06.05.2025
ÜBERWACHUNGSSYSTEM

Secubix: Wiener Startup sagt Fahrerflucht den Kampf an

In Wien sind Parkschäden an Vespas und Motorrädern keine Seltenheit. Verursacher:innen flüchten oft, ohne Spuren zu hinterlassen. Das Wiener Startup Secubix will das ändern.
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Die Secubix-Gründer Elmas Libohova und Florian Gebauer
Die Secubix-Gründer Elmas Libohova und Florian Gebauer | Fotos: Secubix

Florian Gebauer fand seine Vespa zerstört zwischen zwei Fahrradständern. In der Nacht war jemand hineingekracht. Fahrerflucht. Kein Hinweis, kein Schuldeingeständnis – nur ein Totalschaden, auf dem er sitzenblieb. Doch das sollte ihm nicht noch einmal passieren. Er überlegt sich eine Lösung: Secubix, ein innovatives Überwachungssystem speziell für geparkte Vespas. Im März 2024 gründet er dafür das Startup Parksheriff, das unter dem Produktnamen Secubix firmiert.

Kennzeichen der Täter:innen kommt per App

Gebauer hat ein Überwachungssystem entwickelt, das bei Erschütterungen automatisch Kameras aktiviert. Zwei Weitwinkelkameras erfassen das Geschehen, insbesondere das Kennzeichen des verursachenden Fahrzeugs. Die Idee: Die Aufnahmen werden DSGVO-konform gespeichert und dem Besitzer per App zugänglich gemacht. Weil die Kameras nur im Schadensfall aufzeichnen, entsprechen sie dem Datenschutzrecht, heißt es seitens des Unternehmens.

„Wir decken mit zwei Weitwinkelkameras fast alle Fälle ab. Personen können aufgrund der niedrigen Auflösung nicht wiedererkannt werden. Aber das Kennzeichen ist durch eine Graustufen-Kamera erkennbar“, erklärt Co-Founder Elmas Libohova im Gespräch mit brutkasten.

Secubix bekommt Investment-Zusage bei 2m2m

Jetzt fehlt nur noch Kapital. In der aktuellen Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ überzeugten sie die Investoren Alexander Schütz und Mathias Muther – und bekamen eine Zusage über 225.000 Euro für 25,1 Prozent. Derzeit sind die Gründer auf der Suche nach weiteren Investor:innen.

Verkaufsstart für Q4 geplant

Für 249 Euro plus Cloud-Abo will Secubix bald den europäischen Markt erobern. Die Auslieferung startet im vierten Quartal dieses Jahres, Vorbestellungen nimmt das Startup bereits auf. Nächste Ziele: weitere Rollermodelle, später auch Motorräder und Autos.

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© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

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