16.09.2017

Salzburg AG: Kundenservice kommuniziert ab sofort über WhatsApp-Channel

Die Salzburg AG setzt verstärkt auf digitale Kundeninteraktion und nutzt die Digitalisierung als Innovationsmotor.
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„Die Salzburg AG setzt mit einem eigenen WhatsApp-Channel auf eine innovative Kundenservicemaßnahme, die im Rahmen des hauseigenen Innovations-Programms im Juni 2017 entwickelt wurde”, sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Damit ist die Salzburg AG auch der erste Energieversoger, der einen modernen Messenger wie WhatsApp zur Kundenkommunikation nutzt. „Mit WhatsApp setzen wir eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssteigerung in unserem Kundenkontakt, die gleichzeitig auch eine Effizienzsteigerung in der Anzahl der zu bearbeitenden Kundenanfragen mit sich bringt”, so Schitter.

+++ Live vom Innovation Camp Finale der Salzburg AG +++

Effizient und schnell

Rund 400 Kunden können über diesen neuen Kommunikationskanal kostenfrei mit dem Kundenservice der Salzburg AG kommunizieren und erhalten so schnell Antworten zu Produkten, Rechnungen oder auch zu Störungen. Durch die von den Kunden gesendeten Fragen und Fotos können viele Anliegen rasch und zufriedenstellend geklärt werden. „Die Digitalisierung als Innovationsmotor ist nicht mehr wegzudenken und schafft neue Angebote und Services für Kunden. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren mehr als 50 % der Kundeninteraktionen über digitale Kanäle stattfinden“, erklärt der Vorstand. In der Pilotphase ist der Service wochentags zu den Geschäftszeiten erreichbar. Ziel ist es, den WhatsApp-Service, genau wie die Telefon-Hotline rund um die Uhr anzubieten. Unter www.salzburg-ag.at/kundenservice/kontakt/ trägt man bei Interesse in die Anmeldungsmaske seine Telefonnummer ein und erhält dann eine SMS. Diese Nummer muss als Kontakt gespeichert werden, um den Service zu nutzen.

Redaktionstipps

Unternehmenseigenes Innovationsprogramm

Schon 2016 rief die Salzburg AG ein unternehmenseigenes Innovationsprogramm ins Leben, das mit einer neuen Produktwelt, neuen Customer-Touchpoints, einer Innovationsplattform, der jährlichen Innovation Challenge mit dem Innovation Summit sowie Kooperationen mit Startups und High Potentials, fünf Säulen umfasst. Im Zuge der Salzburg AG Innovation Challenge #2 im Mai diesen Jahres, wurde der WhatsApp-Service gemeinsam mit vier weiteren interdisziplinären Projekten in Kooperation mit Startups ausgewählt und weiter entwickelt. Im Zuge dessen passierte die Suche nach jungen, kreativen Köpfen erstmals auf internationaler Ebene, um querdenkende Startups, wie auch vielversprechende, junge Unternehmen aus aller Welt anzusprechen.

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Das Gründungs-Trio von AYB: Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner (v.l.) © AYB

„Ausgewaschene Baumwollunterhosen fühlen sich mit der Zeit an wie so ein 40er Schleifpapier“, zumindest, wenn es nach Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl geht. Die drei Grazer wollten sich mit diesem Problem nicht länger abfinden und begannen so an der „perfekten Boxershorts“ zu tüfteln. Daraus geworden ist im November 2025 die AYB Underwear GmbH. AYB steht hier für „About Your Balls“. Seit Mitte Juli 2026 kann man sich vom Website-Claim „kein Zwicken. kein Kratzen.“ nun selbst überzeugen.

Zwei Jahre Materialsuche

Rund zwei Jahre arbeiteten die Gründer mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer zusammen, testeten laut eigenen Angaben mehr als 30 Stoffe und zwölf Prototypen, ehe die Wahl auf Tencel Modal Micro der oberösterreichischen Lenzing AG fiel.

Auch der Schnitt wurde mehrfach überarbeitet: An der Hüfte, „dort ist der Punkt, wo die Unterhose am meisten spannt“, wie Steiner im Interview erklärt, verzichtet AYB auf eine Naht. Stattdessen verlaufen die Nähte vorne und hinten. Daraus ergeben sich zwei zusätzliche Nähte, dafür aber ohne Druckstellen an der empfindlichsten Zone, wie die Gründer ausführen.

Made in China

Produziert wird in einer Partnerfirma im chinesischen Guangdong. Dort würden laut Steiner „90 Prozent aller Unterhosen der Welt produziert“, die Lieferketten seien entsprechend eingespielt. Eine Produktion in Europa hätte man laut Steiner deutlich teurer kalkulieren müssen: „Wir hätten das Dreifache verlangen müssen.“

Preislich positioniert sich AYB zwischen Billiganbietern und Premiummarken, ein Dreierset kostet 44,90 Euro. Über die genaue Marge wollten die Gründer keine Angaben machen, sie sei aber „für das Textilgeschäft üblich“, erwähnt man im Interview.

Verkaufszahlen übertreffen die eigenen Erwartungen

Die ersten Pre-Sale Bestellungen von AYB wurden selbst ausgeliefert. © AYB

Mitte Juli 2026 ging AYB mit einer ersten Bestellung von 1.000 3er-Sets in den regulären Verkauf. Ursprünglich hatten die Gründer mit 50 verkauften Sets pro Monat kalkuliert „und jetzt haben wir halt einfach mehr als das Zehnfache verkauft“, sagt Steiner.

Rund 600 Dreiersets wurden bislang abgesetzt, eine zweite Bestellung über 2.000 weitere Sets ist bereits unterwegs. Finanziert wird sie aus dem laufenden Cashflow: „Es läuft aktuell in einem positiven Cashflow, was uns sehr happy stimmt“, bestätigt Steiner gegenüber brutkasten. Auf Investor:innen verzichten die drei laut eigenen Angaben bewusst. Man wolle es soweit wie möglich bootstrappen.

Vom Marketingbüro zum Boxershort-Business

Steiner und Jöbstl betreiben parallel eine eigene Marketingagentur, aus deren Einnahmen unter anderem die GmbH-Gründung über 12.000 Euro von AYB mitfinanziert wurde. Aktuell laufen beide Geschäfte parallel. „Um auch zu schauen, was funktioniert am Ende des Tages einfach besser“, meint Steiner. Bis man sich bei AYB etwas auszahlen könne „dauert sicher noch zwei, drei Jahre“, fügt er hinzu.

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