23.05.2022

Segel-Startup Seasy: Die Marinas-Finder aus Graz

Eine Plattform, die Segler und Marinas verbindet.
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(c) Seasy/FB - Das steirische Startup Seasy vermittelt Anlegestellen für Segler.

Niklas Baumgartner ist ein leidenschaftlicher Segler und Motorbootenthusiast. Mitten auf dem Meer war es, als er 2016 die Idee zu Seasy hatte. Bei einem Familienurlaub bemerkte er die verschiedenen Bedürfnisse seiner Begleiter, es kamen organisatorische Probleme auf, wie ein fehlender Platz in der Marina trotz Buchung und andere Notwendigkeiten, die zu Stress und Hektik führten.

Seasy als AirBnb der Seglerszene

Deshalb hat er gemeinsam mit Martin Olsansky und Ivana Zemanovicova die Buchungsplattform Seasy entwickelt. Übersichtlichkeit und die Vernetzung Segelbegeisterter standen für den Gründer von Anfang an im Fokus. Sein Modell ähnelt daher dem von AirBnb.

Das Startup hat bisher 5.000 Buchungen abgedeckt und verfügt über 200 Marinas sowie 70.000 Nutzer. Baumgartner hat bereits am zweiten April 2021 dem brutkasten erzählt, dass neben dem Komfort, innerhalb kürzester Zeit freie Anlegeplätze buchen zu können, auch der Sicherheitsaspekt der Plattform zentral sei: „Insbesondere auf See schlägt das Wetter bekanntlich schnell um. Segler sind dann gefordert, innerhalb kürzester Zeit, eine sichere Anlegestelle zu finden – unsere Entwicklung ist dafür maßgeblich“, sagte der Gründer.

Navigationssatellitensysteme für Lokalisierung der Segelboote

Dafür setzt Seasy, das seinen Sitz im „Business Incubation Center“ (BIC) der Weltraumagentur ESA in Graz hat, auf Weltraumtechnologie. Konkret wird auf globale Navigationssatellitensysteme zugegriffen, um das Boot zu lokalisieren.


Bisher konnte das 150.000 Euro umsatzstarke Startup 2021 ein sechsstelliges Investment an Land ziehen. Wer sehen möchte, ob weiteres Kapital dazu kommt, kann dies am Dienstagabend bei „2 Minuten 2 Millionen“ tun. Weiters dabei: Flocke und Guard Mine.

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
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Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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