29.08.2017

SendCloud: 5 Millionen Euro für einfachen Versand – europaweit

Neue Investitionsrunde ermöglicht starkes Wachstum in Deutschland und Österreich sowie weitere Verbesserung des führenden europäischen Versandtools für Onlineshops. Die Fondgesellschaften henQ, BOM und TIIN Capital investieren in einer aktuellen Funding-Runde fünf Millionen Euro in SendCloud. Damit will das niederländische Startup seine Präsenz besonders in Deutschland und Österreich ausbauen. Das führende europäische Versandtool hilft Einzelhändlern, den Versand- und Retourenprozess zu optimieren und konkurrenzfähig zu bleiben. Mit der Weiterentwicklung können auch große E-Commerce-Händler – mit mehr als 20.000 Sendungen pro Monat – das Tool nutzen
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(c) SendCloud

50 neue Mitarbeiter und Fokus auf die DACH-Region

50 neue Mitarbeiter werden europaweit eingestellt, um das Versandtool weiter zu verbessern. 15 werden es allein in Deutschland und Österreich sein. Das zeigt den klaren Fokus auf die DACHRegion und Frankreich – aber auch das enorme Potential. „Wir bei henQ glauben, dass SendCloud die wichtigste E-Commerce-Versandplattform Europas werden kann“, sagt Jan Andriessen, Partner bei henQ, dem neuesten Investor von SendCloud. „Das Team ist unglaublich ehrgeizig und talentiert, die Zahl der kleineren und mittleren Webshops wird ständig größer. Zudem haben die etablierten Lieferdienste es noch immer nicht geschafft, die Bedürfnisse dieser Kundengruppe in Bezug auf den Versand zu befriedigen.“

Wachstumspotential des deutschen Onlinehandels

Mit 35,5 Milliarden Euro Jahresumsatz im Jahr 2016 und einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 12 Prozent bis 2019 boomt der deutsche E-Commerce Markt. „Doch die Anforderungen der Käufer in Bezug auf Versand und Rückgabe werden immer höher. Die größte Herausforderung für Online-Händler ist, diese Bedürfnisse zu berücksichtigen und gleichzeitig gewinnbringend zu wirtschaften“ ergänzt Rob van den Heuvel, CEO von SendCloud. „Und genau hier setzen wir an. Während unser Versandtool den Versandprozess optimiert, können sich Händler voll und ganz auf das Wachstum ihres Onlineshops konzentrieren.“

Über SendCloud

Drei niederländische Jungunternehmer mit einem Webshop für Handy-Zubehör entwickelten SendCloud 2012, weil ihnen die mühsamen Versandprozesse auf die Nerven gingen. Die cloudbasierte All-in-one-Lösung steigert die Effizienz des Paketversands um den Faktor drei: Shops lassen sich einfach anbinden und Versandlabels mit wenigen Klicks erstellen; personalisierbare Tracking-Emails und ein individuelles Retourenportal erleichtern die Kundenbindung. SendCloud hat in drei Finanzierungsrunden insgesamt acht Millionen Euro Investorenkapital eingesammelt. Das Unternehmen hat derzeit 50 Mitarbeiter, ist in fünf Ländern aktiv und wurde von TNW unter die 30 wachstumsstärksten europäischen Tech-Startups geratet.

Über henQ

henQ Capital Partners investiert in B2B-Software-Unternehmen in den Niederlanden und Europa von der Vorgründungsphase bis zur Serie-A-Finanzierungsrunde. Kennzeichnend ist die unternehmerische Erfahrung des Investors. henQ unterstützt die Unternehmen in seinem Portfolio beim intelligenten internationalen Wachstum und agiert dabei als Sparringspartner. Eine weitere Besonderheit ist, dass henQ den Unternehmen Zugang zu einem Netzwerk erstklassiger B2B-Software-Experten aus allen relevanten Bereichen – von der Software-Entwicklung bis zur Vermarktung und zum Vertrieb – verschafft. henQ hat mit früheren Fonds in Unternehmen wie SEOshop, Mendix und StudyTube investiert. Mit seinem aktuellen Fonds investiert henQ neben SendCloud unter anderem in ZIVVER, Impraise und Energyworx.

Über BOM

Die Brabantsche Entwicklungsgesellschaft BOM fördert die Entwicklung einer innovativen und widerstandsfähigen Wirtschaft in der niederländischen Provinz Brabant. Ihr Ziel ist es, der Region einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil in der sich rasch globalisierenden Welt zu verschaffen. Zu den Kernaufgaben der Gesellschaft gehört die Investition von Risikokapital in innovative Startups und wachsende Unternehmen. Ferner soll BOM ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung unterstützen, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Institutionen fördern sowie lokale Wirtschaftsstandorte entwickeln.

