22.07.2025
NATURKOSMETIK

Salzburger Startup Skeeto launcht neue Bodylotion – Listung bei Interspar

Die zwei Salzburgerinnen Kathrin Buchinger-Schlader und Daniela Gefahrt haben im vergangenen Jahr die erste natürliche Seife mit Gelsenschutz auf den Markt gebracht. Nach einem Jahr folgt nun ein neues Produkt: Zur Seife gibt es jetzt auch eine Bodylotion.
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Gründerinnen Kathrin Buchinger-Schlader (li.) und Daniela Gefahrt (re.) mit ihren beiden Skeetoo-Seifen. (c) Skeetoo

Passend zur Gelsensaison hat Skeeto – ein Wortspiel aus „Skin“ und „Mosquito“ – letztes Jahr im April sein erstes Produkt gelaunched: eine Körperseife aus natürlichen Inhaltsstoffen mit Insektenschutz. Der Duft stammt von ätherischen Ölen – und im Gegensatz zu herkömmlichen Insektenschutzmitteln riecht die Seife angenehm dezent. Bereits im Vorjahr kündigten die beiden Gründerinnen an, bald auch eine Bodylotion auf den Markt bringen zu wollen (brutkasten berichete). Diesen Plan konnten sie nun umsetzen: Seit einigen Wochen ist die Bodylotion mit Insektenschutz erhältlich.

Auch im Einzelhandel gelistet

„Im Vorjahr ist das Geschäft sehr gut angelaufen“, erzählt Gründerin Daniela Gefahrt im Gespräch mit brutkasten. In der kurzen Saison, in der Insektenschutzmittel gefragt sind, habe man rund 30.000 Euro Umsatz erzielt – ein erfreuliches Ergebnis, insbesondere weil sie das Startup neben ihren Vollzeitjobs betreiben. „Bei jeder Bestellung, die über unseren Onlineshop reinkommt, freuen wir uns riesig – wir packen alles höchstpersönlich ein“, so Gefahrt.

Der Großteil des Umsatzes stammt allerdings nicht aus dem Onlineshop, sondern aus dem stationären Handel: Skeeto ist österreichweit bei Interspar gelistet. Auch die neue Bodylotion ist bereits dort erhältlich und erfreut sich guter Nachfrage. „Wir bekommen immer wieder Mails von Kund:innen, die uns schreiben, wie zufrieden sie mit dem Produkt sind. Das ist wirklich schön zu hören“, sagt Gefahrt.

Bisher keine Investmentrunde geplant

Die Produkte werden in Kooperation mit dem Unternehmen Walde hergestellt. Geschäftsführer Lukas Walde steht dem Startup dabei beratend zur Seite, wie die Gründerin betont. Für dieses Jahr wurde mit dem Produktlaunch bereits ein wichtiges Ziel erreicht. Für das kommende Jahr ist eine Expansion nach Deutschland geplant. Außerdem arbeitet das Team bereits an einem neuen Produkt mit Lichtschutz- und Insektenschutzfaktor – eine Herausforderung, wie Gefahrt erklärt.

Bislang kam Skeeto ohne externe Investoren aus. „Wir schließen aber nicht aus, dass wir eine Investmentrunde starten, wenn wir die Expansion intensiver vorantreiben“, sagt Gefahrt. Bis jetzt wurde das Unternehmen über einen Kredit finanziert.

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Cyberhsell-CEO Mario Curvelo Carvalho | (c) Cybershell Technologies

Es ist das Zukunftsszenario schlechthin: Menschenleere Produktionshallen, gefüllt mit humanoiden Robotern, die unermüdlich arbeiten. Cybershell arbeitet daran, dass diese Vision einmal Realität wird. Das Deeptech-Startup entwickelt eine Außenschicht für humanoide Industrieroboter, die sie im Arbeitsalltag vor externen Einflüssen wie extremer Hitze, Stößen oder Chemikalien schützen soll. „Aktuell schauen die Roboter nicht so aus, als könnten sie z. B. neben einem Hochofen arbeiten“, sagt Gründer Mario Curvelo Carvalho. Cybershell soll das nun ändern. Die Idee wurde zuletzt beim Riz-up-Preis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Innovativ genial“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet (brutkasten berichtete).

