06.04.2020

Seitenbunt: Kinderbuch zum Selbermachen bei „2 Minuten 2 Millionen“

Seitenbunt bietet Kinderbücher zum Selbermachen. Die Gründerin präsentiert ihre Idee am 7.4. in der Puls4-Gründershow "2 Minuten 2 Millionen".
/artikel/seitenbunt
Seitenbunt ist zu Gast bei 2 Minuten 2 Millionen
Das Selbermach-Set von Seitenbunt. (c) Seitenbunt

Kinderbücher müssen keine Stangenware sein – das zeigt unter anderem das Startup „Seitenbunt“, das am 7. April bei der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ zu Gast ist. Hier können Vorschul- und Volksschulkinder ihr eigenes Kinderbuch gestalten, was anschließend als originelles Geschenk für diverse Verwandte dient – wenn man sie dann halt nach der Coronakrise wieder besuchen darf.

Die Idee hinter den Seitenbunt-Büchern

Inspiriert zu dieser Idee wurde Seitenbunt-Gründerin Gloria Hiltmair von einem Mädchen, das schon im Alter von sieben Jahren eigene Kurzgeschichten schrieb, indem sie A4-Papiere zu einem „Heft“ zusammenfaltete.

+++2 Minuten 2 Millionen – alles über die Startup-Show++++

„Es muss doch möglich sein, dass Kinder – egal ob sie schreiben oder malen – am Ende ein eigenes, selbstgemachtes Buch ganz stolz in den Händen halten. Und zwar ohne, dass die Eltern kompliziert die Geschichten abtippen und in eine Book-on-demand Druckerei gehen müssen“, dacht sich Hiltmair – und die Idee zu Seitenbunt war geboren.

Inhalt und Preis der Seitenbunt-Box

Bei den Seitenbunt-Sets handelt es sich nun um ganzheitliche Bastelbuchsets, mit dem Kinder ihre eigenen Bücher kreieren können – unabhängig davon, ob sie nur malen oder auch schon schreiben können. Neben dem eigentlichen Heft sind im Set unter anderem ein Glitzerstift, Buntstifte, ein Radiergummi und 160 unterschiedliche Sticker zum Selberausmalen enthalten. „Alle Sticker sind von mir selbstgemalt – auch hier habe ich mich von vielen kreativen und coolen Kindern beraten lassen, was sie gerne zeichnen oder schreiben“, schreibt die Gründerin auf ihrer Website.

Preislich bewegen sich die Bastelbuch-Boxen von Seitenbunt zwischen 11,95 Euro und 19,95 Euro, ein Dreierset Blankobücher kostet 6,90 Euro. Die thematische Bandbreite reicht von „Abenteuer“ und „Fußball“ über „Märchen“ bis zu einer Begleitung durch das Kirchenjahr.

Seitenbunt-Bücher auch im B2B-Bereich

Neben der B2C-Schiene richtet sich Seitenbunt laut Website auch zunehmend an große Institutionen, darunter Hotels, Kitas, Schulen und weitere Unternehmen. Hotels zum Beispiel können sich ab einer Bestellmenge von 200 Büchern ihr Logo auf die Hefte drucken lassen, Unternehmen können die Verpackungen der Selbermach-Bücher mit einem Branding versehen.

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(c) SecurITe

Manchmal beginnt eine Gründungsgeschichte mit einem Satz, der wie eine Drohung klingt. „Alles, was wir in der Cybersecurity haben, kannst du wegschmeißen. Es wird in ganz kurzer Zeit nicht mehr funktionieren.“ Das soll Manuel Nedbal im Herbst 2024 zu Herbert Stöger gesagt haben – als das Schlagwort „agentic AI“ noch kaum jemand kannte. Rund anderthalb Jahre später, sagen beide, sei genau das eingetreten. Und aus der Ansage ist ein Unternehmen geworden, das nun eine bemerkenswerte Finanzierungsrunde vermeldet.

SecurITe hat eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (Euro) abgeschlossen – für eine Frühphasenfinanzierung im österreichischen Kontext eine außergewöhnliche Größenordnung. Sie reicht laut Unternehmen, um die Produktentwicklung über rund 24 Monate durchzufinanzieren. Strukturiert wurde die Runde bewusst über einen europäischen Finanzpartner aus dem Family-Office-Umfeld, der vorerst nicht genannt werden möchte. Auch die bestehenden Gesellschafter zogen mit.

Herbert Stöger, Managing Director x-tention | (c) Thomsen Photography

Hinter SecurITe stehen zwei Akteure, die sich ergänzen: Nedbal, der zwölf Jahre im Silicon Valley Cybersecurity gebaut hat, und Stöger, Gründer und Eigentümer der österreichischen Health-IT-Gruppe x-tention. Das Startup ist aus dieser Partnerschaft entstanden – x-tention brachte den Zugang zum Gesundheitsmarkt und das Problemverständnis ein, Nedbal die Technologie. Eine klassische Ausgründung sei es nicht; x-tention zählt heute zu den bestehenden Gesellschaftern.

