27.07.2018

Salzburg AG will mit „Sommer-Robotercamp“ Kinder fördern

Der Energiedienstleister Salzburg AG will mit dem "Sommer-Robotercamp" Kinder und Jugendliche auf den Geschmack von Informatik bringen. Die erste Woche ist vorbei und brachte einen Disco-Roboter hervor.
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Salzburg AG Sommer-Robotercamp: Geschäftsführer Leonhard Schitter mit jungen Camp-Teilnehmern
(c) Salzburg AG: Geschäftsführer Leonhard Schitter mit jungen Camp-Teilnehmern
kooperation

Es ist die „Strategie 2025“ die beim Energiedienstleister Salzburg AG derzeit für viel frischen Wind sorgt. Man habe sich mit der 2016 entwickelten Roadmap für die Zukunft neu ausgerichtet, heißt es vom Unternehmen. So wurde auch ein Innoavtionsprogramm ins Leben gerufen. Ein Teil davon ist die Innovation Challenge, bei der auch gezielt nach Startups gesucht wird – der Brutkasten berichtete. In Kooperation mit dem Salzburger Unternehmen Alphazone will man nun auch bei Kindern- und Jugendlichen für mehr Innovations-Spirit und Interesse an Informatik sorgen – mit einem „Sommer-Robotercamp“.

+++ Video-Interview mit Leonhard Schitter +++

Erste Sommer-Robotercamp-Woche ausgebucht

„Unsere Idee über Sommer-Camps Informatik greifbar zu machen und das Interesse der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Technik und damit auch für Technikberufe zu wecken, ist auf große Begeisterung gestoßen“, wird Salzburg AG-Geschäftsführer Leonhard Schitter in einer Aussendung zitiert. Die erste Sommer-Robotercamp-Woche unter dem Titel „robo.camp beginner“ ist vorbei und war mit zehn teilnehmenden 12- bis 15-Jährigen ausgebucht. In den kommenden drei Wochen finden fünf weitere Camps statt.

Verschiedene App-gesteuerte Roboter

Gebaut und programmiert wurde beim ersten Camp ein Disco-Roboter. Er kann in verschiedenen Farben blinken und eine Melodie spielen. Gesteuert wird der Roboter von den Kindern und Jugendlichen auf Rädern über das Smartphone. Die App dafür wurde selbst erstellt, außerdem ist eine Sprachsteuerung möglich.

Weiter geht es in den nächsten Wochen mit dem „robo.camp rookie“ und dem „robo.camp advanced“. Beim „robo.camp rookie“ sind die TeilnehmerInnen noch jünger. Den 8- bis 11-Jährigen steht als Basis ein funktionierender Roboter zur Verfügung. An diesem Roboter werde experimentiert und die Funktionen getestet und erforscht, heißt es in der Aussendung. Beim „Expertencamp“, dem „robo.camp advanced“ soll ein kleiner humanoider Roboter gebaut werden. Durch andere Bauteile und ein komplexeres Programm soll er verschiedene Moves beherrschen, „lustige“ Geräusche machen und sogar Stimmungen ausdrücken können. Auch dieser Roboter werde App-gesteuert sein.

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
Das Ohana Gründertrio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana

Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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