Über TIIN Capital

TIIN Capital investiert seit 1998 in Technologie-Unternehmen (einschließlich Software- und HighTech-Unternehmen). TIIN Capital ist in verschiedenen Fonds aktiv, darunter Berk Funds, TechFund und TIIN Buy-out & Growth Fund. TIIN Capital managt Assets in der Höhe von 60 Millionen Euro und greift auf ein Netzwerk von 1.000 informellen Investoren (Business Angels) zurück.

Disclaimer: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine nicht bearbeitete Presseaussendung. Die Brutkasten-Redaktion übernimmt keine inhaltliche Verantwortung für den Text des Absenders. 

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Das Gründungs-Trio von AYB: Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner (v.l.) © AYB

„Ausgewaschene Baumwollunterhosen fühlen sich mit der Zeit an wie so ein 40er Schleifpapier“, zumindest, wenn es nach Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl geht. Die drei Grazer wollten sich mit diesem Problem nicht länger abfinden und begannen so an der „perfekten Boxershorts“ zu tüfteln. Daraus geworden ist im November 2025 die AYB Underwear GmbH. AYB steht hier für „About Your Balls“. Seit Mitte Juli 2026 kann man sich vom Website-Claim „kein Zwicken. kein Kratzen.“ nun selbst überzeugen.

Zwei Jahre Materialsuche

Rund zwei Jahre arbeiteten die Gründer mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer zusammen, testeten laut eigenen Angaben mehr als 30 Stoffe und zwölf Prototypen, ehe die Wahl auf Tencel Modal Micro der oberösterreichischen Lenzing AG fiel.

Auch der Schnitt wurde mehrfach überarbeitet: An der Hüfte, „dort ist der Punkt, wo die Unterhose am meisten spannt“, wie Steiner im Interview erklärt, verzichtet AYB auf eine Naht. Stattdessen verlaufen die Nähte vorne und hinten. Daraus ergeben sich zwei zusätzliche Nähte, dafür aber ohne Druckstellen an der empfindlichsten Zone, wie die Gründer ausführen.

Made in China

Produziert wird in einer Partnerfirma im chinesischen Guangdong. Dort würden laut Steiner „90 Prozent aller Unterhosen der Welt produziert“, die Lieferketten seien entsprechend eingespielt. Eine Produktion in Europa hätte man laut Steiner deutlich teurer kalkulieren müssen: „Wir hätten das Dreifache verlangen müssen.“

Preislich positioniert sich AYB zwischen Billiganbietern und Premiummarken, ein Dreierset kostet 44,90 Euro. Über die genaue Marge wollten die Gründer keine Angaben machen, sie sei aber „für das Textilgeschäft üblich“, erwähnt man im Interview.

Verkaufszahlen übertreffen die eigenen Erwartungen

Die ersten Pre-Sale Bestellungen von AYB wurden selbst ausgeliefert. © AYB

Mitte Juli 2026 ging AYB mit einer ersten Bestellung von 1.000 3er-Sets in den regulären Verkauf. Ursprünglich hatten die Gründer mit 50 verkauften Sets pro Monat kalkuliert „und jetzt haben wir halt einfach mehr als das Zehnfache verkauft“, sagt Steiner.

Rund 600 Dreiersets wurden bislang abgesetzt, eine zweite Bestellung über 2.000 weitere Sets ist bereits unterwegs. Finanziert wird sie aus dem laufenden Cashflow: „Es läuft aktuell in einem positiven Cashflow, was uns sehr happy stimmt“, bestätigt Steiner gegenüber brutkasten. Auf Investor:innen verzichten die drei laut eigenen Angaben bewusst. Man wolle es soweit wie möglich bootstrappen.

Vom Marketingbüro zum Boxershort-Business

Steiner und Jöbstl betreiben parallel eine eigene Marketingagentur, aus deren Einnahmen unter anderem die GmbH-Gründung über 12.000 Euro von AYB mitfinanziert wurde. Aktuell laufen beide Geschäfte parallel. „Um auch zu schauen, was funktioniert am Ende des Tages einfach besser“, meint Steiner. Bis man sich bei AYB etwas auszahlen könne „dauert sicher noch zwei, drei Jahre“, fügt er hinzu.

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