Cybershell ist ein „First of a kind“

Laut Curvelo Carvalho gibt es ein Produkt wie Cybershell noch nicht auf dem Markt. „Cybershell ist ein First of a Kind. Es gibt Hersteller, die Abdeckungen und so für Roboter machen. Aber es gibt unseres Wissens nach noch keinen Hersteller, der das im humanoiden Bereich macht“, sagt der Niederösterreicher. Dementsprechend schwierig seien manche Schritte für Cybershell, da es noch keine Referenzbeispiele gebe. „Ich komme mir manchmal vor wie wenn ich vor einem Dschungel mit einer Planierraupe stehe und mir dort erst meinen Weg ebnen muss“, sagt Curvelo Carvalho.

Erstmalige Versicherung einer Flotte

Laut dem Gründer ergibt sich durch seine Technik ein entscheidender Vorteil: Durch Schadensreduktion, Austauschbarkeit und standardisierte Betriebs- und Wartungsdaten gebe es eine bessere Grundlage für die Versicherbarkeit von humanoiden Robotern. „Die Versicherung hat das erste Mal die Möglichkeit, auf Daten zurückzugreifen und damit zu arbeiten. Damit können Versicherer Risiken, Schadenwahrscheinlichkeiten und mögliche Prämiengrundlagen besser bewerten“, erklärt der Founder und ergänzt: „Die Versicherungen sagen aktuell ‚Wir haben keine Werte, wir können hier nicht berechnen, wie hoch die Ausfallsrate ist und wie viel Schaden da wirklich auf uns zukommt.“ Doch bevor eine Flotte versichert werden kann, braucht Cybershell die notwendigen Zertifikate. An diesen werde gerade gearbeitet.

Modularer Aufbau

Das Startup setzt auf einen modularen Aufbau. Die Protektoren für z. B. Schultern, Arme und Beine sind getrennt abnehmbar und greifen nicht in Antrieb, Steuerungssoftware oder Sicherheitslogistik ein. „Es geht darum, die Downtime zu reduzieren. Wenn ein Roboter beschädigt wurde, dann wollen wir nicht, dass der ganze Roboter getauscht wird. Es soll einfach das beschädigte Modul werkzeuglos abgenommen werden und das neue Modul eingesetzt werden und nach 20 Minuten soll die Downtime vorbei sein“, erklärt Curvelo Carvalho. Die Außenschicht besteht aus fünf Layern, wobei jeder eine eigene Funktion hat und unterschiedlich anpassbar ist, je nachdem, wo der Roboter zum Einsatz kommt.

Das Patent als nächster Milestone

Das Unternehmen befindet sich aktuell noch vor der Gründungsphase und ist gebootstrappt. Gründen und die Suche nach Investoren machen laut Curvelo Carvalho erst dann Sinn, wenn die Firma das entsprechende Patent habe. Dafür müsse zuvor noch die Firma gegründet werden. Es läuft somit alles auf das Patent hinaus, noch im Herbst soll der Antrag gestellt werden. Förderungen hat Cybershell noch keine erhalten, jedoch hat das Startup bereits einen FFG-Patenscheck, also einen ersten Schritt in Richtung FFG-Förderung.

Eine Auswanderung in die USA stellt für Curvelo Carvalho aktuell keine Option dar. In Europa dauert zwar der Aufbau eines Unternehmens länger als in den USA, doch Cybershell habe hierzulande alles, was es für den Aufbau benötige. „Wir können hier vom Ökosystem, von den Inkubatoren und von den Förderungen profitieren. Cybershell muss ein niederösterreichisches Unternehmen werden. Das steht ganz groß auf unserer Flagge drauf“, sagt Curvelo Carvalho.

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