03.11.2025
SPACETECH

Satelliten-Startup Gate Space eröffnet Testzentrale für Weltraum-Missionen

Das TU-Wien-Spinoff Gate Space hat eine große Mission: Damit diese ausführlich getestet wird, eröffnet das SpaceTech nun eine Testzentrale, die mit den Bedingungen der ESA und DLR mithalten können soll.
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Die Testzentrale von Gate Space simuliert Weltraumbedingungen | Foto: GATE Space

Das Satelliten-Startup Gate Space wurde im September 2023 in den Tech Stars Space Accelerator in Los Angeles aufgenommen und hatte davor bereits eine US-Niederlassung in San Francisco etabliert. Gegründet wurde es im Juli 2022 als TU-Spin-off und konnte sich kurz darauf einen prominenten Investor sichern.

Mit Österreichs erstem und bislang einzigem Astronauten im Weltraum, Franz Viehböck, stieg damals ein bekanntes Gesicht in das Unternehmen ein – im Rahmen einer Finanzierungsrunde in Höhe von 450.000 Euro. Mittlerweile zählt das SpaceTech nach eigenen Angaben eine Gesamtfinanzierung von über zehn Millionen Euro.

Arbeiten an Mars-Mission

Heuer wurde Gate Space Teil des niederösterreichischen Weltraumclusters am Flughafen Wien – brutkasten berichtete. Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumagentur ESA entwickelt das Unternehmen aktuell ein chemisches Antriebs- und Bremssystem für ein Landemodul, das auf der Oberfläche des Planeten Mars aufsetzen soll – brutkasten berichtete auch dazu in diesem Februar.

Erstes Gate-Space-Produkt bald im All

Das TU-Spinoff arbeitet aktuell eng mit der ESA und weiteren internationalen Partnern zusammen. Das erste Gate-Space-Produkt soll im kommenden Jahr an Bord einer SpaceX-Rakete ins All fliegen. Die Mission soll den Eintritt in die Serienproduktion markieren und den Nachweis der Technologie im Orbit erbringen, heißt es weiter.

Neue Testanlage zur All-Simluation eröffnet

Im Vorfeld der bevorstehenden Mission hat Gate Space nun einen weiteren Meilenstein erreicht: Das SpaceTech eröffnete eine neue Testanlage, die die Vakuumbedingungen des Weltraums simulieren soll. Nun vermeldete man deren offizielle Inbetriebnahme. Dabei handelt es sich, dem Startup zufolge, um „die größte kommerzielle Testanlage Europas“.

Die Eröffnung wurden rund ein Jahr „intensiv vorbereitet“, heißt es in einer Aussendung. Die ersten Tests konnten bereits erfolgreich „an einem zugangsbeschränkten Standort in Österreich“ stattfinden.

Die Simulation der Weltraumbedingungen auf der Erde zähle zu den komplexesten Aufgaben in der Entwicklung von Raumfahrtantrieben, schreibt das SpaceTech in einer Aussendung.

So etabliert „wie sonst nur ESA und DLR“

So zum Beispiel brauche es eine „enorme Pumpenleistung, präzise Steuerung und widerstandsfähige Technik“, um während einer Triebwerkszündung ein stabiles Vakuum aufrechtzuerhalten.

Derartige Testanalgen werden in der Regel nur von Institutionen wie der European Space Agency (ESA) oder dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben – und oft für fünf- bis sechsstellige Tagessätze vermietet.

„Testen ist die Grundlage für Performance im All“

Mit seiner Testanlage hat Gate Space nun eine derartige Infrastruktur geschaffen, die diesen Anforderung gerecht werden soll. Konkret finden sich acht Hochleistungspumpen an vier Testständen vor Ort, die stabile Vakuumbedingungen gewährleisten sollen.

„Testen ist die Grundlage für agile Produktentwicklung und verlässliche Performance im All“, sagt Alexander Sebo, Leiter der Triebwerksentwicklung bei Gate Space.

Erste Testkampagnen „unter realen Betriebsbedingungen im All“ sind bereits im Gange, heißt es von Gate Space. Bis heute hat Gate Space über 10.000 Tests seiner Triebwerke auf kleineren Testanlagen durchgeführt.

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Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter
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Nach der Wahl in den UNO-Sicherheitsrat strebt die Bundesregierung nach dem nächsten Coup. Österreich soll in Fragen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten. Das verkündete heute Bundeskanzler Christian Stocker. Der konkrete Vorschlag: Es soll ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien entstehen. Der Vorschlag wurde von Staatssekretär Alexander Pröll beim virtuellen internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle von Frontier-KI-Modellen eingebracht. Das Treffen hat auf Initiative der Regierungschefs Finnlands und Norwegens stattgefunden.

„Fürchten wir uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben wir ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen kann dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten“, sagt Stocker

Wien als „der richtige Standort“

Die Bundesregierung sieht Wien als idealen Standort an. Mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der CTBTO-Vorbereitungskommission sei die Stadt bereits Sitz von Institutionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit komplexen Technologien behandeln und langjährige Erfahrung mit multilateralen Verfahren und Standards haben.

„Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ergänzt: „Österreich setzt sich konsequent für klare Grenzen und international verbindliche Regeln für KI-Waffen ein. Als einer der vier UNO-Amtssitze wäre Wien bestens als Standort für ein internationales KI-Zentrum geeignet.“

Treffen mit Hinton und Steinberger

Heute Abend trifft Stocker gemeinsam mit Staatssekretär Alexander Pröll den Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und Peter Steinberger, der mit OpenClaw weltweite Bekanntheit erlangte. „Wir sprechen über unsere Initiative, über internationale Regeln für KI und darüber, wie Österreich bei dieser Zukunftstechnologie vorne mit dabei ist“, schreibt Stocker auf X. Hinton und Steinberger sind Gäste von TEDAI in der Wiener Hofburg.

Österreich im KI-Zeitalter

KI scheint im Bundeskanzleramt präsenter denn je zu sein, denn Pröll möchte zum Thema „Österreich im Zeitalter von KI“ am 19. November Stellung nehmen. Der Staatssekretär lädt zu einer Grundsatzrede in die Österreichische Nationalbibliothek ein, bei der er über eine der „größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit“ sprechen wird.

„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten, entscheiden, schaffen und denken. Was bedeutet das für uns Menschen und was bedeutet es für Österreich?“, heißt es in der Aussendung.

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