19.06.2015

Schweizer Startup entwickelt Mikroskop für Tomographie lebender Zellen

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© Nanolive: Dieses Team hat an der Entwicklung des 3D Cell Explorer gearbeitet.

Das Schweizer Startup Nanolive hat ein bis jetzt einzigartiges Mikroskop entwickelt, das die Erforschung lebender Zellen in 3D ermöglicht- ganz ohne sie zu beschädigen. 2013 gegründet, hat das Unternehmen nun seine Entwicklung der Öffentlichkeit präsentiert. Sitz des Startups ist der Innovationspark der Schweizer Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Die Markteinführung des „3D Cell Explorer“ ist diesen Sommer geplant.

Hier das Abbild einer Krebs-Zelle: (© Nanolive)

Krebszelle ©  Nanolive

Das patentierte Mikroskop bietet einen Einblick in lebende Zellen und kommt dabei ohne Zellvorbereitung und langdauernde Färbeverfahren aus. „Da alles Leben der Erde auf Zellen basiert, stellt dies einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Mikroskopie dar, der alle Bereiche von Bildung, Biologie, Pharmazie, Kosmetik, bis hin zu akademischen und industriellen Forschung auf den Kopf stellen könnte“, heißt es in der Aussendung von Nanolive.

Die Hintergrundgeschichte: Herkömmliche Lichtmikroskope haben eine Auflösungsgrenze, die es bisher unmöglich machte, das Innere lebender Zellen vollkommen „invasionsfrei“ darzustellen. Der 3D Cell Explorer basiert auf einer Technologie, die die grundlegende Begrenzung des Lichts überwindet. Das bedeutet: Ähnlich wie bei einem MRI/CT-Scan eines Patienten im Krankenhaus, liefert Nanolives Produkt Tomographien lebender Zellen. Dadurch ist es Forschern zum ersten Mal möglich, die tatsächliche Zelle zu untersuchen und ihr Inneres, wie Zellkern und Organellen zu beobachten. Außerdem kann man nun visualisieren und messen, wie genau sich externe Reize oder Medikamente auf lebende Zellen auswirken. „Dies öffnet die Tür für vollkommen neue Forschungsfelder und intelligenter Produkte“, heißt es weiter.

Hier ein Video der Interaktion zweier Zellen:

Quelle

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(v.l.) Michael Schöngruber, Hansi Hansmann, Samuel Brandstätter, Lisa Pallweber | © 3Folio

Nach der jüngsten Neustrukturierung im Management rund um CEO Samuel Brandstätter und CPO Michael Schöngruber (brutkasten berichtete) macht 3Folio nun mit einem neuen Investor auf sich aufmerksam: dem Hansmann Family Office. Das Krypto-Startup möchte durch diese Zusammenarbeit seine technologische Basis weiter skalieren und die Position bei professionellen und regulierten Marktteilnehmern ausbauen. Über die Höhe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart. Die Zusammenarbeit soll aber über die Bereitstellung von Kapital hinausgehen: Erfahrung im Unternehmensaufbau, strategischer Austausch und Sparring bei der Skalierung sollen die nächste Entwicklungsphase von 3Folio begleiten. Das Unternehmen möchte „entlang konkreter Kundennachfrage nachhaltig und profitabel wachsen“.

„Mit Erfahrung und Netzwerk unterstützen“

„Digitale Assets werden Teil des Finanzsystems – und damit braucht es professionelle Infrastruktur für Accounting, Tax und Compliance. Sam, Michael und das Team haben dafür eine starke Basis geschaffen. Wir wollen sie jetzt mit Kapital, aber vor allem auch mit Erfahrung und Netzwerk dabei unterstützen, daraus einen europäischen Player zu bauen“, sagt Hansi Hansmann zu seinem neuesten Investment.

Brandstätter blickt über die österreichischen Grenzen hinaus: „Jetzt geht es darum, diese in ein international skalierbares Unternehmen zu übersetzen. Mit dem Hansmann Family Office gewinnen wir einen Partner, der Technologieunternehmen langfristig begleitet und mit uns an den entscheidenden Fragen für die nächste Wachstumsphase arbeitet.“

Europäische Ausrichtung

3Folio will sich als europäische Referenzplattform für Finance und Compliance im Digital-Asset-Markt etablieren. Österreich und Deutschland bilden dabei die ersten Schwerpunktmärkte. Das Fintech-Startup konzentriert sich auf Anwendungsbereiche wie Crypto Accounting & Taxation, bei denen Daten für buchhalterische und steuerliche Prozesse aufbereitet werden. Mit dem Investment des Hansmann Family Offices möchte 3Folio diese Bereiche weiterentwickeln und „die Voraussetzungen für weiteres europäisches Wachstum schaffen“.

3Folio richtet sich unter anderem an Crypto-Asset-Service-Provider und strukturiert Transaktionsdaten so, dass sie für Buchhaltung, steuerliche Verarbeitung und regulatorisches Reporting nutzbar werden. Die Plattform bildet die Daten- und Prozessbasis zwischen dem operativen Umgang mit digitalen Assets und den nachgelagerten Finance-, Compliance- und Reporting-Systemen. Im Mittelpunkt von 3Folio stehen nachvollziehbare Datenherkunft, konsistente Verarbeitung und prüfbare Ergebnisse.

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