20.02.2025
INSOLVENZ

Salzburger Health-Tech-Unternehmen stellt Insolvenzantrag – 1,5 Millionen Verbindlichkeiten

Das Health-Tech PharmGenetix musste beim Salzburger Landesgericht einen Insolvenzantrag stellen. Eine Fortführung des Betriebs sei jedoch geplant.
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Firmeninsolvenzen - Pixelrunner - Ein Bild zeigt das Wort
Symbolbild Insolvenz (c) Adobe Stock / Pixel-Shot

Das Salzburger Unternehmen PharmGenetix hat pharmakogenetische Analysen entwickelt und galt während der Corona-Pandemie als Covid-Testlabor. Nun hat man, wie der Kreditschutzverband (KSV) berichtet, einen Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind 100 Gläubiger und 30 Mitarbeiter – die Verbindlichkeiten betragen rund 1,5 Millionen Euro.

PharmGenetix: Auf Anpassung von Medikamenten spezialisiert

Der KSV schreibt: „Die Schuldnerin war auf die individuelle Anpassung von Medikamenten basierend auf einer pharmakogenetischen Analyse des genetischen Profils der Patienten spezialisiert. Dadurch wird eine bessere Verträglichkeit und weniger Nebenwirkungen der Medikamente erreicht.“

Insolvenzursachen

Das wesentliche Asset der Gesellschaft, so der KSV weiter, sei die Weiterentwicklung der Analysen durch ständige Verbesserung der Software sowie der Aufbau der Datenbank als Grundlage für die Forschung gewesen. Dementsprechend wurden Franchisekonzepte entwickelt, um das Produkt breiter auf den Markt zu bringen. Jedoch wurde trotz mehrfacher erfolgreicher Kontakte kein wesentlicher Franchisepartner gefunden. Dabei hätten die laufenden Kosten die anfallenden Kosten in der Vergangenheit überstiegen, so dass die Zahlungsunfähigkeit im Wesentlichen durch (nachrangige) Darlehen der Gesellschafter bislang vermieden werden konnte. Infolge mussten sie jedoch ihre Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eingestehen.

Es soll weitergehen

Aktuell wird eine Fortführung des Unternehmens angestrebt. Mit folgendem Entschuldungsantrag: „Die Gläubiger erhalten insgesamt zumindest eine Quote von 20 Prozent binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplanantrages.“ Die Sanierung soll in einer Kombination aus Zuführen von Finanzmitteln, Auftragsabschluss mit Vorauszahlung und Steigern des Umsatzes erfolgen.

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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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