„Nicht nur predigen sondern machen“ – Sanofi gibt Mitarbeiter:innen Zeit für ehrenamtliche Arbeit
Im Programm WeVolunteer sind bei Sanofi alle dazu eingeladen, einen Arbeitstag im Jahr ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Und der Großteil der Belegschaft - inklusive Top-Management - macht mit.
Ehrenamtliche Arbeit ist nicht nur eine Frage des Willens, sondern auch der Zeit, die neben Beruf und Familie dafür bleibt. Das Gesundheitsunternehmen Sanofi nimmt seinen Mitarbeiter:innen mit dem internationalen Programm WeVolunteer diese Sorge zumindest für einen Tag im Jahr ab. Denn sie bekommen einen Arbeitstag dafür zur Verfügung gestellt. Dann können sie entweder auf einer Plattform aus einer Reihe gemeinnütziger Projekte wählen oder auch eigene Vorschläge einbringen.
Essensausgabe, Hütten bauen und Mitarbeit im Therapiehof
„Mit WeVolunteer haben wir bei Sanofi die Möglichkeit, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Wir können und wollen Menschen helfen – das reicht von der Essensausgabe, über Hütten bauen bis hin zur Mitarbeit im Therapiehof. Für uns ist es ein Tag, für die Organisationen dringend benötigte Unterstützung“, erklärt Marcus Lueger, CFO von Sanofi in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Starker Start im „WeVolunteer Month“
Schon zum Start im vergangenen Jahr, dem im Oktober 2022 ausgerufenen „WeVolunteer Month“, wurde das Angebot außerordentlich gut angenommen. Die rund 150 Mitarbeiter:innen von Sanofi Österreich leisteten gemeinsam mehr als 400 Stunden gemeinnütziger Arbeit für drei Organisationen, darunter Caritas und SOS-Kinderdorf. Ganz vorne mit dabei war das Top-Management.
Auch CFO Marcus Lueger (mitte) legte im Rahmen von WeVolunteer Hand für die gute Sache an und half beim Hüttenbau | (c) Sanofi
Nach dem großen Erfolg wurde die Aktion auf das gesamte Jahr ausgeweitet. 2023 leisteten Mitarbeiter:innen bislang rund 150 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die sozialen Einrichtungen Steinbacherhof und Regenbogental und den Naturschutzbund Niederösterreich. Bis zum Jahresende soll die Marke des Vorjahres dann noch deutlich übertroffen werden.
Sanofi: Soziales Engagement in mehreren Bereichen
Und WeVolunteer ist nicht der einzige Bereich, in dem sich Sanofi Österreich sozial engagiert. Über die „Foundation S“ und das Programm „Sanofi Global Health“ werden unter anderem Medikamente und Impfstoffe Bevölkerungsgruppen zur Verfügung gestellt, die sich diese nicht leisten können. Mit „Planet Care“ verfolgt das Unternehmen ambitionierte Klima-Ziele. „Als Gesundheitsunternehmen haben wir große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Denn Gesundheit betrifft jede einzelne Person. Dazu muss man nicht perfekt sein aber wichtig ist: nicht nur predigen sondern machen!“, so Marcus Lueger.
kW-Solutions-Gründer Korbinian Kasinger: „Wir werden zum SAP für die Logistik“
Eine Gründung stand bei Korbinian Kasinger ursprünglich nicht auf dem Plan. Fünf Jahre später führt der 33-Jährige mit kW-Solutions eines der wachstumsstärksten E-Mobilitäts-Startups des Landes, ist im Wohnbau nach eigenen Angaben Marktführer und vernetzt nun die Transportbranche beim Laden. Ein Porträt über einen Gründer, dessen größte Stärke er selbst am nüchternsten beschreibt: “Ich bin ein sehr hartnäckiger Mensch. Ich kann mich in Dinge ziemlich reinbeißen.”
kW-Solutions-Gründer Korbinian Kasinger: „Wir werden zum SAP für die Logistik“
Eine Gründung stand bei Korbinian Kasinger ursprünglich nicht auf dem Plan. Fünf Jahre später führt der 33-Jährige mit kW-Solutions eines der wachstumsstärksten E-Mobilitäts-Startups des Landes, ist im Wohnbau nach eigenen Angaben Marktführer und vernetzt nun die Transportbranche beim Laden. Ein Porträt über einen Gründer, dessen größte Stärke er selbst am nüchternsten beschreibt: “Ich bin ein sehr hartnäckiger Mensch. Ich kann mich in Dinge ziemlich reinbeißen.”
Korbinian Kasinger will mit kW-Solutions "zum SAP für die Logistik" werden. | Foto: Paul Gruber
Eine große Gründungsvision stand am Anfang nicht. Nach dem Studium stieg Kasinger in die Unternehmensberatung ein und arbeitete viel in Deutschland, unter anderem an einem Strategieprojekt für einen großen deutschen Automobilkonzern. Dort kam er erstmals intensiv mit der Automobilwirtschaft in Berührung, eine Zeit, die ihn fachlich prägte. Mit der Zeit reifte der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen. Gemeinsam mit einem Freund aus Innsbruck setzte er ihn um: Benjamin Walch brachte den technischen Hintergrund mit, Kasinger das Betriebswirtschaftliche. Am 3. September 2021, einen Tag vor seinem 29. Geburtstag, trugen die beiden ihr Unternehmen ein. Das Thema: Ladestationen.
