09.10.2023

Salzburger neuer Country Manager für fiskaly Deutschland

Der Standort Deutschland soll weiter ausgebaut werden. Oliver Abl soll dabei in seiner neuen fiskaly-Rolle bei der Standortausweitung helfen.
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(c) (c) Lisa Leutner/fiskaly - Der neue fiskaly Country Manager für Deutschland: Oliver Abl.

Fiskaly, das in Wien ansässige Software-Unternehmen mit Cloud-Lösungen rund um den Kassenbeleg ist im Vorjahr damit aufgefallen, dass es auf die steigende Inflation durch eine besondere Maßnahme reagierte – wie der brutkasten berichtete: Das Führungsteam hatte damals beschlossen, die Teuerungen für 50 Mitarbeiter:innen über freiwillige Zusatzzahlungen zum regulären Gehalt zu kompensieren. Dafür wurde ein Budget von 100.000 Euro freigegeben, das zur Bewältigung der unmittelbaren Herausforderungen bis Jahresende für die fiskaly-Mitarbeiter genutzt wurde. Nun hat man – um den Standort in Deutschland weiter auszubauen – Oliver Abl zum Country Manager für Fiskaly Deutschland ernannt.

Fiskaly mit cloud-basierte Fiskalisierung

Abl kommt ursprünglich aus Salzburg, hat an der Wirtschaftsuniversität Wien Wirtschaft und Finance studiert, dann bei UniCredit und LBMS gearbeitet, bevor er 2020 im Sales bei fiskaly anfing. 2021 ging er nach Deutschland, um dort das Business Development lokal zu repräsentieren.

„Cloud-basierte Technologien sind in der Umsetzung staatlicher Auflagen nach wie vor neu“, sagt Abl. „Potentielle Kunden und der Gesetzgeber interessieren sich vor allem für den Sicherheitsaspekt. Meine Aufgabe wird es also unter anderem sein, darüber aufzuklären, dass Cloud-basierte Fiskalisierung nicht nur einfacher umsetzbar, sondern auch wesentlich sicherer und somit sogar mehr regulierungskonform ist. Allerdings bedarf es manchmal etwas Mut für neue Lösungen. Diesen Mut, den ich in Deutschland schon sehe, will ich weiter fördern.“

In Deutschland Fuß gefasst

Fiskaly hat es, eigenen Worten nach, geschafft, auf einem sehr sorgfältig regulierten deutschen Markt Fuß zu fassen. Dies sei unter anderem gelungen: „weil wir innovativ denken, gleichzeitig aber umfangreiches Know-how und Expertise im Bereich IT-Security haben. Wir konnten eine sehr komplexe Vorgabe sehr niederschwellig umsetzbar machen“, sagt Abl.

CEO und Co-Founder von fiskaly Johannes Ferner schätzt vor allem die Leadership-Fähigkeiten seines neuen Country Managers hoch ein. Er sagt: „Oliver bringt nicht nur technisches Verständnis und geschäftlichen Scharfsinn mit, sondern auch die Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren. Das sind genau die Fähigkeiten, die wir brauchen, um unsere ambitionierten Ziele im deutschen Markt weiter zu erreichen.“

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Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
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KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

„Knowledge Space“ für mehr Effizienz und Transparenz

Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

Eigenen Benchmark-Tests zufolge soll der „Research Mode“ von AI Baseline im Vergleich zu herkömmlichem agentischen RAG eine um 44 Prozent höhere Antwortqualität liefern, bis zu 22-mal schneller arbeiten und 72 Prozent weniger Input-Tokens verbrauchen. Bei maximaler Performance erreicht das System laut Unternehmensangaben mehr als die doppelte Antwortqualität bei nahezu neunfacher Geschwindigkeit und rund 15 Prozent geringeren Kosten.

20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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