropyus in der Aussendung auch auf ein „deutlich verschärftes“ Marktumfeld. „Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte, lange Planungs- und Genehmigungszyklen verzögern Projektstarts“, heißt es vom Unternehmen. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten, „insbesondere die aktuellen Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin, einem wichtigen Markt für Gropyus“.

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