Vom Projektgeschäft zum Software-Unternehmen
Der erste Ansatz war B2C, ein Bundle aus Hardware, Förderabwicklung und Installation. Kasinger erkannte früh das größere Potenzial im wiederkehrenden Geschäft, drehte Richtung B2B und ins Betreiben von Ladepunkten. Große Kund:innen kamen rasch: Magna, die Falkensteiner Hotelgruppe, Casinos Austria sowie der Lebensmittelhändler HOFER – allesamt darf kW-Solutions mit einer Vielzahl an Ladepunkten im In- und Ausland, betreuen.
Der eigentliche Hebel lag in der eigenen Software. Mit „Charly“ baute kW-Solutions einen intelligenten Energiemanager, der Ladeinfrastruktur, Fahrzeuge, Photovoltaik, Batteriespeicher und Energiemärkte zu einem System verbindet. Elektromobilität soll so nicht isoliert, sondern wirtschaftlich, skalierbar und netzdienlich betrieben werden, indem jede Kilowattstunde zum günstigsten Zeitpunkt verladen wird, bis hin zu negativen Strompreisen, bei denen Laden zwischenzeitlich Geld zurückbringen kann. Im Wohnbau, für Kasinger ein „gigantischer Markt“, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben inzwischen Marktführer, mit rund 10.000 vorgerüsteten Stellplätzen und etwa 30 verkauften Projekten allein im ersten Halbjahr 2026. „Mittlerweile sage ich: Wir sind ein Software-Unternehmen.“
Vom Pkw bis zum schweren Lkw: kW-Solutions bündelt Ladeinfrastruktur und Energiemanagement auf einer Plattform. | Foto: Paul Gruber
„Charge with Friends“ und die Wette auf die Logistik
Aus dem Wohnbau heraus stieß das Team auf einen Markt mit höherem Puls: die Transportwirtschaft. Daraus entstand „Charly Transportation“, aufgesetzt auf drei Säulen: Sicherheit über einen lokalen Controller, Optimierung über aktives Flottenmanagement und Vernetzung über die Plattform „Charge with Friends“. Dort öffnen Transportunternehmen ihre Depot-Ladeinfrastruktur gegenseitig, bestehende Anlagen werden besser ausgelastet, und statt 50 Cent aufwärts laden Branchenkolleg:innen zu 30 bis 40 Cent netto, nahe an der Preisparität zum Diesel. Entwickelt wurde das Produkt in nur rund drei Monaten. Bis Jahresende will kW-Solutions ganz Österreich abdecken. „Wir haben einen Nerv der Zeit getroffen, zu hundert Prozent“, sagt Kasinger.
Das Potenzial ist groß: Von rund 75.000 schweren Nutzfahrzeugen in Österreich ist erst etwas mehr als ein Prozent vollelektrisch, bei Neuzulassungen sind es bereits rund zwölf Prozent. Kasinger denkt entsprechend weit: „Ich glaube, wir werden, hinsichtlich wechselseitiger Integrationstiefe sowie Relevanz, in 2 bis 3 Jahren zum SAP für die Logistik.“ Den deutschen Markt geht er strategisch an, gesteuert vom neuen Münchner Standort. Für 2026 erwartet er 60 bis 70 Prozent Umsatzwachstum auf rund vier bis viereinhalb Millionen Euro. Auch beim bidirektionalen Laden meldet das Unternehmen einen Erfolg: den nach eigenen Angaben ersten erfolgreichen V2G-Test im Netzgebiet der Wiener Netze.
Antrieb und Haltung
Anerkennung gab es zuletzt reichlich: den brutkasten „Innovator of the Year 2025″, einen Umweltpreis als Jungunternehmen des Jahres und eine Auszeichnung auf einer großen Immobilienmesse in München. Mit 20 Mitarbeitenden und einem Management-Team rund um CCO Matthias Moldaschl ist die Führung breit aufgestellt. Kasinger weiß genau, wo seine Stärken liegen: im schnellen Gespür für den Markt und in der Beharrlichkeit, Dinge auf den Boden zu bringen. Wichtig ist ihm eine Kultur, in der sich Aufrichtigkeit und Wertschätzung überlappen.
Würde er noch einmal in Österreich gründen? „Ja, ganz klar. Ich fühle mich Österreich sehr verbunden.“ Seine Mission liegt eine Ebene höher: den Strommarkt zu dynamisieren, Nachfrage und Angebot digital in Einklang zu bringen, smarte Netze statt reinem Netzausbau. Die Grundfrage sieht er als entschieden: „Wir haben uns als Gesellschaft darauf verständigt, dass Strom der primäre Energieträger der Zukunft ist. Das läuft schon.“ Es ist dieselbe Haltung, die ihn von Anfang an trägt: einmal entschieden, dann dranbleiben.
Disclaimer: Dieses Porträt entstand im Rahmen des Innovator of the Year 2025.
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