24.09.2018

Segurio: das Netflix unter den InsureTech-Startups

Startup-Portrait. Die Plattform für Versicherungen Segurio möchte gegen veraltete und komplizierten Abläufe großer Versicherungskonzerne angehen und digitale und flexible Lösungen im InsureTech-Bereich bieten. Im Gespräch mit dem brutkasten erklärt CEO Franz Ihm seinen neuen Ansatz in einer hochkomplexen Branche.
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Segurio, Franz Ihm, Nina Gscheider, Insure, InsureTech
(c) Segurio - Gründer Franz Ihm und Nina Gscheider möchten mit Segurio die Komplexität aus der Versicherungsbranche entfernen.

Reisen buchen, Hotelzimmer reservieren, Auto kaufen – das und viel mehr ist heutzutage online leicht und unkompliziert möglich. Franz Ihm, Founder von Segurio, fragte sich deshalb, warum es im Versicherungsbereich mit seinem „Papierkram aus dem letzten Jahrtausend“ noch keine Alternative gebe und entwickelte mit Nina Gscheider eine Plattform. Dort kann der Kunde online spezifisch jene Dinge versichern, die ihm am Herzen liegen. „Der User ist bei uns nicht gebunden und besitzt ein monatliches Kündigungsrecht. Wie bei Netflix“, sagt Ihm.

+++ Wo bleibt die Disruption der Versicherungsbranche? +++

Lieblingsstücke individuell versichern

Die Gründer von Segurio sind seit Jahren im Bereich „High-Risk-Managment“ global tätig. Dabei hat das Team festgestellt, dass jahrelange Bindungsfristen und komplizierte Schadensabwicklung novelliert und an die Zeit angepasst gehören. Im Detail bedeutet das, dass ein Kunde auf der Homepage aus neun Kategorien, wie etwa Kunst & Antiquitäten oder Wein & Whisky, auswählen und seine Lieblingsstücke individuell versichern kann. Segurio ist seit Juli 2018 online und arbeitet als Vermittler mit Big Playern der Branche zusammen. Darunter Liberty Insurance und die ERGO Versicherung. „Wir sind grundsätzlich ein Versicherungsmakler und verkaufen keine fertigen Produkte“, so Ihm weiter. „Sondern wir entwerfen Verträge, wie die Versicherung aussehen soll“.

+++ Mehr Startup-Portraits in unserem Fokus-Channel +++

Segurio möchte Branche ins 21. Jahrhundert bringen

Und Co-Founderin Nina Gscheider präzisiert: „Anders als herkömmliche Versicherungsmakler kreieren wir unsere Produkte selbst. Als Broker gehen wir zu Versicherungen und verhandeln die Produkte, die es auf Segurio gibt“. Dabei kämpfe das Gründerteam kämpfe schon lange gegen veraltete und unnötig komplizierte Abläufe im Versicherungssegment. „Jahrelange Bindungsfristen, unverständliche Versicherungsbedingungen sowie schlechter Service und unfreundliche Call-Center-Lösungen sind längst nicht mehr zeitgemäß. Die Versicherungsbranche muss sich endlich auf das 21. Jahrhundert einlassen“, sagt Gscheider. Der Ansatz scheint zu wirken: Das Startup hat seit der Gründung rund 1.000 Verträge aus Deutschland, Österreich, Schweiz und UK lukrieren können. In naher Zukunft möchte das Unternehmen auch im App Store für iOS und Android seine Plattform launchen.


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Die Talentir Gründer Lukas Steiner (r.) und Johannes Kares (l.) © Talentir

Das schweizerisch-österreichische Fintech Talentir gibt den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde über vier Millionen Euro bekannt. Angeführt wird die Runde von Redstone VC. Weitere Investor:innen sind Inovia Capital (vertreten durch Patrick Pichette, ehemaliger CFO bei Google), Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital sowie Mark Ransford.

Überzeichnet und selektiv

Ursprünglich wollte Talentir lediglich drei Millionen Euro einsammeln, erzählt Co-Founder und CEO Lukas Steiner im Interview mit brutkasten-Herausgeber Dejan Jovicevic. Das Interesse übertraf diese Erwartung laut dem Gründer deutlich: Letztlich lagen Zusagen über rund 5,5 Millionen Schweizer Franken (fast 6 Millionen Euro) vor, woraufhin das Team Angebote bewusst ablehnte.

Pivot mit Anlauf

Die Runde folgt auf eine längere strategische Entwicklung: Talentir pivotierte zunächst vom Creator-Marktplatz zu Echtzeit-Auszahlungen für YouTuber, bevor das Unternehmen seine Technologie auf eine breitere B2B-Infrastruktur ausweitete.

Im Interview benennt Steiner die Marktlücke direkt: „Stripe hat das Pay-in gelöst, aber das Pay-out-Thema mit unterschiedlicher Regulatorik – das ist nach wie vor extrem komplex.“

Die Payout-Infrastruktur

Talentir übernimmt diesen komplexen Payout-Prozess, von der Datenverarbeitung über Compliance- und Steueranforderungen bis zur eigentlichen Auszahlung. Dabei kombiniert das Team KI-gestützte Automatisierung mit einer eigenen Stablecoin-basierten Settlement-Infrastruktur.

Bereits heute wickle man täglich Auszahlungen im siebenstelligen Bereich ab, so das Unternehmen. Eine Besonderheit ist laut Unternehmen die Rolle als „Merchant of Record“ auf der Auszahlungsseite: Talentir übernimmt dabei regulatorische Verpflichtungen wie Steuerbehandlung und Empfänger-Onboarding. Das Geschäftsmodell basiert dabei auf einer prozentuellen Beteiligung des abgewickelten Transaktionsvolumens, wie Steiner im Interview erklärt.

Europäischer Anspruch

Mit dem frischen Kapital will sich Talentir als europäische Alternative zu bestehenden, meist US-amerikanischen Lösungen positionieren. „In der Vergangenheit gab es derartige Lösungen höchstens im Silicon Valley“, heißt es in der Aussendung.

Dabei sollen unter anderem zwei neue Hires helfen. Moritz Putzhammer vom Krypto-Trading-Bot-Startup Trality und Nik Redl, der am Exit von Mokker.ai beteiligt war und bei Talentir künftig als Founding Engineer und Head of AI mitwirken wird, konnte das Startup für sich gewinnen.

Das nächste messbare Ziel ist laut Unternehmen ein jährliches Transaktionsvolumen von 100 Millionen Euro. Langfristig peile man die Milliardenmarke an. Das frische Kapital fließe laut Steiner primär in Sales, Compliance und Licensing: „Das ist jetzt das Allerwichtigste.“

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