Eine Begegnung im Bezirk Amstetten

Die Geschichte dahinter ist die zweier Welten, die im Mostviertel zusammenfanden. Nedbals Stationen im Valley: McAfee (später von Intel übernommen), dann das eigene Startup ShieldX, das nach fünf Jahren an Fortinet verkauft wurde, wo er als VP of Engineering arbeitete. Zuletzt verantwortete er bei Google die Architektur der Cloud-Firewall. Im Zuge der Pandemie kehrte er nach Österreich zurück – ein Muster, das man damals bei einigen heimischen Tech-Talenten beobachten konnte. Dort wurde er über einen gemeinsamen Freund Stöger vorgestellt.

Manuel Nedbal – CEO SecurITe (links) und Bernhard Aigenbauer – COO SecurITe | (c) SecurITe

Dieser hatte x-tention 2001 mit sechs Mitarbeitern gegründet; heute zählt die Gruppe rund 850 Beschäftigte in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie ein Office im Silicon Valley. Tief im Bereich Gesundheits-IT verankert, deckt x-tention Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Marktbedingungen, großes Problem, Marktzugang und Technologie seien „auf einmal zusammengekommen“ – Nedbal nennt es eine „Textbuchvorlage für ein Startup“. Heute verteilt sich das rund 50-köpfige Team auf Österreich, Silicon Valley und Bangalore.

Krankenhäuser als verwundbarster Punkt

Warum ausgerechnet Healthcare? Der Sektor sei von der Cybersecurity-Industrie „vergessen“ worden, argumentiert Nedbal – weil dort andere Regeln gelten. Klassische Schutzmechanismen ließen sich auf medizinischen Geräten und in klinischen Netzen nicht so einsetzen wie in der Enterprise-IT. Hinzu komme, dass während der Pandemie eine Hemmschwelle gefallen sei: Krankenhäuser würden heute ohne Schonung attackiert – rund um die Uhr.

Hier setzt das Resilienz-Argument der Gründer an: Krankenhäuser seien ein Paradebeispiel für kritische Infrastruktur, deren Absicherung längst keine rein technische Frage mehr sei, sondern eine der europäischen Souveränität. Die Sorge: Erkenntnisse über neue, KI-getriebene Angriffsmuster zirkulierten oft nur in einem begrenzten Kreis großer US-Anbieter – Krankenhaussoftware-Hersteller und europäische Institutionen seien dabei selten am Tisch. Eine eigenständige europäische Antwort, die nicht aus den USA, Israel oder China komme, sieht das Team daher als Chance. Konsequenterweise habe man auch die Finanzierung „aus Europa und für für das globale Wachstum“ gestemmt – die IP bleibe aber in Europa.

Die nächste Bedrohungsstufe sieht SecurITe in autonomen Agenten: Setzen Kliniken selbst KI-Agenten ein, könnten diese sich fehlverhalten; ein Angriff durch autonome Agenten sei zudem um ein Vielfaches gefährlicher als von einem menschlichen Akteur. Genau hier setzt das Produkt agentis360 an: Statt auf eine zentrale Instanz setzt es auf eigene Sensoren und kleine KI-Modelle, die direkt in der Infrastruktur sitzen und das Verhalten von Systemen und Agenten laufend auf Auffälligkeiten profilieren. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung vorantreiben und parallel internationalen Vertrieb sowie Partnerschaften aufbauen – mit Europa als Ausgangspunkt und dem globalen Rollout für kritische Infrastruktur als nächstes Ziel.

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Seitenbunt: Kinderbuch zum Selbermachen bei „2 Minuten 2 Millionen“

  • Kinderbücher müssen keine Stangenware sein – das zeigt unter anderem das Startup „Seitenbunt“, das am 7. April bei der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ zu Gast ist.
  • Hier können Vorschul- und Volksschulkinder ihr eigenes Kinderbuch gestalten, was anschließend als originelles Geschenk für diverse Verwandte dient – wenn man sie dann halt nach der Coronakrise wieder besuchen darf.
  • Neben dem eigentlichen Heft sind im Set unter anderem ein Glitzerstift, Buntstifte, ein Radiergummi und 160 unterschiedliche Sticker zum Selberausmalen enthalten.
  • „Alle Sticker sind von mir selbstgemalt – auch hier habe ich mich von vielen kreativen und coolen Kindern beraten lassen, was sie gerne zeichnen oder schreiben“, schreibt die Gründerin auf ihrer Website.
  • Preislich bewegen sich die Bastelbuch-Boxen von Seitenbunt zwischen 11,95 Euro und 19,95 Euro, ein Dreierset Blankobücher kostet 6,90 Euro.

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