08.06.2022

S&B Award 2022: Jetzt einreichen und die Chance auf 20.000 Euro Preisgeld sichern

Bis 23. Juni sucht der Rudolf Sallinger Fonds im Rahmen des S&B Awards noch nach frühphasigen Kommerzialisierungsideen, die auf einer Forschungsleistung beruhen.
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(c) AdobeStock
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Der S&B Award wird bereits seit mehreren Jahren vergeben und hat sich zum Ziel gesetzt, den Mut zum Unternehmertum in Österreich zu fördern. Zudem möchte der Rudolf Sallinger Fonds mit dem Preis als Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie Innovation und Forschung agieren, um so den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken.

S&B Award 2022 – jetzt einreichen

Der S&B Award prämiert dabei das Potenzial einer sich im Frühstadium befindenden Kommerzialisierungsidee, die auf einer wissenschaftlichen Forschungsleistung beruht. Zugelassen werden laut den Initiatoren Kommerzialisierungsideen von Forschungsleistungen, die noch nicht verwertet wurden und damit den Markteintritt noch vor sich haben. Bis zum 23. Juni 2022 haben Interessierte Zeit, ihre Idee für den diesjährigen Preis einzureichen.

+++ Jetzt zum S&B Award einreichen +++

Was die Finalist:innen & Gewinner:in erwartet

Aus allen Einreichungen ermittelt eine Jury in einem mehrstufigen Auswahlverfahren bis zu zehn Finalist:innen. Unter anderem wird die Forschungsleistung, Ideenskizze der Kommerzialisierungsidee, Kundennutzen, Marktchancen und der ökologische bzw. soziale Impact bewertet. Folgende Preise werden im Rahmen des S&B-Awards vergeben:

  • Platz 1 erhält einen Geldpreis in der Höhe von 20.000 Euro.
  • Die Top-10-Finalist:innen erhalten kostenlose Mentoring- und Unterstützungsleistungen für die Umsetzung ihrer Ideen. Dazu zählt unter anderem Pitch-Training mit Science Center Netzwerk, ein Legal-Workshop mit Herbst Kinsky Rechtsanwälte oder ein Tax-Workshop mit BDO Austria.
  • Zudem vergibt der brutkasten einen Sonderpreis. Dieser ist mit einem Media-Volumen von 5000 Euro dotiert. Dabei entscheidet die brutkasten Community mittels Crowdvoting, wer den Preis bekommt.
  • Ein weiterer Sonderpreis wird vom Institute for Entrepreneurship Cambridge Tirol (I.E.C.T) zur Verfügung gestellt. Ein Team aus den Top 10 hat die Chance, einen vollfinanzierten Teilnehmer-Platz für die Summer School zu gewinnen. Für drei weitere Teams besteht die Möglichkeit, ein ermäßigtes Ticket zu ergattern.

Tipp der Redaktion

Am 7. Oktober 2020 wurde der S&B Award erstmals im Rahmen einer Online Award Ceremony vergeben. Hier kommt ihr direkt zu den Gewinner-Teams des S&B Awards 2020 – darunter befinden sich auch bekannte Startups aus der österreichischen Gründerszene.

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V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

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