01.06.2021

Scan & Pay bei Ikea – wie die neue Art des Shoppens Kunden begeistert

Mit der neuen App-Funktion "Scan & Pay" will der schwedische Möbelhändler Ikea dem Bedürfnis der Kunden und Kundinnen nach digitalen Lösungen Rechnung tragen.
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Ikea Scan & Pay
© Ikea

„Das Einkaufsverhalten in Österreich wird immer digitaler, wobei vor allem mobile Anwendungen eine große Rolle spielen. Unser Fokus liegt ganz stark darauf, unsere umfassenden Services an die veränderten Anforderungen nach digitalen Angeboten anzupassen. Sei es Click & Collect oder Scan & Pay – wir möchten mit der nahtlosen Verzahnung aller Einkaufskanäle noch näher an die KundInnen rücken“, so Claudio Winkler, Country Digital Manager bei Ikea Österreich.

Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, hat der schwedische Einrichtungskonzern im Februar eine eigene App vorgestellt, die sowohl Inspiration bietet, als auch die Möglichkeit Einkaufslisten zu erstellen sowie online zu bestellen umfasst. Diese wird nun um die Scan & Pay-Funktion erweitert, die auf ein übergreifendes On- und Offline-Erlebnis abzielt. Alle Produkte – auch größere Aufträge wie etwa ein PAX-Schrank – können so mit dem Mobiltelefon gescannt werden. Nach Abschluss des Einkaufs wird ein QR-Code erstellt, mit dem dann bei eigenen Scan & Pay-Kassen mit der gewünschten Zahlart zeitsparend bezahlt wird. Konzipiert werden all diese Funktionen übrigens von einem eigenen, internen Webentwickler-Team, um immer auf dem letzten Stand der Technik zu sein und bei weltweiter Verwendung auch die lokalen Kundenbedürfnisse schnell und unkompliziert berücksichtigen zu können.

Startschuss in Vösendorf

Das neue Service wird schrittweise auf alle Ikea-Standorte ausgerollt. Seit 28. Mai kann die Funktion im Einrichtungshaus in Vösendorf verwendet werden. Bei Ikea Wien Nord geht es diese Woche los und bis Ende Juli folgen dann alle weiteren österreichischen Standorte. Im Spätsommer eröffnet der Möbelhändler am Westbahnhof, wo die neue digitale Einkaufsweise aufgrund der dort fast ausschließlich eingesetzten Self-Service-Kassen gleich von Beginn an eine wesentliche Rolle für einen unkomplizierten Einkauf spielen wird.

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Mit Ignite Ventures ist die WU eine von fünf Hochschulen, die im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative eigene Beteiligungsstrukturen aufgebaut haben. | (c) BOAnet_LC

Österreichs Hochschulen sollen als Quelle neuer Unternehmen an Schlagkraft gewinnen. Im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative unterstützt das Austria Wirtschaftsservice (aws) dafür ausgewählte Hochschulen mit einer Anschubförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau professioneller Ausgründungs- und Beteiligungsstrukturen, die internationalen Standards entsprechen.

Finanziert wird die Förderung aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Fonds Zukunft Österreich), die Projektlaufzeit beträgt rund drei Jahre. Ziel ist es, akademische Spin-offs frühzeitig auf Gründungs- und Skalierungstauglichkeit vorzubereiten und damit jene strukturelle Lücke zu schließen, die Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren aufweist.

Was die einzelnen Häuser vorweisen

Die BOKU University begleitet mit der hundertprozentigen Tochter Connective Base GmbH Spin-offs und Startups aus dem universitären Umfeld vom ersten Prototyp bis zum Exit. Im ersten Jahr wurden gemeinsam mit internationalen Expert:innen die rechtlichen und strukturellen Grundlagen für einen professionellen und raschen Ausgründungs- und Investmentprozess geschaffen. Erste Beteiligungen und Spin-offs befinden sich laut Aussendung bereits in Umsetzung.

An der JKU wurde im September 2025 die JKU Technology Transfer GmbH (TTG) gegründet. Als Teil des House of Research and Innovation (HoRI) entwickelt sie Schutzrechts- und Verwertungsstrategien, initiiert Kooperationen mit Unternehmen und begleitet Forschende auf dem Weg zum Spin-off.

Das 2024 gegründete MedLifeLab der Medizinischen Universität Innsbruck begleitet Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in den Bereichen Life Sciences, MedTech und BioTech von der Idee bis zur marktreifen Lösung, von Technologietransfer und IP-Management bis zu Unternehmensgründung und Finanzierung. Über Bildungsangebote und Community Building soll ein Ökosystem entstehen, das Tirol regional und international vernetzt.

Die TU Wien hat mit NOCTUA Science Ventures gemeinsam mit Speedinvest einen eigenen Spin-off-VC-Fonds aufgebaut. Er soll mehr als 40 österreichische Spin-offs finanzieren und bis Ende 2026 ein Zielvolumen von bis zu 25 Mio. Euro erreichen. Bis dato wurden über 200 österreichische Spin-offs gesichtet und evaluiert. Über die technischen Hochschulen der TU Austria als Gesellschafter und Partner soll eine tiefe Verankerung in den Universitäten sichergestellt werden.

WU Ignite Ventures setzt bereits am sogenannten „Ignite Moment“ an. Gründer:innen erhalten bis zu 50.000 Euro Pre-Seed-Kapital in zwei Tranchen über ein gründerfreundliches SAFE-Instrument, dazu Zugang zum WU-Netzwerk und eine Alumni-Co-Investment-Plattform. Drei Investments wurden bereits getätigt, zudem startete gemeinsam mit VC-Partnern ein VC Analyst Program für WU-Studierende.

Tipp der Redaktion

brutkasten hat sich dem Thema akademische Ausgründungen im vergangenen Jahr in der Serie From Science to Business gewidmet und dabei beleuchtet, wie aus Forschung heraus Unternehmen entstehen und welche Strukturen es dafür braucht.

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