26.04.2021

Schokoladenmarke KitKat will bis 2025 klimaneutral sein

Mit der Halbierung der Emissionen, die bei der Beschaffung der Rohstoffe, der Produktion und durch den Vertrieb entstehen, will die Schokoladenmarke KitKat aus dem Hause Nestlé ihr Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2025 erreichen.
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KitKat Riegel
© Nestlé/KitKat

In einem ersten Schritt arbeitet man dazu mit dem globalen Beratungsunternehmen für Klimawandel und Nachhaltigkeit, The Carbon Trust, zusammen. Dieses misst den aktuellen CO2-Fußabdruck der Schokoladenmarke. Der Prozess soll bis Ende 2021 abgeschlossen werden. Klar ist bereits jetzt, das die meisten Emissionen bei der Herstellung der KitKat-Zutaten Kakao und Milch entstehen. Deswegen sollen diese u.a. durch Initiativen zur Wiederherstellung von Wäldern oder dem Forcieren einer regenerativen Landwirtschaft so weit wie möglich reduziert werden. Nicht vermeidbare Emissionen werden durch Investments in natürliche Klimalösungen ausgeglichen.

Schutz von Wäldern und Bekenntnis zu regenerativer Landwirtschaft

Um gegen das Abholzen von Wäldern – im Übrigen weltweit einer der stärksten Treiber von Treibhausgasemissionen in der landwirtschaftlichen Versorgungskette – vorzugehen, setzt Konsumgüterhersteller Nestlé seit über zehn Jahren auf Zertifizierungen, Nachverfolgungen der Versorgungskette oder Satellitenbilder. Zudem wurde 2019 zum Schutz der Wälder in der Kakao-Lieferkette ein Aktionsplan veröffentlicht. Seit Anfang April 2021 gibt es zudem die mit anderen Partnern umgesetzte Initiative Rimba Collective, die auf den Schutz und die Wiederherstellung von mehr als 500.000 Hektar tropischer Waldlandschaften in Südostasien abzielt.

Um die regenerative Landwirtschaft zu fördern, schult KitKat Kakao-, Palmöl-, Getreide- und Zuckerbauern in Bezug auf Anbaumethoden, die weniger synthetische Stoffe einsetzen, eine bessere Bewirtschaftung der Böden sowie das Pflanzen von Bäumen fördern. Bs 2025 sollen etwa fünf Millionen Schattenbäume dort gepflanzt werden, von wo der Kakao bezogen wird.

Weitere Engagements

Weiters auf der Agenda von KitKat steht die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks der eigenen Werke und die Nutzung von 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis 2025. Seit 2000 konnte eine Reduktion der benötigten Energie zur Herstellung von KitKat um mehr als 40 Prozent pro Tonne erzielt werden. Außerdem bezieht KitKat seit 2016 100 Prozent Kakao aus dem im Jahr 2009 lancierte Nestlé Cocoa Plan. Unter diesem Programm hat Nestlé mehr als 15 Millionen Kakaobäume gepflanzt und mit 300 Millionen CHF Nachhaltigkeit im Kakaoanbau unterstützt.

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Andreas Klinger ist einer der Initiatoren von EU Inc | (c) brutkasten / Dervisevic
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„Das Startup-Ökosystem muss vor dem 16. Juli laut werden.“ – mit diesem Appell wendet sich die Initiative EU-INC aktuell an die europäische Startup-Szene. Denn die kommenden Wochen seien das entscheidende Zeitfenster, um noch auf den Gesetzgebungsprozess in Brüssel einzuwirken. Die Warnung der Initiatoren fällt deutlich aus: „Mehrere Lobbygruppen drängen darauf, genau die eine Klausel zu streichen, die das Ganze funktionsfähig macht.“ Konkret geht es um die freie Wahl des Registrierungssitzes. Diese Klausel bildet ein Herzstück des Entwurfs. Falle sie weg, drohe das gesamte Projekt für Startups seinen Wert zu verlieren, meint man bei der Initiative.

