17.07.2023

Salzburg Summit 2023: Das sind die hochkarätigen Speaker:innen

Der Salzburg Summit findet vom 26. bis 28. Juli 2023 statt. Auch in diesem Jahr werden wieder führende Vertreter:innen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zum dreitägigen Wirtschaftsgipfel erwartet, der von der Industriellenvereinigung (IV) organisiert wird.
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(c) Adobestock

„Europe tomorrow. Facing the challenges. Shaping the future“ lautet das Generalthema des diesjährigen Salzburg Summit, der Ende Juli bereits zum vierten Mal in der weltbekannten Mozartstadt Salzburg stattfinden wird. Im Rahmen des dreitätigen Wirtschaftsgipfels sollen laut der Industriellenvereinigung (IV) die „Ereignisse der jüngsten Vergangenheit“ diskutiert werden, die „Europa und die Welt fundamental“ verändern.

Im Zentrum der Veranstaltung steht dabei auch das Thema Innovation. Hierfür sollen „neue Blickwinkel für innovative Lösungen“ diskutiert werden, die „Europa im geopolitischen Spannungsfeld“ stärken sollen. In weiterer Folge sollen auch die notwendigen Maßnahmen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abgeleitet werden, wie es von der IV weiter heißt.

Salzburg Summit: Die Speaker:innen 2023

Auch in diesem Jahr wird die Konferenz mit renommierten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft & Wirtschaft über die Bühne gehen. Als Speaker:innen werden unter anderem Anton Zeilinger, Quantenphysiker und Nobelpreisträger, Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Martin Kocher, Wirtschafts- und Arbeitsminister Österreich, und Paolo Gentiloni, EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, erwartet.

Darüber hinaus wird Bundeskanzler Karl Nehammer eine Keynote-Speech halten. EU-Budget-Kommissar Johannes Hahn und IV-Präsident Georg Knill werden die Konferenz eröffnen und ihre Sicht auf aktuelle globale Herausforderungen erläutern.


Zu den internationalen Top-Speaker:innen in diesem Jahr gehören darüber hinaus:

  • Borge Brende, Präsident World Economic Forum
  • Sim Ann, Senior Minister of State, Singapore
  • Rocco Bräuniger, VP Dach, Polen, Nordics Amazon
  • Markus J. Beyrer, Generaldirektor BusinessEurope
  • Jeff Bullwinkel, Regional Vice President Europe Microsoft
  • Sameh Shoukry, Außenminister Ägypten
  • Jacques Vandermeiren, CEO Hafen von Antwerpen

Tipp der Redaktion:

brutkasten wird am Salzburg Summit wieder live vor Ort sein und redaktionell berichten. In den vergangen Jahren haben wir unter anderem Interviews mit Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, Eric Demuth, Co-Founder von Bitpanda, Karoline Edtstadler, Bundesministerin für EU und Verfassung, Marcus Ihlenfeld, Woom-Founder, uvm. geführt.

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Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetz, 18-Millionen-Euro-Fördercall
© Screenshot - (v.l.) Infrastrukturminister Peter Hanke, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Georg Kopetz, CEO und Co-Founder TTTECH und Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn.

Ein halbes Jahr nach der Präsentation der „Industriestrategie 2035“ hat die österreichische Bundesregierung – in Form von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Infrastrukturminister Peter Hanke, Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn – gemeinsam mit Georg Kopetz, CEO und Co-Founder TTTECH, eine erste Zwischenbilanz vorgelegt. Demnach sind aktuell 42 der insgesamt 117 definierten Maßnahmen – was rund 35 Prozent entspricht – bereits umgesetzt oder befinden sich in Umsetzung.

Um die Standortbedingungen für heimische Betriebe konkret zu verbessern, liegt der strategische Fokus der Regierung derzeit auf dem Abbau bürokratischer Hürden und der finanziellen Unterstützung beim Aufbau neuer Produktionskapazitäten. Zwei Kernmaßnahmen stehen dabei im Zentrum: das neue Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetz und ein frischer Fördercall der Austria Wirtschaftsservice (aws).

Beschleunigungsgesetz für Industrieanlagen

Um die oft langwierigen Genehmigungsverfahren für neue Produktionsanlagen zu straffen, geht mit dem heutigen 16. Juni 2026 der erste Teil des Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetzes in die Begutachtungsphase. Dieser erste Gesetzesabschnitt konzentriert sich spezifisch auf Anlagen im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien.

Das in Begutachtung befindliche Gesetz sieht die Etablierung eines Fast-Track-Verfahrens vor: Das Wirtschaftsministerium kann Vorhaben künftig innerhalb einer Frist von 30 Tagen offiziell als „strategisches Projekt“ einstufen. Projekten, die diesen Status erhalten, wird in den behördlichen Genehmigungsverfahren rechtlich ein „überragendes öffentliches Interesse“ beigemessen. Dies soll formelle Hürden abbauen und die Verfahrensdauer signifikant reduzieren. Um die Unternehmen zudem nicht zwischen verschiedenen Zuständigkeiten aufzureiben, wird das Prinzip der „Single Points of Contact“ eingeführt. Bei den neun Bundesländern werden zentrale Kontaktstellen eingerichtet, die den Unternehmen künftig als alleinige Ansprechpartner durch die Genehmigungsverfahren dienen.

18 Millionen Euro für Pilotanlagen und Skalierung

Flankierend zu den administrativen Erleichterungen startet die Förderbank aws ein neues Impulsprogramm unter dem Titel „Industrielle Schlüsseltechnologien – Leitbetriebe 2030„. Der Call öffnete heute um 13:00 Uhr und ist mit einem Gesamtfördervolumen von 18 Millionen Euro dotiert. Das Programm soll Unternehmen in der ressourcenintensiven Phase zwischen technologischer Entwicklung und der tatsächlichen industriellen Produktion mit frischem Kapital unterstützen.

Die Eckdaten der Förderung

  • Zielgruppe: Mittlere und große österreichische Unternehmen, die eine industrielle Skalierungsfähigkeit aufweisen.
  • Ticketgröße: Pro eingereichtem Projekt können bis zu drei Millionen Euro an Förderung beantragt werden.
  • Projektvolumen: Das Gesamtinvestitionsvolumen der Projekte muss zwischen 1 und 50 Millionen Euro betragen.
  • Förderzweck: Gefördert werden Investitionen in neuartige Pilot-Produktionsanlagen mit hohem Innovationsgehalt sowie der Aufbau von wesentlichen Innovationsinfrastrukturen, wie etwa Laborinfrastruktur oder Reinräumen, innerhalb der neun definierten Schlüsseltechnologien.
  • Einreichfrist: Konzepte können bis Ende Oktober bei der aws eingereicht werden.

Neben diesen beiden primären Maßnahmen hob die Regierung in ihrer Halbjahresbilanz weitere Schritte hervor, die Innovationen „Made in Austria“ vorantreiben sollen. Dazu zählen unter anderem die Beschaffung eines KI-optimierten Hochleistungsrechners für die AI Factory Austria mit einem Investitionsvolumen von 53 Millionen Euro sowie eine anstehende Patentrechtsnovelle, die es KMU und Startups künftig ermöglichen soll, selbst genutzte Patente als bilanzierbare Vermögenswerte auszuweisen. Damit soll geistiges Eigentum besser nutzbar gemacht, Innovation gezielt gefördert und der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Unternehmen verbessert werden.

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