Kritik bereits bei Kommissions-Entwurf im März

Die Forderung nach einer einheitlichen europäischen Rechtsform für Startups treibt das Ökosystem seit Monaten an. Die Initiative EU-INC sammelte zehntausende Unterschriften, um ein Gegenkonzept zur regulatorischen Fragmentierung in der EU und damit eine ernsthafte Alternative zur US-Rechtsform Delaware Inc. für europäische Startups zu schaffen. Das klare Ziel: Gründungen, grenzüberschreitende Skalierung und Investments deutlich zu vereinfachen.

Die EU-Kommission griff die Forderung auf und lieferte schließlich im März einen Entwurf, der den Begriff „EU Inc.“ von der Initiative übernahm, aber bei weitem nicht alle Forderungen (brutkasten berichtete). Schon vor der offiziellen Veröffentlichung äußerten viele aus dem Ökosystem Kritik an Kompromissen und potenziellen Hürden. Sie befürchteten, dass nationale Interessen eine wirklich einheitliche Lösung blockieren.

EU Inc. als „Plug-in“

Nun liegt eine juristische Detailprüfung des Kommissionsentwurfs im Auftrag der Initiative vor. Und mit ihr folgt seitens EU-INC eine teilweise Neupositionierung. Der Entwurf bringe nicht das ursprünglich geforderte „28. Regime“ – also eine völlig losgelöste, eigenständige europäische Rechtsform mit einem eigenen Gesellschaftsrecht und einem eigenen Gerichtssystem, wird klargestellt. Stattdessen bewerten die Expert:innen die EU Inc. nun als „Plug-in für das Rechtssystem jedes Landes“.

Die Initiative passte ihre Vorschläge nun an diese Gegebenheiten an. Die Rechtsform könne weiterhin als Wegweiser zu einem paneuropäischen Standard dienen, vorausgesetzt, die Politik setze sie korrekt um, heißt es. Da setzt die aktuelle Kritik an. Die Initiative spricht sich vehement gegen das Szenario aus, dass nationale Anpassungswünsche den Entwurf aushöhlen und am Ende „27 verschiedene Geschmacksrichtungen“ entstehen. Eine Kern-Forderung der Initiator:innen: „Lasst nicht zu, dass die freie Wahl des Registrierungssitzes verwässert wird“. Sie betrachten diese Wahlfreiheit als die absolut unverhandelbare Grundvoraussetzung für den Erfolg der Rechtsform.

Klinger: „Phase 3 beginnt“

EU-INC bläst unter anderem via LinkedIn zur Mobilisierung innerhalb der europäischen Startup-Szene. Andreas Klinger, Co-Initiator und bekanntes Gesicht der Kampagne, kommentiert in einem Posting: „Das ist groß. Die Phase 3 von EU-INC beginnt.“ Man brauche nun die gesamte Startup-Community hinter den Forderungen der Initiative. „Lasst uns das über die nächste Ziellinie bringen“, so Klinger.

Konkret ruft die Initiative Gründer:innen und Investor:innen auf: „Postet auf LinkedIn. Fordert: Ein Europa. Einen Standard.“ Die Akteure sollen ihre EU-Abgeordneten sowie Staats- und Regierungschefs in ihren Beiträgen direkt markieren. Gerade im deutschsprachigen Raum sollen die Gründer gezielt Politiker wie den SPD-Europaabgeordneten René Repasi, der bereits vergangenes Jahr mit einem Gegenentwurf zur Initiative auf sich aufmerksam machte, in die Pflicht nehmen und den öffentlichen Druck aufrechterhalten. „Helft uns, das bis zum 16. Juli richtigzustellen“, so die Initiator:innen.

Aufruf von AustrianStartups

Von AustrianStartups kommt zugleich ein Aufruf an die heimische Community: Es sei an der Zeit, laut zu werden – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene. Österreichische Minister:innen könnten nämlich im Rat der EU Einfluss auf die finale Entscheidung nehmen. „In Österreich zieht aber nicht jeder am selben Strang. Die typischen Interessensvertetungen arbeiten dagegen“, heißt es von AustrianStartups. Man arbeite sowohl „hinter verschlossenen Türen“ als auch öffentlich an Verbesserungen.

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